Susanne Dwehus: Die Freude am HERRN ist meine Kraft

Die Freude, die Glaubens-Freude an Gott hat in der Bibel einen großen Stellenwert. Die Freude am HERRN ist meine Kraft heißt es in Nehemia 8,10 zum Beispiel, ich würde sogar zur Verdeutlichung sagen: die Freude am HERRN ist meine Lebenskraft. Denn was passiert, wo Freude fehlt? Wo andauernd Freude fehlt?
Da können schnell negative Gedanken zu finden sein, irgendwann eine niedergedrückte Grundstimmung, sogar Depression. Wir wissen eigentlich wohl alle, was für tragische Folgen es haben kann, wenn die Freude am Leben so gänzlich fehlt.
Und Gott, an dem wir uns erfreuen dürfen, ist unser Leben. Jesus sagt: ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (aus Johannes 14,6). Gott ist unser Leben und sich von diesem Gott beschenken zu lassen, immer wieder um diese Freude zu bitten, ist kein nettes Sahnehäubchen oben auf unserem Alltag, sondern diese Freude ist lebensnotwendig.
Die Freude am HERRN – um es mal ganz krass zu sagen – bewahrt uns vor zerstörenden und todbringenden Gedanken. Die Freude am HERRN ist somit ein absolutes MUSS. Dabei meine ich nicht nur erhabene „laute“ Gefühle, ich meine vielmehr auch eine leise, jedoch beständige Grundstimmung, die unser Glaubensleben prägen möge - und der wir gerne täglich nachspüren sollten. Die Freude am HERRN richtet meine Gedanken immer wieder auf den Einen aus, der uns Gutes, der uns wohltun will, auf Gott, der uns auch im Leiden und in schweren Zeiten eine stärkende, durchtragende Freude zu schenken vermag.
Seien es liebe Menschen, die Er uns zur Seite stellt, denen wir begegnen dürfen, wer weiß zum Beispiel (noch) nicht wie wohltuend ein lieber Besuch im Krankenhaus sein kann? Wie uns ein glaubensvolles Lied im Herzen durch schwere Zeiten tragen kann? Wie die Zeiten im Gebet uns stärken und erfrischen können?
Die Freude am HERRN birgt in sich das Wissen, Gott immer mehr kennen zu dürfen, IHN betrachten zu dürfen, einfach in Seiner Nähe sein zu dürfen. Das erzeugt eine Zuversicht: Es wird letztendlich alles gut. Das wirklich Gute steht noch bevor. Wir, die wir an Gott glauben und Seine Kinder sind, dürfen wissen, dass Jesus Christus auf unserer Seite steht schon im Hier und Jetzt, und dass Er uns in Ewigkeit in Seinem Reich haben möchte.
Und wir können uns fragen:
Wie viel Freude an Gott habe ich in mir?
Wie viel von dieser Freude lasse ich zu?
Bin ich mir der Freude überhaupt bewusst?
Bejahe ich diese Freude, die von Gott kommt?
Kann ich diese Freude einordnen in meinem Leben?
Und der König Hiskia samt den Oberen gebot den Leviten,
den HERRN zu loben mit den Liedern Davids und des Sehers Asaf.
Und sie lobten mit Freuden und neigten sich und beteten an.
2. Chronik 29,30
Freude, die im Lobpreis mündet
Die Freude am HERRN führt immer auch ins Staunen, in Dank, in Lobpreis, in tiefes, andächtiges Bewundern. Und wo finden wir Gott, wenn nicht im Lobpreis? Der HERR wohnt im Lobpreis Seines Volkes (Psalm 22,4) und je mehr wir Gott kennen lernen, Ihm im Gebet einfach still Raum geben, Ihn betrachten, umso größer wird der Lob und Dank in uns und zwar Hand in Hand mit einer Freude, die tief in uns Wurzeln schlagen kann.
Und so wächst aus Freude, aus der Zeit mit dem HERRN, aus dem Erleben von Gottes Nähe, ein Lob und Dank in uns, das wiederum zur Freude und zu einem Kreislauf führt, der uns nicht nur gut tut, sondern uns auch immer mehr dahin bringt, wo Gott uns von Anbeginn der Welt haben wollte – in Seine Nähe, an Sein Herz. Unsere Freude und unser Dank ehrt unseren Schöpfer und kann unser Seele Heilung und Gutes bringen, unseren Geist stärken und unseren Körper erfrischen. Im Lobpreis kommen wir unserem Gott ganz nahe, auch wenn wir es vielleicht gar nicht spüren.
HERR, führe Du mich immer mehr in diese Freude, die das Leben mit Dir ausmacht, schenke Du mir, dass ich Dich bestaunen, bewundern, Dir danken kann. Amen.
Und es war, als wäre es "einer," der trompetete und sänge, als hörte man "eine" Stimme loben und danken dem HERRN.
Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und
man den HERRN lobte:
»Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«,
da wurde das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke,
sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke;
denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.
2. Chronik 5,13-14
(c) Susanne Dwehus
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Ein Artikel von Glaube.de
Autor: Susanne Dwehus Mitarbeiterin bei www.glaube.de
Bearbeitung: Jürgen Motzkus, Mitarbeiter bei www.glaube.de
Foto: www.sxc.hu
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