Chrisna Labuschagne: Geliebt - Beschenkt - Gesegnet

Was kommt Ihnen zuerst in den Sinn, wenn Sie an das Wort „Segen“ denken? Denken Sie an solche Dinge wie Ihr Auto, Ihr eigenes Haus oder den Beruf, den Sie so sehr mögen? Oder sind es die Menschen in Ihrem Leben – Ihre wohlerzogenen Kinder, Ihr liebevoller Partner, ein guter Freund, der immer für Sie da ist, ein herzlicher Nachbar?
Was wenn dem aber nicht so ist? Wenn Sie eine Arbeitsstelle haben, die Ihnen zwar keine Freude bringt, aber die Miete zahlt und den Kühlschrank füllt. Ist dieser Job dann etwa kein Segen? Der Fabrikarbeiter, der vor kurzem seine Arbeitsstelle verloren hat, würde im Vergleich zu seiner eigenen Lebenssituation sagen, dass Sie reichlich gesegnet sind. Wenn Sie Kinder haben, die nicht Ihren Erwartungen entsprechen und Sie enttäuschen, sind diese Kinder dann kein Segen mehr? Die kinderlose Frau wird neidisch auf Sie und Ihre Sorgen blicken.
Zu meiner Schande habe ich in einer von Herausforderungen und Prüfungen geplagten Zeit, anstatt in den Freuden- und Lobgesang einzustimmen, eifersüchtig auf den Segen einer christlichen Freundin geschaut. Ich habe so gehandelt, weil ich mich in dieser Zeit alles andere als gesegnet oder reich beschenkt fühlte. Diejenigen, die nichts von meinen Sorgen wussten, hätten auf meine wunderbaren Kinder und meinen liebevollen Ehemann, mein Haus und meine Arbeitsstelle sehen und davon überzeugt sein können, dass ich eines von Gottes Lieblingskindern bin.
Zum Konzept des Segens kommen mir verschiedene Dinge in den Sinn und als Erstes ist zu sagen, dass das Thema Segen wirklich kein einfaches ist. Abhängig von Ihrem Leben und Ihrer Erfahrung ist ein Segen immer eine sehr persönliche Erfahrung. Noch viel wichtiger ist aber, dass wir Segen und den Zustand, gesegnet zu sein, viel zu oft als selbstverständlich hinnehmen. Wir achten nur auf die großen Dinge, die die Welt um uns herum mit einem Segensstempel ausweist und bemerken den Reichtum, mit dem Gott uns tagtäglich übergießt, überhaupt nicht. Wir neigen auch dazu, unseren Segensreichtum oder das vermeintliche Fehlen von Segen mit der Situation anderer Menschen zu vergleichen. Wie kleine Kinder wollen wir sicher gehen, dass das Kuchenstück des anderen nicht einen Millimeter größer ist als unser eigenes! Mit diesen Denk- und Gefühlsmuster sind wir nicht offen und bereit, die erfreulichen Dinge, mit denen wir bereits gesegnet sind, zu erkennen.
Lassen Sie uns auf die vier unbeschreiblich wunderbaren Segen blicken, die Gott jedem seiner Kinder ohne Vorbehalt oder Begünstigung aus freien Stücken schenkt. Sie sind es, die wir so leicht als selbstverständlich hinnehmen.
Segen der Vergebung
Eine der segensreichsten Erfahrungen in einer Beziehung ist die Erleichterung und Freude, die sich ausbreitet, wenn ein lieber Mensch bereit ist, uns unsere Fehler zu verzeihen und Vergebung auszusprechen. Es ist eigentlich unmöglich, das vollkommene Ausmaß des Segens, den wir durch die Vergebung Gottes und unsere Errettung erfahren haben, zu begreifen. Die ganze Bedeutung unseres Lebens und die Hoffnung, mit der wir allen Hindernissen in unserem Leben begegnen, hat ihr Fundament in der Vergebung Gottes und in dem Opfer, das Jesus auf sich nahm. Denn „er hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden.“ (Kol 2, 13)
Segen des Geistes
Als Jesus mit seinen Jüngern über seinen bevorstehenden Abschied sprach, sagte er „Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit“ (Joh 14, 16). In Vers 26 führt er fort: „Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ In Römer 8 Vers 26 lernen wir, dass uns der Heilige Geist sogar hilft zu beten:
„Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.“ Er ist Gott ins uns, er ist unser Berater, Lehrer, Tröster und Bittsteller. Das Ausmaß dieses Segens ist so viel größer, dass dieser Artikel ihm nicht gerecht wird.
Segen des Gebets
Wenn Sie einmal ein kurzes Gespräch mit Königin Elizabeth II. oder dem Präsident Südafrikas Jacob Zuma haben möchten, müssen Sie unzählige Vorgänge hinter sich bringen, um dann am Ende wahrscheinlich sowieso abgewiesen zu werden. Wissen wir eigentlich, was es heißt, einen direkten Zugang zu unserem lebendigen Gott zu haben? Was es bedeutet, ihm jederzeit, solange wir möchten, alles und wirklich alles sagen zu können? Wenn Sie einfach nur Trübsal blasen und Ihre Sorgen mit ihm teilen möchten, dann wird er nicht aufseufzen oder auf seine Uhr schauen und mit den Augen rollen. Sie können ihm sogar sagen, dass Sie wütend auf ihn, sind und er wird sich nicht von Ihnen abwenden. Tatsächlich sehnt er sich danach, dass Sie ihm von all Ihren Freuden und Trübseligkeiten erzählen und von Ihren Ängsten und Zweifeln berichten. „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.“ (Phil 4, 6 – 7)
Was für ein Segen diese Worte sind!
Segen der Schöpfung
Denken Sie nur einmal an die unbeschreibliche Schönheit von Sonnenaufgang und -
untergang, mit denen Gott seine geliebten Kinder tagtäglich am Morgen begrüßt und abends zu Nachtruhe schickt. Gottes Schöpfung umfasst nicht nur die Wunder der Meere, den filigranen und kunstvollen Entwurf einer Schneeflocke, die unbeschreibliche Freude über ein neugeborenes Kind, sondern auch die eindrucksvolle Art und Weise, in der unsere fünf Sinne zusammenwirken, damit wir all diese Wunder genießen können.
Jedes Mal, wenn uns die Hektik des Alltags den Boden unter den Füßen wegzureißen scheint, können wir innehalten und staunend in der Schönheit der Schöpfung verweilen und uns bewusst werden, dass wir selbst die Krönung dieser Schöpfung sind. Bewusst verbrachte Zeit in der Natur ist ein wahrer Segen, weil sie unmittelbare Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele hat. Psalm 139, 14 drückt diese Segenserfahrung aus: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das er- kennt meine Seele.“
Es ist ein Segen, dass Gottes Charakter sich niemals ändert. Es ist ein Segen, über ihn und von ihm zu lernen. Die Worte seines Zuspruches sind ein Segen für uns: Glaube, Freude, Hoffnung und so viele andere.
In diesem Leben wird es uns nicht möglich sein, die unzähligen Segen, mit denen uns Gott tagtäglich überhäuft, in ihrer Tiefe, Größe und Reichhaltigkeit vollständig zu verstehen. Keine segensreichen Erfahrungen, die wir auf der Erde machen, können mit den Segen des Himmels mithalten. Denn schon in Epheser 1, 3 steht geschrieben: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.“
Mögen Sie jeden Tag aufmerksam auf die Segen, mit denen Gott Sie beschenkt, mit einem neuen Verständnis und einer tieferen Anerkennung schauen.
aus: Nachfolge 1-3 2012
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autor: Chrisna Labuschagne
mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: Weltweite Kirche Gottes
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