Druckversion
Dieser Text ist ein Artikel der Kategorien:
23-12-08

Weihnachtsgottesdienst aus der Crystal Cathedral

Frohe Weihnachten. Willkommen zum Weihnachtsgottesdienst aus der Crystal Cathedral. Ob Sie zum ersten Mal hier sind, ein Mitglied der Gemeinde sind, oder übers Fernsehen oder Internet kommen: Es ist uns eine Ehre, Sie bei uns zu haben. Gemeinsam werden wir den Geburtstag Jesu Christi feiern. Denn uns ist ein Kind gegeben, ein Sohn ist uns geboren. Sein Name wird sein: Wunderrat, mächtiger Gott, ewiger Vater und Friedefürst.


Gebet (RAS):
Lieber himmlischer Vater, wir kommen aus aller Welt zusammen, um zu beten. Wir feiern dein kostbares Geschenk an uns, Deinen Sohn Jesus Christus. In ihm finden wir Heilung und Hoffnung, Glauben und Mut. Unsere Ängste werden in Zuversicht verwandelt, unsere Sorgen werden zu Freude. Wenn wir nun heute unsere Lieder singen und alles sehen, geben wir Dir die Ehre und danken Dir für die Geburt unseres Retters und Herrn. Amen

Bibellesung – Lukas 2, 1-7 – (RAS):
Der Geschichtsschreiber Lukas berichtet uns davon, was geschah, als Jesus geboren wurde. Wir lesen es in der Bibel: Ich lese es Ihnen vor: Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine Vaterstadt. Es ging aber auch Josef von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die schwanger war. Und es geschah, als sie dort waren, wurden ihre Tage erfüllt, dass sie gebären sollte; und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.

Bibellesung – Lukas 2, 8-14 – (RAS):
Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens!

Bibellesung – Matthäus 2,1 und 2,9b-11 – (RAS):
Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Osten nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und oben über der Stelle stand, wo das Kind war. Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und beteten ihn an. Und sie öffneten ihre Schätze und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe.

Wir laden Sie ein, jeden Sonntag in die Crystal Cathedral zu kommen. Wir feiern hier jeden Sonntag Gottesdienst. Ich glaube nicht, dass er auch nur einmal ausgefallen ist, seit wir hier vor 52 Jahren anfingen. Sie sind herzlich eingeladen jeden einzelnen Sonntag wieder zu kommen.
Falls es ihnen nicht möglich ist, persönlich herzukommen, können Sie immer noch die Hour of Power ansehen. Sie wird weltweit gesendet. Jeden Sonntag auf verschiedenen TV-Sendern oder sehen Sie die Videos hier im Internet unter:  http://www.hourofpower.de/gottesd1.html
Wenn Sie einsam sind und Seelsorge brauchen – und ich weiß, die Feiertage sind für viele eine schwere Zeit – möchten wir Ihnen helfen. Wir haben eine Telefonseelsorge mit dem Namen NewHopeLine. Sehr leicht zu merken. Sie können dort zwischen 18 und 22 Uhr anrufen und am anderen Ende wird jemand sein, der Ihnen zuhört und sich um Sie kümmert. http://www.hourofpower.de/seelsorge1.html
Sie können aber auch auf hourofpower.org gehen und sich dort unserer interaktiven Online-Gebetsgemeinschaft anschließen. Sie können dort ihre Gebetsanliegen schreiben, ein Gebetstagebuch führen und für andere beten. Das ist ein wunderbares Erlebnis, an dem Sie auch teilhaben können.
Mein Gebet ist, dass Sie diese Weihnachten Gottes Segen in Ihrem Leben erfahren und erkennen, dass Gott Sie liebt und wir auch. Frohe Weihnachten.

