John Stonecypher: Wie man Christus mit Verlorenen teilt

Ein Schaukasten an einer Straßenecke. Oder an fremde Haustüren klopfen und fragen: Sind Sie vielleicht auf dem Weg zur Hölle? Oder, schlimmer noch: die Vorstellung an einen langhaarigen Typen aus dem Fernsehen, der um Geld bettelt? Derartige Ideen von Evangelisation sind für Christen wie auch für Nichtchristen fürchterliche Vorstellungen. Auf beiden Seiten dieses Zaunes dürfte man sich darin einig sein, dass solche Art Evangelisation für den Evangelisten wie auch für den Angesprochenen total unerwünscht ist. Ich habe also nicht vor, Ihnen diese Art von Evangelisation beizubringen. Ich denke, dass einige da eine falsche Vorstellung von der Funktion des menschlichen Geistes haben und wie Gott mit Menschen arbeitet. Stattdessen möchte ich Ihnen die Art und Weise zu evangelisieren zeigen, wie Jesus sie lehrte. Wie ich schon sagte, bevorzugte er Bilder aus dem Agrarbereich. Für Leute, die wie wir aus einem Agrargebiet wie Iowa kommen, ist das leicht nachvollziehbar.
Hauptsächlich gebrauchte Jesus den Vergleich vom Pflanzen und Säen, um damit die Botschaft des Evangeliums zu übermitteln. Wie jedoch jeder Landwirt weiß, bedarf es zum Betreiben einer Landwirtschaft mehr, als nur das Aussäen der Saat. Die Bibel weist auf das gleiche hin. Bevor Sie eine Saat in die Erde einbringen können, müssen Sie die Erde gut anbaufähig machen, das ist die erste Stufe des Evangelisationsprozesses: Das Kultivieren.
1. Knüpfen Sie authentische Beziehungen zu Ungläubigen
Wenn Sie einen Garten anlegen, gehen Sie nicht einfach hinaus, kippen die Saat auf den Erdboden und erwarten eine Ernte. In ihrer Bemühung, Gottes Gebot, Christus mit anderen zu teilen, zu gehorchen, tun viele gute Christen genau das, wenn sie evangelisieren. Sie treffen einen Fremden, lesen ihm Johannes 3,16 vor und erwarten, dass etwas geschieht. Erstaunlich ist, dass es manchmal funktioniert - das sei nur als Erinnerung gesagt - dass, ganz gleich wie unfähig wir sind, Gott immer noch erstaunliche Dinge mit unseren Bemühungen machen kann. Aber, um bei Jesu Landwirtschaftsmetapher zu bleiben, hat ein solcher Mensch nur ein Bündel Saatpflanzen auf einen nicht kultivierten Erdboden geworfen.
Wenn man so auf einem schweren, trockenen Erdboden arbeitet, wird die Saat sofort aufgehen. Wenn man versucht, das Evangelium mit anderen zu teilen, ohne zuerst eine Beziehung zu entwickeln, dann wird auch unser Teilen der Botschaft des Evangeliums sofort aufgehen, aber keine Wirkung haben. Darum ist die erste Stufe, Christus mitzuteilen, einfach die Herstellung einer authentischen Beziehung zu nicht an Gott Glaubende. In einer Beziehung zu sein bedeutet, dass man mit einer anderen Person gemeinsamen Boden findet - Dinge, in denen man einer Meinung ist, Art und Weisen, in denen man Ähnlichkeiten entdeckt, Interessen, die man teilt. Innerhalb dieses Kontextes entsteht wirkliches Leben zwischen zwei Menschen. Man kann eine Brücke bauen, über die das Evangelium gehen kann. Lassen Sie uns ein biblisches Beispiel dafür ansehen - der Apostel Paulus. Beachten Sie, wie er mit all diesen verschiedenartigen Leuten umgeht, die keine Christen sind:
1.Korinther 9,19-23: "Obwohl ich also frei und von niemand abhängig bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, um möglichst viele für Christus zu gewinnen. [Verlorene zu gewinnen hatte sehr große Priorität im Leben von Paulus. Dieser Paulus forderte uns auf, seine Lebensart zu imitieren. Um das zu erreichen, machte er sich selbst zum Diener. Was bedeutet das?] „20 Wenn ich mit Juden zu tun hatte, lebte ich wie ein Jude, um sie für Christus zu gewinnen. Unter ihnen, die von der Befolgung des Gesetzes das Heil erwarten, lebte auch ich nach den Vorschriften des Gesetzes, obwohl ich selbst das Heil nicht mehr vom Gesetz erwarte – und das nur, um sie für Christus zu gewinnen.”
