Wir bekennen die Schuld unseres Volkes
Eine Fürbitte für unsere Stadt und Deutschland nach Daniel 9
Ach Herr, du mächtiger und ehrfurchtgebietender Gott! Du hältst deinen Bund mit uns und erweist Gnade denen, die dich lieben und nach deinen Geboten leben. Doch wir haben gegen dich gesündigt und großes Unrecht begangen! Was du wolltest, war uns gleichgültig! Ja, wir haben uns gegen dich aufgelehnt und deine Gebote und Weisungen umgangen. Die Mahnungen der Propheten schlugen wir in den Wind, dabei haben sie in deinem Auftrag zu unseren Vorfahren, unseren Regierenden, den führenden Männern und zum ganzen Volk gesprochen.
Wir alle müssen uns schämen. Unser ganzes Volk hat dir die Treue gebrochen. Herr, wir haben schwere Schuld auf uns geladen: unsere Regierungen, die führenden Männer und auch unsere Vorfahren. Dafür schämen wir uns in Grund und Boden. Doch du, Herr, unser Gott, bist barmherzig und vergibst uns, obwohl wir von dir nichts mehr wissen wollten. Wir haben uns taub gestellt, wir haben nicht auf die Propheten gehört, die uns aufforderten, nach deinen Geboten zu leben.
Unser Volk hat deine Weisungen mißachtet und deine Worte in den Wind geschlagen. Deshalb hat uns nun dein Fluch getroffen, den du im Gesetzbuch deines Dieners Mose allen angedroht hast, die sich gegen dich auflehnen. Noch nie ist über ein Volk ein solches Unheil hereingebrochen, wie es die Menschen jetzt erleben. Du hast deine Drohungen gegen uns und unsere führenden Männer wahr gemacht! Ja, du hast uns ins Unglück gestürzt, wie es im Gesetzbuch des Mose angekündigt ist.
Und wir haben auch nichts unternommen, um dich wieder gnädig zu stimmen. Wir sind nicht von unseren falschen Wegen umgekehrt zu dir, dem wahren Gott. Darum läßt du uns nun die Folgen tragen. Wir haben die gerechte Strafe bekommen, Herr, unser Gott, denn wir wollten nicht auf dich hören. Herr, wir haben gesündigt und dir den Rücken gekehrt. Du bist unser Gott, du hast uns Gutes erwiesen. Bis zum heutigen Tag machst du deinen Namen überall bekannt. Immer wieder hast du gezeigt, daß du dich an deine Zusagen hältst.
Sei nicht länger zornig über diese Stadt und über dieses Land! Schon unsere Vorfahren haben große Schuld auf sich geladen, und auch wir haben weiter gegen dich gesündigt. Jetzt ist die Stadt und unser ganzes Volk zum Gespött geworden. Herr, höre doch jetzt, wenn wir zu dir flehen! Unser Gott, erbarme dich über dieses verwüstetes Volk! Es geht um deine Ehre! Erhöre uns, du, unser Gott, und sieh, wie es um uns steht: Die Stadt liegt in Trümmern. Wir flehen zu dir, nicht weil wir deine Hilfe verdient hätten, sondern weil du uns schon so oft gnädig gewesen bist. Herr, vergib uns! Greif ein und handle! Zögere nicht, denn deine Ehre steht auf dem Spiel! Es geht um dein Volk und deine Herrlichkeit in dieser Stadt.
Amen!
Günter J. Matthia
Redaktionsmitarbeiter Glaube.de