Predigt “Das großartige Geschenk von Weihnachten” (RHS):
Hallo, mein Name ist Robert Schuller. Ich bin der Gründungspastor dieser Gemeinde. Vor 52 Jahren kamen wir nach Kalifornien, mit ein paar Hundert Dollar um eine Gemeinde zu gründen. Ich hatte schon ein treues Gemeindemitglied. Ich wusste, ich konnte sie nicht verlieren. Ich war nämlich mit ihr verheiratet. Ein Jahr später, vor 51 Jahren feierten wir unseren ersten Heilig Abend Gottesdienst im Kerzenschein und seither habe ich jeden einzelnen Gottesdienst, jede einzelne Predigt gehalten. Heute ist mein 365. Gottesdienst im Kerzenschein. Das ist vielleicht ein Rekord. Danke. Allen, die uns rund um die Welt sehen, fühlen Sie sich als Teil von uns, Sie sind nämlich Teil der Familie. Ich möchte Ihnen zwei Fragen stellen: Wurden Sie schon einmal für etwas beschuldigt, das nicht ihre Schuld war? Wurden Sie schon einmal übersehen, wenn sie eigentlich Anerkennung für Ihr Tun verdient hätten? Wenn Sie diese beiden Fragen mit Ja beantworten können, werden Sie verstehen, was ich ihnen sagen werde darüber, warum Weihnachten geschehen musste. Denn seit der Schöpfung wird der Schöpfer Gott selbst oft beschuldigt, und wird es heute noch, für etwas das nicht sein Fehler ist, woran er nicht schuld ist. Warum hat Gott das zugelassen? Und Gott wird so oft außen vor gelassen und hört keinen Dank für all seine Hilfe und seinen Beistand. Dafür, was er uns alles gegeben hat. Er hat uns nie etwas genommen. Ich will das erklären. Gottes Name wurde oft entehrt und er wusste, er brauchte einen neuen Namen, der dem Ruf den er verdient entsprach. Sein eigener Name wurde in Verruf gebracht durch zynische und negative Menschen. Also sagte er, er brauchte einen neuen Namen, den die Leute ehren und respektieren würden. Er gab sich einen neuen Namen, indem er an Weihnachten als Baby auf die Welt kam und sein Name war: Jesus. Dieser Name wurde mit Ehrfurcht, Wertschätzung und Anerkennung ausgesprochen. Jetzt wissen Sie, warum Weihnachten nötig war und warum Gott kommen musste. Wo stehen Sie heute? Gibt es Zeiten in denen sie beschuldigt werden für etwas, wofür sie nicht können? Haben sie das Lob, die Ehre, den Respekt und die Anerkennung nicht bekommen, für das, was sie so wunderschön gemacht haben? Vielleicht brauchen Sie auch einen neuen Namen. Vielleicht sollten Sie tun, was Gott tat. Wenn Sie noch kein Christ sind, geben Sie sich einen neuen Namen. Fügen Sie das Wort "Christ" zu ihrem Namen. Mein Vater war ein sehr guter Mann. Er arbeitete hart als Farmer. Dann kam der schreckliche Tag, an dem ein Tornado uns traf. Wir kamen mit dem Leben davon, fuhren so schnell wir konnten auf die Landstraße. Dort warteten wir, bis der Tornado wie ein Periskop in der Tiefe verschwand. Danach machten wir uns auf den Heimweg. Ein Hügel verbarg immer unsere Farmgebäude bis auf die Spitze der Scheune. Wir sahen aber die Dachspitze der Scheune nicht über dem Hügel. Da wussten wir, dass wir Probleme hatten. Als wir auf dem Hügel ankamen, sahen wir hinunter und alle neun Gebäude, die zur Farm meines Vaters gehörten, waren verschwunden. Alle. Kein Schutt, nur weiße Zementspuren an den Stellen, wo die Grundmauern waren. Ich sah meinen Vater, wie er die Fäuste ballte und auf das Lenkrad schlug. Er schrie meine Mutter, seine Frau die neben ihm saß an: "Es ist alles weg Jenny" und weinte. Er weinte laut, nicht nur Tränen. Er sagte, "es ist alles weg Jenny." und seine Tränen flossen und sein Schluchzen wurde lauter. Er fuhr so nah ran, wie es nur ging. Am nächsten Abend wurde im Gottesdienst gebetet und es gab eine besondere Gebetsversammlung für die vielen Farmer die vom Tornado schwer getroffen waren, aber keiner davon so schwer wie mein Vater. In dieser Zeit hörte ich aber meinen Vater nie fragen: "Gott, warum hast du das getan?"
