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02-05-09

W. Nee: Elternschaft - Teil 9

Gott scheint den Eltern mehr Beachtung zu schenken als den Kindern, wenn es um deren Entwicklung geht. Viele müssen es von Grund auf lernen, ein brauchbares Elternteil zu werden. Nimmt man alle Bibelstellen, die von der Elternschaft reden, kann man viel göttliche Weisheit über Erziehung lernen.


Leitverse: Epheser 6,1-4; Kolosser 3,20-21

Eph. 6,1-4: Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist billig. Ehre deinen Vater und deine Mutter, das ist das erste Gebot mit Verheißung: Auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden. Und ihrVäter reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zuchtund Ermahnung des Herrn.

Kol. 3,20-21: Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden.

 

Inhalt

Teil 1: Eine große Verantwortung

Teil 2: Mit Gott leben

Teil 3: Eltern müssen sich einig sein

Teil 4: Die Rechte der Kinder achten

Teil 5: Die Kinder nicht zum Zorn reizen

Teil 6: Eine korrekte Rede fahren

Teil 7: Kinder in der Zucht und Ermahnung des HERRN erziehen

Teil 8: Die Kinder zum HERRN führen

Teil 9: Eine Atmosphäre der Liebe schaffen

Teil 10: Mit Bedacht zurechtweisen

Teil 11: Große Eltern bringen große Kinder hervor

 

Eine Atmosphäre der Liebe schaffen

Eine richtige Familienatmosphäre ist eine Armosphäre der Liebe. Fehlt der Umgang miteinander und kommt es zu keinen Gesprächen, mangelt es an Liebe. Die spätere Entwicklung der Kinder wird maßgebend von dieser ersten Umgebung geprägt, und wenn die Kleinen auf Liebeszuwendung verzichten müssen, entwickeln sie bald eine steife, einzelgängerische und widerspenstige Art. Viele Menschen kommen mit anderen nicht zurecht, weil sie als Kinder nicht die richtige Behandlung erfahren haben. Eine normale Entwicklung des Kindes kann beispielsweise nicht gewährleistet werden, wenn häufig Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten in der Familie sind. Auflehnung wird die Folge davon sein oder sie bekommen einen Minderwertigkeitskomplex und schauen auf andere herab. Leute mit Minderwertigkeitsgefühlen streichen sich oft selbst heraus, um von anderen anerkannt zu werden.

Viele der "Asozialen" und "Problemkinder" der Gesellschaft haben in ihrer Kindheit keine Liebe erfahren. Das Ergebnis davon war, dass ihre menschliche Natur gleichsam eine Wandlung erfuhr, die sie dann auf die schiefe Bahn brachte. Um solche Leute dann in die Gemeinde einzugliedern, bedarf es großer Anstrengung und Anpassung. Ich denke oft, dass die Hälfte der Arbeit in der Gemeinde von den Eltern vorher schon hätte getan werden müssen. Vieles hätte durch eine liebevolle Erziehung der Kinder vermieden werden können. Aus einem Elternhaus voller Freude, Sanftmut und Liebe gehen auch gesunde und fröhliche Kinder hervor.

Die Eltern sollten für ihre Kinder Freunde sein und haben deshalb darauf zu achten, dass sich keine Entfremdung einschleicht. Denke daran, Freundschaft ist etwas, das man nicht erbt, sondern etwas, das geschaffen und gepflegt werden muss. Lerne es deshalb, immer eine gewisse Nähe zu deinen Kindern zu wahren, die es ihnen erlaubt, mit allem, was sie bedrückt, zu dir zu kommen. Es ist nicht gut, wenn sie zu anderen Leuten mit ihren Problemen gehen.

Sei für sie da, sowohl wenn sie Erfolg haben als auch wenn sie Fehlschläge erleiden. Zu einem Freund kann man immer kommen. Sei ihnen deshalb ein Freund und sitze nicht wie ein Herrscher auf deinem Thron. Sie brauchen dich, weil sie ihre Probleme mit dir durchsprechen müssen und deinen Rat und deine Hilfe nötig haben. Nur Eltern, die ihren Kindern Freunde sein können, sind gute Eltern. Diese freundschaftliche Beziehung der Eltern zu ihrem Kind muss schon in seinen frühen Kindesjahren entwickelt werden. Die Verbundenheit und Zuneigung der Kinder entwickelt sich in den ersten zwanzig Jahren ihres Lebens. Es ist fast unmöglich, danach noch eine Beziehung aufzubauen. Mit zunehmendem Alter wird die Distanz größer, wenn nicht vorher schon eine innere Verbundenheit zwischen Eltern und Kind bestanden hat. Viele Kinder können für ihre Eltern keine Achtung und Wertschätzung aufbringen, weil diese ihnen, wenn sie in einer Notlage sind, nur wie Richter entgegentreten. Das sollte bei dir nicht der Fall sein. Wenn deine Kinder Probleme haben, sollst du der Erste sein, zu dem sie kommen. Solche Familien haben wenig Probleme und wenn sie welche haben, können sie alle gelöst werden.

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Ein Artikel von Glaube.de

Mit freundlicher Genehmigung von Sound Words

Autor: W.Nee,Textbearbeitung Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de Foto: soundwords

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