Die Juden waren anders als Paulus. Sie lebten unter dem Gesetz des Mose mit seinen Opfern, speziellen Festtagen und wöchentlichen Sabbaten, Ernährungseinschränkungen, spezieller Haarmode und das Tragen von besonderer Kleidung. Sie lebten unter dem Gesetz des Alten Bundes, aber Paulus lebte nicht darunter. Er hatte keinen Grund, dieses Gesetz zu halten, weil dieses Paket von Gesetzen seinen Zweck erfüllt hatte: er wies Menschen auf den Messias als das neue und bessere Gesetz hin. Paulus war nicht unter diesem Gesetz, aber er liebte die Juden so sehr, dass er, um Beziehungen zu ihnen zu bauen und die Saat vom Evangelium in ihr Leben einzupflanzen, in ihrer Gegenwart entschlossen so lebte wie die Juden. All das tat er, um Freundschaften mit ihnen herzustellen und ihre Aufmerksamkeit für das Evangelium zu gewinnen. Diese Handlungsweise wird uns besonders in der Apostelgeschichte berichtet. Wenn Paulus den Juden eine Predigt halten wollte, wohin ging er? Samstagmorgens, zur Synagoge, weil sie sich an diesem Ort versammelten, um Gottes Wort zu hören. Das ist die erste Regel für Evangelisation: Gehen Sie dort hin, wo Menschen sind. Er feierte ihre Feste mit ihnen. Das war für ihn besonders leicht, weil Paulus als gebürtiger Israelit diese Feste an das erinnerte, was Gott für seine Familie getan hat. Einmal unterwarf sich Paulus sogar einem Nasiräergelübde. Das steht in Apg. 21, wenn Sie es nachschlagen möchten. Einige Leute haben gesagt, dass wir am Samstag zur Kirche gehen müssten, weil Paulus das tat. Gut, sollten wir dann nach derselben Logik auch Nasiräergelübde ablegen und erfüllen? Derartige Dinge erklärte Paulus für Leute im Neuen Bund als nicht verbindlich. Es waren vielmehr Dinge, die Paulus tat, weil er diejenigen liebte, die unter dem Gesetz waren. Darum ging er und lebte, wie sie lebten, um ihre Aufmerksamkeit für das Evangelium zu gewinnen. Das nennt man kultivieren, anbaufähig machen.
“21 Wenn ich dagegen mit Menschen zu tun hatte, die nichts vom Gesetz wissen, lebte auch ich nicht nach dem Gesetz, (obwohl ich doch vor Gott nicht gesetzlos lebe; ich stehe ja unter dem Gesetz, das Christus gegeben hat) – und auch das tat ich, um sie für Christus zu gewinnen.”
Dies ist die Kehrseite. Als Paulus ging, um Christus mit Nichtjuden zu teilen, suchte er nicht am Samstagmorgen eine Synagoge auf, weil es dort keine Nichtjuden gab. Denn Paulus wusste, dass er nicht an seine jüdischen Traditionen gebunden war. Er fühlte sich wahrscheinlich sehr wohl, samstags zu beten und zu predigen, so wie manche von uns das empfinden und aus demselben Grund. Das war das, was er sein ganzes Leben getan hatte; sein Leben verlief so, dass der Gottesdienst am Samstag mit seinem Plan abgestimmt war. Aber er wusste, Nichtjuden zu einem Samstagmorgen Gottesdienst einzuladen, keine wirksame Strategie wäre. Das war ganz in Ordnung, weil er nicht unter dem Gesetz von Mose war, das Juden Sabbatruhe am 7. Wochentag auferlegte. Lieber war er unter dem Gesetz von Christus, in dem man frei ist, jeden Tag vor Gottes Gegenwart zu erscheinen. Er gehorchte der Regel: „Gehe dort hin, wo die Menschen sind, und immer dann, wenn sie dort sind." Das sehen wir auch, als Paulus nach Athen ging. Er ging statt zur Synagoge zur Akropolis, wo Menschen sitzen, um zu philosophieren. Wissen Sie, was er tat? Er redete mit ihnen über Philosophie. Er zitierte griechische Dichter und wies auf griechische Tempel hin, die er gebrauchte, um mit ihnen über Jesus zu reden. Das heißt kultivieren.
“22 Und wenn ich mit Menschen zu tun hatte, deren Glaube noch schwach war, wurde ich wie sie und machte von meiner Freiheit keinen Gebrauch – nur um sie für Christus zu gewinnen.” [Wenn jemand heruntergekommen und an den untersten Sprossen der Gesellschaft angelangt war, ging Paulus zu ihnen. Wenn er Obdachlose und Kraftlose erreichen wollte, wurde er selbst obdachlos und kraftlos.] „Ich stellte mich allen gleich, um überall wenigstens einige zu retten. 23 Das alles tue ich für die Gute Nachricht, damit ich selbst Anteil bekomme an dem, was sie verspricht.”
Hier ist die Essenz des Kultivierens. Welche Personen auch immer Gott Ihnen zuführt, um sie zu erreichen, bauen Sie mit ihnen so viele Brücken wie möglich. Finden Sie heraus, welche gemeinsamen Interessen auch immer Sie finden können, und bündeln Sie diese. Gehen Sie hin, wo sie hingehen und tun Sie gerne, was sie gerne tun, solange es keine Sünde ist. Zum Beispiel: nehmen Sie keine Drogen, wenn Sie zu einem Drogendealer in der Nachbarschaft gehen, um eine Beziehung zu kultivieren. Sie wissen, was richtig und was falsch ist; überqueren Sie diese Linie nicht. Aber gehen Sie soweit Sie gehen können, um einen gemeinsamen Boden mit nicht Glaubenden bebauen zu können.
Ich habe einen Freund, einen Pastor, in Ohio, der ein ausgezeichneter Evangelist ist. Sein Evangelisieren geschieht meist in Verbindung mit fischen. Er fischt gerne und, jedes Mal wenn er jemanden findet, der auch gerne fischt, unternimmt er mit ihm/ihnen eine Reise zum Fischen. Vielleicht denken Sie jetzt, dass er sie mit seinem Fischerboot mitten auf dem See stranden lässt, um dann ein Traktat hervorzuholen und ihnen das Evangelium zu predigen. Aber das tut er nicht. Er fischt nur mit ihnen. Die anderen Kameraden wissen, dass er ein Christ und Pfarrer ist, und er erlebt, dass sie oft Ideen und Fragen über Gott aufwerfen, und dass der Glaube einfach Teil der Konversation wird. Und während mein Freund, der Pastor, auf mehr und mehr Fischreisen geht, findet er, dass mehr und mehr von diesen Kerlen seine Kirche besuchen und das Evangelium hören und Jünger von Jesus werden. Seine Lieblingsbeschäftigung ist das Fischen, so dass er absichtlich das Fischen als eine Möglichkeit benutzt, Beziehungen zu nicht Glaubenden zu knüpfen und auszubauen.
Karen und ich lieben gute Nahrung und Bücher. Vor einigen Jahren trafen wir ein junges Nichtchristen Paar, das Bücher fast ebenso sehr liebte wie wir, und gute Nahrung mochten sie sogar noch mehr. Also bereiteten Karen und ich diesen gemeinsamen Boden. Wir luden dieses Paar zu unserem Haus ein, um ein neues Feinschmeckerrezept zu versuchen, und wir sprachen über gute Bücher. Später luden sie uns zu ihrem Haus ein, um dasselbe zu machen. Wir aßen alle Arten von seltsamen Dingen in dem Verlauf der Freundschaft. Und sie wussten, dass wir Christen waren. Sie bemerkten, dass wir beteten, bevor wir aßen. Sie wussten, dass ich ein Pastor war. Und über die Zeit, da wir mit einander enger bekannt wurden, begannen sie, Religion als Konversationsthema zur Sprache zu bringen. Dann kam der Punkt, an dem wir nicht zusammenkommen konnten, ohne eine wirklich tiefe Diskussion über irgendeine Angelegenheit des Glaubens zu haben. Das war für alle Beteiligten wunderbar. Das bedeutet kultivieren.
IHR ERSTER SCHRITT:
Tun Sie ALLES Nötige, um Ihre Beziehung zu einem nicht an Gott Glaubenden zu kultivieren. Die Möglichkeit besteht, dass Sie schon einige Leute kennen, die keine Jünger von Jesus sind. Es sollte nicht nötig sein, hinauszugehen und neue Freunde kennen zu lernen, um dieses zu tun. Bitten Sie Gott, Ihnen zu helfen, einen von ihnen auszusuchen. Finden Sie etwas von gemeinsamem Interesse, das Sie mit dieser Person teilen und tun Sie diese Woche etwas, dieses gemeinsame Interesse zusammen zu genießen. Essen Sie gemeinsam zu Abend, sehen Sie sich zusammen einen Film an, plaudern Sie über Kindererziehung, gehen Sie zu einem Fußballspiel. Irgendetwas, um die Beziehung zu knüpfen und zu entwickeln.
Zu kultivieren ist nicht einfach etwas, das Sie allein tun werden. Wir versammeln uns als eine Kirche, damit wir unsere Kräfte bündeln können, um Leute auf Weisen zu kultivieren, wie wir das sonst nicht könnten. Besonders unsere Kleingruppen nehmen sich vor allem Dienstprojekte vor, die Beziehungen bauen und Leuten die Liebe Gottes zeigen. Angenommen, Ihr Kollege zieht in einen anderen Stadtteil um. Ihre Kleingruppe könnte ihm anbieten, ihm beim Umzug zu helfen. Auf diese Weise zeigt die Gruppe die Liebe Gottes auf praktische Weise, und Ihr Kollege hat jetzt 4 oder 5 neue christliche Freunde. Ich hörte von einer Kleingruppe, die Pläne für einen Tag mitten im Winter machte, als ein großer Film in den Kinos anlief. Was denken Sie, wie lange an diesen Premierentagen die draußen anstehenden Schlangen werden können. Sie wussten, dass Dutzende von Menschen draußen in der Kälte stehen würden. Also organisierte diese Kleingruppe jede Thermoskanne, die sie finden konnte. Sie füllten sie mit heißer Schokolade und gingen hin und verteilten an die in der Warteschlange stehende Leute gratis Tassen mit heißer Schokolade. Wenn jemand fragte, warum sie das täten, sagten sie: "weil wir die Liebe Gottes in einer praktischen Weise zeigen möchten, denn sie sahen so durchgefroren aus." Ich habe Kleingruppen gesehen, die eine Party im Versammlungshaus ihres Blocks geschmissen haben, und luden alle Nachbarn ein. Sie tun die ganze Zeit nichts Religiöses; sie machen sich Freunde unter den Nachbarn und genießen mit ihnen gemeinsam ein paar schöne Stunden. Das ist die Kraft einer Gruppe, Beziehungen zu kultivieren.
Beziehung zu kultivieren, entwickelt die Verbindung zwischen Ihnen und der anderen Person. Sie gewinnt Ihnen das Recht, über große Dinge, wie das Leben, den Tod und die Ewigkeit zu sprechen. Aber man wird nicht da stehen bleiben. Es kommt eine Zeit für das Säen oder Pflanzen. Dies ist die zweite Phase des Prozesses, Christus mit anderen zu teilen:
2. SÄEN Sie Gottes Wahrheit aus
Jesus benutzte gerne dieses Bild, um über sein Werk zu reden. Wir schlagen das jetzt nicht auf, aber in Markus 4 vergleicht er sein Lehren mit der Aussaat von Samen in den Menschen. Bei einigen Leuten würde die Lehre wachsen und sie verändern, bei anderen Leuten würde das nicht geschehen. Dennoch säte er die Saat der Wahrheit Gottes überall aus, wo er ging, in jeder Lebenssituation. Wir sehen auch, wie er die Wahrheit auf verschiedene Art und Weise bei verschiedenen Leuten sät. Denn es gibt smarte Arten, das Wort zu pflanzen, und nicht so smarte Wege. Ich habe Leute im Zentrum von New York mit einem großen Schild gesehen, auf dem nur stand „Johannes 3,16“. Kein Zitat., nur die Bibelstelle. Das wäre genau so wirksam, als wenn mein Papa im Frühjahr auf sein Feld hinausginge, ein Maiskorn in die Höhe hielte, damit das ganze Feld es sieht, in der Hoffnung, dass das zu einer Maisernte bis September führte. Ich kann nicht beweisen, dass es nicht funktionieren würde, aber ich wäre ehrlich überrascht, wenn es das täte.
Die Fähigkeit einer Person, eine Wahrheit einer anderen Person zu übermitteln, erfordert eine Beziehung. Und das Niveau Ihrer Beziehung - und wo diese Person in Bezug auf Gott steht – wird davon beeinflusst, wie Sie pflanzen - was Sie genau pflanzen. Lassen Sie mich Ihnen einige Wege zu pflanzen zeigen:
Folgendes tun Sie, wenn Sie einen neuen Freund gewonnen haben – und wenn Sie keine Ahnung davon haben, wo er zu Gott steht - und umgekehrt weiß er nichts über Sie. Dinge, die Gott betreffen, sind einfach noch nicht zur Sprache gekommen, so dass keiner weiß, wo der andere steht. Militärschiffe auf dem Meer haben ein ähnliches Problem. Aus einer Entfernung von einer Meile ist ein Schiff ein Schiff; man weiß nicht, ob es eines von uns oder eines von ihnen ist. Darum haben Schiffe Flaggen. Man schwenkt die eigene Flagge nur um dem anderen Schiff zu signalisieren, zu wem man gehört; sie bedroht nicht, sie fordert nichts, sie übermittelt nur Ihre Identität, weil diese Information wichtig ist. Ebenso ist es in einer Freundschaft. Wenn Sie ein Jünger von Jesus sind, haben Sie die Nachfolge von Jesus zu Ihrer obersten Priorität in Ihrem Leben gemacht - der wesentliche Faktor Ihrer Identität. Wenn andere Leute wissen wollen, wer Sie sind, dann müssen sie wissen, dass Sie ein Christ sind. Dies ist eine sehr einfache Übung dafür, was ich „Flagge zeigen" nenne. Durch sie wird als Teil der täglichen Konversation etwas darüber vermittelt, dass Sie ein Christ sind. Einige Beispiele: "Oh, Sie haben diesen Film auch gesehen? Ich sah ihn letzte Woche mit ein paar Kirchenfreunden, er war großartig." Oder noch eins: "Mein Pastor erzählte mir neulich diesen tollen Witz." Sehen Sie, was hier abläuft? Sie übermitteln etwas, einen Teil von Ihnen, wer Sie sind, Sie verstecken es nicht. Für mich ist die natürlichste Art, Flagge zu zeigen, dass ich nur darauf warte, dass Leute mich fragen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene, und ich sage ihnen, dass ich Pastor bin. Sie sind in der Regel etwas verdutzt, aber es gibt normalerweise Anlass zu einer interessanten Konversation.
Wenn sich nun eine gediegene Beziehung entwickelt hat, in der Sie Ihre Schwierigkeiten miteinander teilen können und Ihr Freund sich in einer bestimmten Situation befindet, die ihn beunruhigt, und Sie wissen, dass die Bibel etwas darüber zu sagen hat, was dann? Hier haben wir eine neue Gelegenheit zu pflanzen. Das bedeutet: die biblische Wahrheit weitergeben. Gewöhnlich geschieht das etwa so: „Oh, ich hatte vor einiger Zeit auch ein solches Problem, wissen Sie, was mir half?..." Zeigen Sie ihm dann, wie Ihnen ein gewisses biblisches Prinzip heraushalf. Wenn Sie die Bibel studieren und sie auf Ihr Leben anwenden, besitzen Sie eine Fülle von solchen Geschichten. Sicher haben Sie bemerkt, dass bis jetzt das Evangelium noch nicht einmal ins Bild gekommen ist - darum, weil diese Person es wahrscheinlich noch nicht hören will. Aber er hat ein Problem. Und darum würde er sich nicht daran stören, sich das anzuhören, wovon Sie überzeugt sind, dass es weiterhelfen könnte. Dies braucht nur eine Geschichte zu sein, die zeigt, wie Gott und die Bibel Ihnen in einer schwierigen Situation halfen. Oder es könnte sogar eine Einladung zu einem Bibelstudium über die ihn betreffende Angelegenheit sein. Wenn Ihr Freund Eheschwierigkeiten hat, bieten Sie ihm und seiner Frau an, mit Ihnen einen hilfreichen Ehe-Workshop, die Ihre Kirche nächsten Monat hat, zu besuchen. Die Aufgabe unserer Kirche ist es, solche Art von Hilfen anzubieten, und sie tut hilft auch. Wir bieten auch viele andere, ähnliche Seminare für solche Dinge an - die wir Ihnen zur Verfügung stellen können -, die Sie verwenden können, biblische Wahrheit mit Ihrer Umgebung zu teilen. Kinder ordentlich zu erziehen. Jesu Lehre in Bezug auf gesunde Beziehungen. Wie man sein Geld richtig verwalten kann. Die Bibel sagt eine große Menge über Sachen, die Leute wirklich interessieren. Es ist unsere Aufgabe, sie ihnen nahe zu bringen. Auch unsere Gottesdienste fallen in diese Kategorie. Es ist mein Ziel, mit jeder Predigt die Anwendung einer bestimmten biblischen Idee auf Dinge, welche die Menschen im Alltag interessieren, aufzuzeigen. Ich möchte, dass diese Kirche zu einem Ort wird, zu dem Sie Ihre Freunde einladen können, wo sie praktische Weisheit für ein gutes Leben erhalten können.
Es gibt auch andere Beziehungen, wo die andere Person geistliche Fragen hat. Die meisten Leute sind einige Male während ihres Lebens und aus verschiedenen Gründen hier, aber sie suchen den endgültigen Sinn des Lebens und Antworten auf tiefe Fragen. Bei diesen Leuten bedeutet, Saat auszusäen, das Evangelium zu übermitteln. Sagen Sie ihnen, dass Jesus eine Antwort auf alle jene tiefen Fragen gab, und, wenn sie interessiert sind, sagen Sie ihnen, was er sagte. Sagen Sie ihnen, dass Jesus eine völlig neue Lebensart jedem ermöglicht, der ihm vertrauen und folgen möchte. Wenn Sie kein großartiger Erzähler sind, gut. Laden Sie sie stattdessen zur Kirche ein. Jeder, der auf diesen Kirchenbänken sitzt, wird diese Botschaft Woche für Woche hören und lässt sie erkennen, welche Rolle sie in verschiedenen Lebensbereichen spielt. Wenn ihnen die Idee eines Gottesdienstes nicht gefällt, laden Sie sie zu Ihrer Kleingruppe oder zu einer Klasse ein. Eine Idee, die wir ins Rollen bringen wollen, ist eine Art „Christentums Klasse, 101“, wo Leute in eine völlig unverfängliche und bescheidene Atmosphäre kommen, um nur die Grundlage zu erfahren, worum es bei Jesus überhaupt geht.
Das sind einige Ideen, was es bedeutet, die Saat der Wahrheit Gottes in Menschen einzupflanzen. Im NT sehen wir, wie die Kirche Ideen aus dem Agrarbereich verwendet, um das Evangelium zu verbreiten:
1.Korinther 3,6-9: "Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat es wachsen lassen. 7 Es zählt also nicht, wer pflanzt oder wer begießt; es kommt alles auf Gott an, der es wachsen lässt. 8 Wir beide arbeiten an demselben Werk: der, der pflanzt, und der, der begießt; doch wird Gott jeden nach seinem persönlichen Einsatz belohnen. 9 Wir sind also Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland....”
Es gibt einige Leute, die Evangelisation ablehnen, weil Gott derjenige ist, der Menschen beruft und zu ihm hin zieht. Das stimmt absolut. Was aber traurig ist, ist, dass diese Leute diese Tatsache als Ausrede benutzen, nichts tun zu müssen. Und das ist falsch. Lassen Sie uns hören, was Jesus dazu zu sagen hat:
Markus 4,26-29: “Zu den versammelten Menschen sagte Jesus: »Mit der neuen Welt [Wörtlich Mit der Königsherrschaft] Gottes ist es wie mit dem Bauern und seiner Saat: Hat er gesät, 27 so geht er nach Hause, legt sich nachts schlafen, steht morgens wieder auf – und das viele Tage lang. Inzwischen geht die Saat auf und wächst; der Bauer weiß nicht wie 28 Ganz von selbst lässt der Boden die Pflanzen wachsen und Frucht bringen. Zuerst kommen die Halme, dann bilden sich die Ähren und schließlich füllen sie sich mit Körnern.”
Sagt der Landwirt etwa: „Gott lässt die Pflanzen wachsen, warum sollte ich dann in diesem Jahr meine Saat aussäen?“ Gut, das mag ein Landwirt tatsächlich einmal so gesagt haben. Aber ich wette, dass er seinen Bauernhof ziemlich schnell verlor. Nein, der Landwirt kennt seine Rolle in dieser Arbeit. Er bereitet den Erdboden in der Weise vor, dass er ihn kultiviert, und dann sät er seine Saat aus. Als Fachmann sät er sie in der genau richtigen Tiefe, im richtigen Erdboden und zur richtigen Jahreszeit. Und dann, ohne Rücksicht auf sein weiteres Tun, beginnt sein Feld zu grünen, und seine Ernte wächst heran. Er kann Vertrauen auf die Keimfähigkeit der Saat haben. So ist es auch, wenn wir die Saat des Wortes ins Leben der Menschen pflanzen. Wir pflanzen Gottes Wort, weil es unsere Verantwortung ist. Und wir vertrauen auf die Kraft des Wortes, dass es in jemandes Herz und Verstand weiter wirkt. Niemand kommt jemals zum vertrauenden Glauben an Christus, weil Sie in Ihrer Präsentation des Evangeliums so gewitzt oder ein Experte in der Verteidigung der Lehre waren. Wir besitzen solche Kraft nicht. Aber Gott tut es. Und Gott lässt seine Kraft durch sein Wort des Evangeliums wirken. Ihre Aufgabe soll nur darin bestehen, es in jemandes Verstand zu transportieren und dort einzupflanzen. Und das bedeutet Arbeit. Oftmals versuchen Sie es dort einzupflanzen, aber es hüpft Ihnen sofort davon. Ihre Aufgabe ist es dann, es ein anderes Mal und vielleicht auf eine andere Weise wieder zu versuchen. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere Beziehungen gewissenhaft zu kultivieren und das Evangelium einzupflanzen. Das ist die Aufgabe des Landwirts. Aber Gott lässt die Saat wachsen.
IHR NÄCHSTER SCHRITT:
“Habe ich Freunde, die nicht wissen, dass ich ein Christ bin?” Zeigen Sie Flagge in dieser Woche.
“Kämpft einer meiner Freunde mit einem Problem, bei dem Gott mir schon einmal geholfen hat?” Erzählen Sie ihm Ihre Geschichte.
“Verlangt einer meiner Freunde nach geistlichen Dingen?” Sprechen Sie mit ihm über Jesus.
Wenn die Wachstumsphase beendet ist, ist es an der Zeit, dass der Landwirt eine andere Arbeit ausführen muss.
Vers 29: “Sobald das Korn reif ist, schickt der Bauer die Schnitter, denn es ist Zeit zum Ernten.”
Wir kultivieren und pflanzen und Gott lässt wachsen. Dann ist es unsere Aufgabe, hinzugehen und zu ernten. Das ist die dritte Phase, Christus mit anderen zu teilen:
3. Bringen Sie die neue Glaubensernte Gottes ein
Für Landwirte ist die Erntezeit zwischen August und September die aufregendste Zeit des Jahres. Dann zahlt sich die ganze Vorjahresarbeit aus. Sie haben Stunden und Stunden auf dem Traktor verbracht, die Erde kultiviert und vorbereitet. Sie haben weitere Stunden verbracht, die Saat auf die genau richtige Weise auszusäen. Sie haben den ganzen Sommer die Ernten aufmerksam beobachtet. Sie haben Dürre und Flut, Insekten und Unkraut wahrgenommen und getan, was Sie tun konnten, damit Ihre wachsende Ernte gesund erhalten blieb. Aber jetzt ist es an der Zeit zu ernten und alles in die Scheune einzufahren. Wie in der Landwirtschaft so ist auch beim Evangelisieren das Einbringen der Ernte der aufregendste Teil des Prozesses. Zu Ernten bedeutet, einer Person zu helfen, diesen Schritt aus der Position, kein Christ zu sein zu der ein Christ zu sein, zu machen. In Jesu irdischem Dienst gipfelte das in seinem Aufruf: „Folge mir nach!“. Und dann folgte ihm die Person - oder nicht. Es geht einzig um diese Entscheidung des Erntens. Lassen Sie uns hören, was Jesus zum Ernten zu sagen hat:
Matthäus 9,36-38: " Als er die vielen Menschen sah, ergriff ihn das Mitleid, denn sie waren so hilflos und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben 37 Darum sagte er zu seinen Jüngern*: »Hier wartet eine reiche Ernte, aber es gibt nicht genug Menschen, die helfen, sie einzubringen. 38 Bittet den Herrn, dem diese Ernte gehört, dass er die nötigen Leute schickt!”
Auf dem Bauernhof meines Vaters, wo ich einen bedeutsamen Teil meiner Kindheit verbrachte, hatten wir einige Apfelbäume im Hof. Meine Aufgabe bestand darin, während des Sommers die Äpfel zu ernten. Ich ging durch das Fallobst, um es zu sortieren. Die beschädigten Äpfel fütterte ich den Schweinen und Pferden. Die guten Äpfel brachte ich ins Haus zum Kuchenbacken. Wollten wir aber Essäpfel haben, nahmen wir nicht die auf den Boden gefallenen; dafür pflückte ich sie direkt vom Baum. Diese Lektion habe ich sehr schnell gelernt: Wenn Sie einen Apfel vom Baum reißen müssen, um ihn abzubekommen, bedeutet das, dass er noch nicht die Reife hat, um gepflückt zu werden. Wenn ein Apfel pflückreif ist, brauchen Sie ihn kaum zu berühren - er fällt Ihnen einfach in die Hand. Wenn Sie Ihr Handwerk verstehen, dann ist Ernten eine einfache Arbeit.
Und das war die Tragödie, auf die Jesus sich bezog. Ernten ist eine so einfache Arbeit, aber es gab nicht genug Arbeiter, um einfach hinauszugehen und die Ernte in die Scheune einzubringen. Sie waren von Leuten umgeben, die so gut darauf vorbereitet waren, ein neues Leben im Königreich Gottes zu beginnen. Man brauchte ihnen nur die Grundidee zu geben, und sofort reagierten sie. Also drängte Jesus seine Jünger zu beten, dass mehr Erntearbeiter ausgeschickt würden. Und wissen Sie, was er als nächstes tat? Jesus versammelte seine 12 Jünger um sich und schickte sie aus, um zu ernten. Wenn Sie die Geschichte lesen, sehen Sie, dass sie nicht viel mit Kultivieren oder Säen zu tun hatten. Bedeutet das, dass ein Kultivieren und Pflanzen nie stattfand? Nein, es bedeutet, dass diese Arbeit schon gemacht worden war. Lassen Sie uns zu Johannes 4 gehen:
Johannes 4,35-38: "Ihr denkt, wie es im Sprichwort heißt: 'Zwischen Saat und Ernte liegen vier Monate!' Aber ich sage euch: Macht die Augen auf und seht euch die Felder an! Das Korn ist schon reif für die Ernte 36 Er, der sie einbringt, erhält schon jetzt seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben. Er freut sich zur gleichen Zeit wie der, der gesät hat. 37 Aber das andere Sprichwort, das trifft zu: 'Einer sät und ein anderer erntet.' 38 Denn ich habe euch zum Ernten auf ein Feld geschickt, auf dem ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben sich vor euch dort abgemüht, ihr braucht ihre Arbeit nur weiterzuführen.”
Dies trifft fürs Evangelisieren weitestgehend zu. Es ist ein Prozess mit vielen Schritten, und die Schritte werden oft von verschiedenen Leuten vollzogen. Gott verwendet oft 5 verschiedene Christen, um eine Person zu kultivieren, dann verwendet er 3 verschiedene Christen, um das Wort in ihm zu pflanzen, und dann vielleicht einen völlig anderen Christen, um zu ernten. Es ist eine gewaltige Teamarbeit, die manchmal Jahre dauert, und die verschiedenen Arbeiter kennen einander nicht unbedingt einmal. Aber Gott koordiniert das Ganze. Zu dem jungen Paar, das ich zuvor erwähnte. Karen und ich schlossen Freundschaft mit ihnen und hatten etwa 2 Jahre lang öfters Gelegenheit, ihnen Gottes Wort in ihr Leben einzupflanzen. Am Ende dieser Zeit hatten sie eine viel günstigere Zuneigung zu Christen. Sie hatten auch ein klareres Bild von Jesus und seiner Botschaft. Aber dann zogen sie vor etwa 6 Monaten nach Minneapolis - wir haben sie seitdem nicht mehr gesehen. Wir konnten die Ernte nicht einbringen, aber es ist nicht unsere Sache, uns zu sorgen, weil sie in Gottes Händen sind, und dort sind sie wunderbar aufgehoben. Wir beten, dass Gott ihnen christliche Freunde in ihrem neuen Haus gibt, welche die Arbeit fortsetzen können. So können sich dann Sämann und Schnitter miteinander freuen.
Wie funktioniert ernten? Wenn Gott eine Person erntet, bedeutet es, dass sie Jesus bewusst vertraut, sie von ihrem Durcheinander zu retten, das sie in ihrem Leben angerichtet hat, und sie sich entscheidet, ihm auf dem neuen Lebensweg zu folgen. Man nennt das gewöhnlich: jemand vertraut auf Jesus als Retter und Herrn. Das ist die Bedeutung. Und es ist bei jedem Menschen etwas anders. Mancher durchläuft den ganzen Prozess vielleicht ganz allein mit Gott. So war es bei mir, als ich das Heidentum verließ und ein Anhänger von Jesus wurde. Bei einem anderer geschieht dies vielleicht durch Konversation auf einer eins zu eins Ebene oder in einer Kleingruppe. Eine Dame in Mason Stadt verbrachte ein paar Jahre, um eine Beziehung zu einem jungen Mann aufzubauen; sie hatte gepflanzt, wo sie nur konnte. Dann bat sie uns um Hilfe für den nächsten Schritt. Und so begannen wir, uns mit diesem jungen Mann zu treffen, um seine Fragen über den Glauben zu beantworteten. Er schien es bereitwillig zu akzeptieren. Und dann, eines Tages, als wir bei ihm waren, fühlte ich, wie mich der Geist anstieß, ihn aufzufordern, den Schritt tatsächlich zu tun. Ich sagte: „Sie scheinen diese Ideen wirklich zu begreifen. Sie wissen, dass Gott Ihr Freund sein will, und dieser Gedanke scheint Ihnen zu gefallen. Wenn Sie möchten, könnten Sie in diesem Augenblick sein Freund werden. Möchten Sie das oder möchten Sie sich lieber noch etwas Zeit lassen?" Er sagte: „ich denke, dass ich das möchte." Ich leitete ihn in einem Übergabegebet. Manchmal fällt eine solche Entscheidung während eines Gottesdienstes. Sie kommen ein paar Mal zur Kirche, um das Christentum kennen zu lernen. Plötzlich weckt eine Predigt oder ein Lied ein Schuldbewusstsein, und sie entscheiden sich, auf den Zug zu springen. Es könnte so sein, das nur etwas in ihnen geschieht, und sie möchten es nicht jedem am Ort sagen. Oder es geschieht in aller Öffentlichkeit. Ich benutze dazu gerne das Abendmahl. Wenn wir das Abendmahl halten und jemand ist anwesend, der möglicherweise kein Christ ist, erkläre ich einfach, dass das Brot und der Wein für Anhänger von Jesus sind. Aber ich sage: wenn Sie noch kein Christ sind, heute aber beginnen möchten, im Glauben an Jesus zu leben, Sie heraufkommen und das Abendmahl als Ihren ersten Schritt nehmen können. Etwas Interessantes geschieht hier oft: jemand beginnt, auf Jesus als seinen Herrn und Retter zu vertrauen, ohne das gleich zu realisieren. Es könnte sein, dass ein Sucher schon längere Zeit eine Kirche besucht, die Bibel kennenlernt, Jesu Lebensweg ausprobiert und seine Lehren lernt. Eines Tages stellt er fest, dass er tatsächlich das ganze Zeug schon eine Zeitlang glaubt. So war es bei mir. Einige Leute kennen genau das Datum, an dem sie ein Anhänger von Christus wurden. Ich nicht. Ich weiß nur, dass ich zu einem Zeitpunkt keiner war und dann zu einem anderen Zeitpunkt, mehrere Monate später, war ich ein Anhänger, und ich merkte, dass ich es schon für einige Zeit gewesen war.
Die Erfahrung, von Gott geerntet zu werden, ist ein sehr individueller Prozess. Unsere Kirche muss eine Gemeinschaft werden, die Menschen ermutigt und ihnen hilft, den jeweils für sie geeigneten Schritt zu tun. Das bedeutet sicherzustellen, dass wir das Evangelium in jedem Gottesdienst glasklar machen und dass wir es erklären, dass jede Person eine Entscheidung für oder gegen Christus treffen muss. Wir tun niemand einen Gefallen, wenn wir ihm den falschen Eindruck geben, dass es nicht wichtig ist, wenn sie ihr ganzes Leben lang auf dem Zaun sitzen. Wir müssen eine Kirche sein, in der jedes Mitglied das Evangelium kennt und es jemandem erklären kann, der es zuvor nie gehört hat. Wenn ein nicht geretteter Freund morgen zu Ihnen käme und sagte: „was ist dieses Evangelium, über das Ihr Christen immer redet?" Wüssten Sie die Antwort? Oder wenn er das Evangelium hörte und sagte: "klingt gut; Ich möchte ein Christ werden". Wüssten Sie ihm zu helfen? Es ist die Aufgabe unserer Kirche, Sie in jenen Grundfertigkeiten auszubilden.. Da Gott Ihnen Leute über den Weg sendet, möchten Sie doch für sie bereit sein. Zu unserer Evangelisationsklasse gehört auch das Erlernen und die Ausübung dieser Fertigkeiten. Wenn Sie in Eile sind und dieses jetzt, in diesem Augenblick lernen wollen, kommen Sie einfach nachher zu mir. Geben Sie mir 15 Minuten, und ich kann Sie lehren, jemandem eine grundlegende Darstellung des Evangeliums zu geben und jemanden zu Christus zu führen.
IHR NÄCHSTER SCHRITT:
Fragen Sie Gott, ob es irgendjemanden in Ihrem Leben gibt, der für die Ernte reif ist. Es könnte einfach jemand sein, der Ihnen nahe steht und der an Jesus interessiert ist und der nur etwas Hilfe braucht, um das Evangelium zu verstehen und eine Einladung zu hören, zum Kreuz zu kommen - wie ein reifer Apfel, der uns einfach in die Hand fällt. Oder vielleicht gibt es keinen solchen in Ihrer Nähe. Wenn Sie Gott bitten, könnte er Sie genau auf eine besondere Person stoßen lassen, mit der Sie eine Konversation anfangen können.
Zusammenfassung:
Christus mit anderen zu teilen, soll Teil Ihres Lebens sein. Jesus berief Sie, sein Jünger zu sein. Ein Jünger zu sein bedeutet, dass Sie wiederum aus anderen Jünger machen. Wir haben einen 3 Schritte Prozess kennen gelernt, jemandem in dem Prozess, zum vertrauenden Glauben zu gelangen, zu helfen:
1. Kultivieren Sie Beziehungen zu nicht an Gott Glaubenden
2. Säen Sie die Wahrheit Gottes aus.
3. Bringen Sie die neue Glaubensernte Gottes ein.
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
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Autor: John Stonecypher, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Textbearbeitung:Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
Foto: www.sxc.hu
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