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20-01-05

Dr. Arnd Kischkel: Das Jahr 2005 - Lass Dich anstecken vom Feuer!

Als ich im Blick auf das kommende Jahr 2005 betete, hatte ich den bildhaften Eindruck von einer Schlucht, einem Abgrund bzw. einem Canyon, über den eine sehr elastische, schwingungsfähige und belastbare Brücke führte.


Diese Brücke schien neu installiert worden zu sein und das Besondere an ihr war, dass sie mit vielen Bändern und Seilen vom Himmel her gehalten wurde.

Dann sah ich Leute, die sich auf diese Brücke vorwagten. Sie schienen langsam Vertrauen zu fassen und sich im Glauben Schritt für Schritt über den Abgrund zu wagen. Und sie stellten fest, dass die Brücke wirklich hielt, auch wenn sie auf der Erde kaum befestigt war.

Ich bekam dazu die Bibelstelle aus Psalm 84, 6-13:
"Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.
Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!
Gott, unser Schild, schaue doch; sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre.
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!"

In unserer Gesellschaft wird man im kommenden Jahr vor allem versuchen, Absicherungen und Befestigungen weiter auszubauen. Aber in diesem ganzen Bemühen werden sich die Gräben und Abgründe nur noch mehr ausweiten.

Seinen Kindern verheißt der Herr jedoch, dass sie in dieser Zeit leichter schmerzhafte Trennungen überwinden können. Und auch Bereiche, wo es durch den Feind zu jahrelangen Gebundenheiten kam, können in der Kraft des Heiligen Geistes mit einem Mal zurückgewonnen werden.

Es gibt zwei Bereiche, in die ganz besonders die Gemeinde mehr hineinwachsen soll. Dabei geht es zum einen darum, dass die Verantwortlichen Schlüsselpositionen im Reich Gottes erkennen und im Glauben einnehmen. Zum Beispiel braucht es im Leib Jesu Wächter, die erkennen, was Gott zeichenhaft und in geistlicher Einheit bewegen möchte. Im Jahr 2005 habe ich den Eindruck, dass es zum Beispiel darum gehen wird, auf Konferenzen und Tagungen und in Gemeindeversammlungen geistliches Wachstum zu fördern, anzuregen und miteinander zu überlegen, welche Mitarbeiter als Katalysatoren für andere eingesetzt und beauftragt werden können.

Geistliches Wachstum benötigen die Mitarbeiter heute vor allem in den Bereichen geistliche Kampfführung, Training der übernatürlichen Geistesgaben, Unterscheidung der Geister sowie der Vertiefung der persönlichen Beziehung zu Jesus.

Der Heilige Geist möchte Tiefbohrungen durchführen, er möchte seine Leute tiefer in ihrem Herzen mit dem lebendigen Wasser in Berührung bringen. Das Volk Gottes soll mehr ruhen in der Kraft Gottes. So wie es im Psalm 1,3 heißt:

"Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter in verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl."

Zum anderen soll die Gemeinde insgesamt auf ihrer Wanderschaft in einen neuen Abschnitt geführt werden. Diesen neuen Abschnitt könnte man ganz schlicht mit der Überschrift "Salbung durch den Heiligen Geist" titulieren. Der Heilige Geist bestätigt immer da Dienste und Projekte, wo sie ganz im hingegebenen Glauben an Jesus vorbereitet und durchgeführt werden. Gerade in diesem hörenden Vorbereiten und kindlich gehorsamen Tun möchte der Herr ein neues Kapitel aufschlagen.

In das Hören soll eine große Klarheit hineinkommen und im Tun soll die Kraft Gottes sehr unmittelbar hervortreten. Es gibt im Jahr 2005 einige Weichenstellungen, die auf die Verantwortlichen in der Gemeinde zukommen werden. Dies ist vor allem die Frage, denke ich im Blick auf meine Gemeinde eher regional oder überregional. Gehe ich im Blick auf die Möglichkeiten der weiteren Entwicklung mehr von den bisherigen Erfahrungen aus, oder glaube ich, dass der Heilige Geist im Moment dabei ist, die Türen zu einem leichteren, entspannteren und mehr auf gegenseitiger Vernetzung begründeten Dienst aufzutun? Je größer das reale und das erwartete und geglaubte Beziehungsnetz einer Gemeinde ist, umso mehr wird dem Wirken Gottes Raum gegeben.

Das erinnert an das Wort von Jesaja, 54,2: "Mache den Raum deines Zeltes weit und breite aus die Decken deiner Wohnstadt; spare nicht! Spann deine Seile lang und stecke deine Pflöcke fest!" Wir sollen heute lernen, die Pflöcke unseres Zeltes über das gewohnte Maß hinaus zu stecken, auch über das benötigte Maß hinaus. Gott möchte es mit seiner Liebe und dem, was er vorbereitet hat, ausfüllen. Ringsum die Gemeinde werden Zweifel, Sorgen und Ängste zunehmen, aber für seine Braut zündet der Herr ein wärmendes, schützendes und ermutigendes Feuer an. Und dies wird mit der Zeit eine immer stärkere Anziehungskraft gewinnen. Lassen wir uns von diesem Feuer gefangen nehmen? Lassen wir uns herbeilocken? Laden wir andere ein. Sind wir begeistert von dieser Flamme? Tragen wir sie weiter?


09.1.05




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Ein Artikel von www.glaube.de
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Genehmigung der Autoren bzw. Glaube.de.
Textbearbeitung: Susanne Dwehus / Redaktionsmitarbeiterin
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Autor: Dr. Arnd Kischkel
Dr. Arnd Kischkel ist Arzt und Psychotherapeut in der christlichen
De’Ignis Fachklinik in Egenhausen.
Er ist zudem in Seminaren im Bereich innere Heilung und im Gebet für
Deutschland ("Wächterruf") engagiert. www.gebetswaechter.de
Foto: www.gebetswaechter.de
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