Ich hörte nie, dass er Gott angezweifelt hatte. Wir kamen in die Kirche, alle möglichen Gebete wurden gesprochen, es gab viele verschiedene Zeugnisse, aber keiner sagte: "Gott warum hast du das getan? Das haben wir nicht verdient. Wir sind alle brave Leute, wir haben das nicht verdient." Niemand redete so. Stattdessen waren die Gebete voller Danksagungen. "Danke Herr, dass niemand getötet wurde." und "Danke Herr, wir haben immer noch das Land, das wurde nicht weggeweht." und "Danke Gott, dass wir Morgen neu anfangen können." Gott wurde nie beschuldigt für etwas, das nicht seine Schuld war. Der Tornado war nicht Gottes Schuld. Er empfing Dank dafür, dass er uns in dieser schwierigen Zeit beistand. Und, wie ist es mit Ihnen? Wie gehen Sie damit um. So etwas passiert in unserer Welt. Sie werden unschuldig beschuldigt. Kein Dank, auch wenn so viel Gutes durch Sie geschieht. Ich lade Sie ein, Jesus als Retter anzunehmen, wenn Sie es noch nicht getan haben. Sie haben einen Namen. Namen kann man immer ändern. Sie können etwas hinzufügen und etwas wegnehmen. Paul Yonggi Cho, änderte seinen in David Yonggi Cho. Ich kenne Leute, die ihren Namen geändert haben. Aus gutem Grund. Warum überlegen Sie nicht auch, ihren Namen zu ändern. So wie Gott am 25. Dezember oder falls dieses Datum nicht genau richtig ist, als Gott als Kind geboren wurde. Werden Sie Christ und sagen Sie es anderen weiter. Und wenn Sie Christ werden, ein Nachfolger Jesu, wird man es Ihnen ansehen. Die Gedanken, die sie im Herzen tragen, die Gedanken die sie im Kopf haben. Das zeigt sich im Gesicht. Es zeigt sich auf Ihren Lippen. Es wird sie verändern und es fängt mit den Augen an. Es wird sie verändern. Die Leute werden wunderbare Dinge über Sie sagen. Sie werden sagen: Er hat sich wirklich verändert in letzter Zeit. Und werden sich wundern warum. Sie werden gut über sie reden. Und auf ihrem weiteren Weg, wird man sie nicht beschuldigen an schrecklichen Dingen teilzuhaben. Stattdessen wird man sagen: Nein, vor ein paar Jahren wäre er vielleicht bei so etwas dabei gewesen, aber er hat sich vor einigen Jahren wirklich verändert. Er hat sich wirklich verändert. Da würde er nicht tun. Er ist ein netter Kerl. Wirklich. Sie haben sich selbst einen neuen Namen zugelegt und man wird gut über sie reden, statt sie zu beschuldigen. Man wird Sie ehren, statt sie anzuprangern. Man wird Sie ehren, statt über sie herzuziehen. Jetzt können Sie es erkennen: Weihnachten musste sein. Gott brauchte es, Sie brauchen es, wir alle brauchen es. Wir brauchen Erlösung. Christus ist das Geheimnis. Diese Woche haben wir eine Menge Geschenke bekommen und ich danke Ihnen allen dafür. Unter anderem bekamen wir auch 2 große Schachteln. Große Schachteln von Leuten, die uns immer Weihnachtsgeschenke schicken. Riesig. Normalerweise schenken sie uns eine Schachtel Schokolade und ich sagte zu meiner Frau, die können unmöglich zwei so riesige Schachteln voller Schokolade geschickt haben. Wir haben sie gestern ausgepackt und darin waren weitere verpackte Geschenke. Wir öffneten das erste und es enthielt eine wunderschöne Figur, es war einer der Weisen. In der nächsten war der nächste Weise und in der dritten, oh noch ein Weiser. Dann machten wir die nächste Schachtel auf. Darin war Joseph und in einer weiteren war Maria, die nach vorne gebeugt war, als stillte sie ihr Kind. Eine herrliche Sammlung. So etwas hab ich noch nie gesehen. Wir stellten sie alle auf unseren Kaffeetisch im Wohnzimmer. Sie sollten sie sehen. Wow. Es sah schön aus, aber Arvella sagte: Wo ist das Baby? Baby? Die Mutter stillt es gerade. Sie sagte, ich glaube nicht. Ich sehe kein Baby und als ich näher hinsah war es so. Sie hielt wirklich kein Baby. Wo ist dann das Kind? Ich sagte, hast du in den Schachteln nachgesehen? Arvella sagte: Sicher. Sie kennen meinen Spruch: Dreimal nachmessen, nur einmal sägen. Prüfen, nachprüfen und gegen prüfen. Ich ging rein und die Schachteln lagen im Müll, der in ein oder zwei Tagen abgeholt wird. Ich sah noch mal alles durch. Nahm jedes Papier in die Hand. Nichts. Die nächste Kiste: Ich hob jedes Papier hoch, außer ein kleines Stück in der Ecke. Das zupfte ich heraus und darunter lag ein winziges Paket. So klein. Ich zog es heraus, nahm das Papier ab und – es war das Baby. Wir hätten fast das Baby verloren. Wow. Ich sehe Sie an. Es ist Weihnachten. Freunde, Familie, Essen, alles – aber es ist dabei so leicht, das Baby zu vergessen. Ich werde jetzt beten und ich möchte, dass Sie mit mir beten. Lassen Sie uns die Köpfe neigen. Oh Gott, Christus ist hier. Er will in jedermanns Herz kommen. Er will für jeden hier der Retter sein. Er möchte, dass sie heute Abend von neuem geboren werden. Und er will, dass sie einen neuen Namen tragen. Ein Nachfolger Jesu. Heute, an Weihnachten 2007. Amen.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ein Artikel von Glaube.de
Hour of Power vom 23.12.2007
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus; Redakteur bei www.glaube.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Nach oben


Weitere Artikel des Autors


Name:
E-Mail: