Hartwig Henkel: Vorbereitung auf Gottes Finale

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Es ist von größter Wichtigkeit, dass wir das aktuelle Handeln Gottes an der Gemeinde und der Welt verstehen, um in richtiger Weise mit dem Herrn zusammenarbeiten zu können. Und dies [tut] als solche, die die Zeit erkennen, daß die Stunde schon da ist, daß ihr aus dem Schlaf aufwacht! Denn jetzt ist unsere Rettung näher, als da wir zum Glauben kamen. Römer 13,11
Das Wort "Schlaf" kann auch "träge Untätigkeit" bedeuten. Angesichts all der Dinge, die vom Herrn selbst und den Propheten angekündigt worden sind und die jetzt um uns herum geschehen, dürfen wir nicht untätig sein. Der Prophet Jesaja spricht von einem "blinden und tauben Knecht des Herrn", der vieles gesehen und doch nicht beachtet hat. Ist das nicht ein Bild für uns als Volk Gottes? Uralte Prophetien erfüllen sich vor unseren Augen, aber anstatt dass unser Eifer durch diese Gewißheit immer feuriger wird, sieht es zur Zeit so aus, als würden wir immer apathischer.
Vieles gesehen, aber nicht beachtet
Naturkatastrophen geschehen immer häufiger und heftiger.
Die von Christus prophezeite Gesetzlosigkeit wächst immer weiter an. Sünde wird ein positiver Begriff, mit dem man jetzt Werbung machen kann.
Im Jahr 1973 bekam David Wilkerson eine Vision, ein warnendes Wort vom Herrn für die westliche Christenheit. Als Neubekehrter las ich kurz darauf diese Vision. Die dort vorhergesagten Ereignisse schienen mir unvorstellbar zu sein, weit weg in der dunklen Zukunft der Endzeit. Vieles von dem damals Prophezeiten ist heute, dreißig Jahre später, bereits eingetroffen. In dem Abschnitt "Eine Flut von Schmutz" kündigte Wilkerson damals einen moralischen Erdrutsch in den Medien und der ganzen Gesellschaft an. Heute mutet dieser Teil der Vision fast harmlos an, weil die Realität in den Medien schlimmer ist als in der Vision beschrieben. Sexuelle Unmoral im Fernsehen zur besten Sendezeit ist heute etwas Alltägliches geworden.
Aber wer nimmt sich die Zeit, diesen Zustand einmal mit früheren Zeiten zu vergleichen und daraus Schlüsse zu ziehen? Der Geist der Welt sagt: "Warum aufregen? Es war doch schon immer so!" Unaufgefordert bekam ich kürzlich Emails, in denen für Websites geworben wurde, die Frauen beim Sex mit Tieren zeigen.
Vor unseren Augen können wir sehen, wie sich die Hure formiert, aber gleichzeitig gibt es auch Anzeichen, dass sich die Braut Christi bereitet.
Auf dem Kirchentag in Berlin sprach der Dalai Lama, der sich als führender Buddhist mit "Seine Heiligkeit" anreden läßt. Spitzenfunktionäre der evangelischen Kirche befürworten die Segnung der sogenannten "Homo-Ehe" und erdreisten sich, unserem Volk einen Jesus zu predigen, der solche Segnungen selbst vornehmen würde, wenn er heute unter uns leben würde. Ein evangelischer Fernsehpfarrer präsentiert seinem Millionen-Publikum spiritistische Medien und Menschen, die in inniger Verbindung mit Verstorbenen leben. Die Zuschauer werden getäuscht, indem der Eindruck erweckt wird, solche Gräuel seien mit dem christlichen Glauben vereinbar, denn schließlich kommt es ja von einem studierten, anerkannten Pfarrer, dem keinesfalls kirchendisziplinarische Konsequenzen angedroht sind. Aber das Schlimmste bei all dem ist, dass wir als Nachfolger des Sohnes Gottes angesichts solcher Gotteslästerungen kaum empört sind und nicht zum Herrn schreien, um das Gericht Gottes durch eine nationale Erweckung zu verhindern.
Woher kommt diese Gedankenlosigkeit?
Die Gemeinde steht unter massivem Beschuss des Feindes. Sie erleidet Angriffe vom Geist der Welt, der die Wahrnehmung der Realität verhindert und so die Gemeinde vernebeln und in einer falschen Sicherheit wiegen will. "Diese Dinge gab es schon immer. Das ist nichts Neues. Kein Grund zur Besorgnis." säuselt uns der Geist der Welt ins Ohr. Kaum jemand scheint sich daran zu erinnern, das es noch vor vierzig Jahren ein Skandal war, wenn ein unverheiratetes Paar zusammenlebte oder gar ein uneheliches Baby zur Welt kam oder dass es noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen wäre, dass sich ein führender Politiker stolz zu seiner Homosexualität bekennt und dafür Applaus vom Parlament erhält.
Der Geist der Welt will uns Gläubige wegziehen von unserer Aufrichtigkeit und Hingabe gegenüber unserem Gott. (2. Korinther 11,2-3) Stattdessen lockt er mit einem Lebensstil, der gekennzeichnet ist von Bequemlichkeit, Trachten nach Vergnügungen, Kompromiß, falscher Toleranz und falscher Liebe. Es ist der Geist des Humanismus, der den Menschen mit seinen Bedürfnissen zum Mittelpunkt einer pseudo-christlichen Botschaft in einer ebensolchen Gemeinde macht.
Als Folge der Aktivitäten dieses Geistes nimmt die Toleranz gegenüber vorsätzlicher und mutwilliger Sünde immer mehr zu, auch in den Gemeinden, die von sich sagen, "wir folgen Jesus Christus nach auf der Grundlage des Wortes Gottes".
Was Paulus heute nicht mehr sagen würde
Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden. (2. Timotheus 4, 3-4)
Paulus könnte heute nicht mehr sagen: "Es wird eine Zeit sein..." Diese prophetisch angekündigte Zeit ist HEUTE! Immer häufiger erleben wir, dass sich Gläubige von der Wahrheit abwenden und sich menschlichen Erfindungen zuwenden.
Ja, sogar Lehren von Dämonen (1. Timotheus 4, 1) sind heute in der Gemeinde zu finden, und zwar nicht nur in extremen Randgruppen des christlichen Spektrums, sondern in allgemein akzeptierten Denominationen. Beispielsweise werden die Jungfrauengeburt, die Schöpfung oder die Gaben des Geistes geleugnet, um nur einige solcher Lehren von Dämonen aufzuzählen. Kein Wunder, dass die Warnung vor Verführung ein wichtiger Punkt der Endzeitlehren von Jesus und den Aposteln darstellt.
Wer diese prophetischen Warnungen nicht ernst nimmt und es nicht für möglich hält, dass er selbst ein Opfer der Verführung werden könnte, wiegt sich in falscher Sicherheit und ist in großer Gefahr.
Wir müssen aufwachen aus dem Schlaf unserer falschen Zuversicht, die Güte Gottes würde schon dafür sorgen, dass uns nichts geschieht! Wir müssen die Gefahren klar erkennen und uns heute mit aller Entschiedenheit danach ausstrecken, Gottes Schutz vor Verführung kennen zu lernen und in unserem Leben zu etablieren, damit wir morgen kein böses Erwachen erleben.
Unsere einzige Chance: wachen und beten
Es gibt nur einen Weg, wie wir aus dem Würgegriff des Geistes der Welt herauskommen. Wir müssen die Zusammenarbeit mit diesem einschläfernden, tödlichen Einfluß abbrechen und uns dem Heiligen Geist hingeben.
Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. (Markus 4, 38)
Wachen bedeutet, im Licht des Wortes Gottes aufmerksam die Dinge zu beobachten, die um uns herum, aber auch mit uns selbst geschehen. Wer wacht, ist entschlossen, sich jedem Einfluß zu entziehen, der ihn vom Weg der echten Nachfolge abbringen könnte. Paulus mahnt uns, sehr genau unseren Lebensstil anzuschauen und die Zeit nicht zu vertrödeln. (Epheser 5, 15-16) Es ist sehr Augen öffnend, das eigene Leben anzuschauen und sich zu fragen: "Was mache ich überhaupt? Warum mache ich es? Wie paßt das mit meinen geistlichen Prioritäten zusammen, die ich mir gesetzt habe? Vertiefen diese Aktivitäten meine Liebe zum Herrn oder bringen sie mich weiter weg von Ihm?"
Wenn wir uns das Gesetz von Saat und Ernte vor Augen halten, wie es Paulus in Galater 6, 7-8 beschreibt, wird es für uns eine sehr motivierende Kraft freisetzen. Wenn wir uns bei unseren Freizeitaktivitäten klar machen, welche Auswirkungen unsere Beschäftigungen auf unser geistliches Leben haben, werden wir lernen, uns fernzuhalten von den Dingen der Welt.
Eine mangelnde Wachsamkeit in Bezug auf die geistlichen Entwicklungen entsteht nicht nur durch unbereinigte "schwerwiegende Sünden", nein, auch ein "ganz normaler" Lebensstil, der sich nur um die Dinge des Alltags dreht, führt dazu, dass wir blind und schläfrig werden und die Zeiten nicht mehr erkennen können. "Sorglos und unvorbereitet" - das sind die Merkmale, mit denen Jesus die Menschen in den Tagen vor Seiner Wiederkunft beschreibt.
Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. (Lukas 17, 28-30)
Was ist denn verkehrt am Essen, Trinken, Kaufen oder Bauen? Gar nichts! Wovor Jesus warnt, ist ein Lebensstil, bei dem es nur oder zuerst um die Dinge des persönlichen Lebens geht und bei dem ein Warten auf das kommende Reich und eine Sehnsucht nach der Wiederkunft des Herrn keine tragende Rolle spielt.
Es wäre ein schwerwiegender Irrtum, wenn wir meinen, diese Warnung vor der Blindheit und der Unfähigkeit, Gottes Zeitplan zu erkennen, gelte nur den Ungläubigen. Die bloße Tatsache, dass wir an Jesus glauben, rettet uns nicht davor, unvorbereitet mit der Wiederkunft des Herrn konfrontiert zu werden, sondern nur ein Leben in Wachsamkeit, dass sich nicht in den Dingen des Lebens verliert. Die Fähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen, hat überhaupt nichts mit unserem Intellekt zu tun, sondern mit dem Zustand unseres Herzens.
Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Lebenssorgen und jener Tag plötzlich über euch hereinbricht wie ein Fallstrick! Denn er wird über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden ansässig sind.
Wacht nun und betet zu aller Zeit, daß ihr imstande seid, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen! (Lukas 21, 34-36)
Wachen und Beten ist der einzige Ausweg aus dem Betrug des Geistes der Welt, den der Herr uns weist.
Wenn unser Herz durch materiellen Genuß und Lebenssorgen beschwert wird, ist es einfach nicht in der Lage, wachsam zu sein und für das Kommen des Reiches Gottes zu kämpfen. Ein Herz, das gefüllt ist mit den Bildern und der Musik der Welt, wird nicht Raum machen können für heilige Verzweiflung, ernsthaftes Gebet, Fasten und tiefe Sehnsucht nach dem Kommen des Herrn. Wir würden nicht empfindsam sein können für das Reden des Heiligen Geistes. Die gleiche Warnung finden wir auch in dem bekannten Gleichnis vom vierfachen Acker, mit dem der Herr uns sehr praktische Anleitungen gibt, wie wir unser Herz bewahren können (Sprüche 4, 23), damit es durch das Wort Gottes Frucht bringt.
Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die, die das Wort gehört haben, und die Sorgen der Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht. (Markus 4, 18-19)
Warum sprach der Herr mit Abraham über die Zerstörung von Sodom und Gomorra, und nicht direkt mit Lot, der doch dort wohnte? Lot und seine Familie waren längst beeinflußt und gefangen genommen von den Dingen, die das Gericht Gottes herbeiführten. Sie konnten die Stimme des Herrn nicht mehr hören, weil ihr Herz bereits verhärtet war durch den Betrug der Sünde.(Hebräer 3, 13) Als Lots Frau mit völliger Gewißheit wußte, dass die Zerstörung kommen würde, war es bereits zu spät, die Anziehungskraft Sodoms aus ihrem Herzen zu vertreiben.
Es ist eine unangenehme, aber lebensrettende Wahrheit, dass es ein "Zu Spät" gibt. Das Gleichnis von den beiden Häusern, eines auf den Felsen und das andere auf Sand gebaut, ist ein Beispiel für die Warnung vor einem "Zu spät". Beide Bauherren hatten Zeit, sich um die Fundamente zu kümmern. Als die Flut zu beiden kam, gab es keine Zeit mehr, etwas nachzubessern. Vor der Flut sahen beide Häuser gleich gut aus, aber die Flut machte offenbar, welches Haus sicher gebaut war.
JETZT ist für uns die Stunde der Vorbereitung auf die dunkelste Stunde der Menschheit, die zugleich die strahlendste Stunde der Brautgemeinde und der großen Ernte sein wird.
Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jesaja 60, 1-2)
Der Herr fordert uns auf, aus der Passivität aufzustehen und uns Seinem reinigenden Licht entgegenzustrecken.
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Dieser Artikel wird fortgesetzt unter dem Titel "Macht Bahn! Bahnt einen Weg!"
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Ein Artikel von </FONT><FONT size=2>www.glaube.de</FONT><FONT size=2>
Used by permission. Mit freundlicher Genehmigung für Glaube.de
Quelle: Hand in Hand, </FONT><FONT size=2>www.hand-in-hand.org</FONT><FONT size=2>
Autor: Hartwig Henkel
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