Andreas Hübner: Der größte Sieg!

Aber daran glaubte nach Seiner Kreuzigung zunächst niemand. Niemand konnte sich vorstellen, daß diese Prophetie Wirklichkeit werden würde. Wahrscheinlich dachten sie nicht einmal mehr daran. Immer wieder hatte Jesus Christus Seinen Jüngern erklärt, daß Er nach drei Tagen und drei Nächten von den Toten auferstehen würde, doch nach Seiner Kreuzigung waren ihre Herzen nur noch mit Verzweiflung und Trauer erfüllt - Verzweiflung und Trauer, die die Worte, die Jesus zuvor zu ihnen gesprochen hatte, aus ihren Herzen verdrängten.
Als Maria Magdalena sah, daß der Stein von dem Felsengrab hinweggerollt war, rief sie nicht etwa voller Jubel aus: "Halleluja, der Herr ist auferstanden!", sondern sie lief zu Petrus und sagte: "Sie haben den Herrn aus der Gruft genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!" (Johannes 20,2). Tatsächlich waren selbst die engsten Anhänger Jesu so sehr mit Blindheit geschlagen, daß sie Ihn nicht einmal erkannten, als Er nach Seiner Auferstehung auf dem Weg nach Emmaus leibhaftig vor ihnen stand: "Und es begab sich, während sie miteinander redeten und sich besprachen, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber wurden gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. Und er sprach zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr unterwegs miteinander wechselt, und seid so traurig? ... Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren! Wie langsam ist euer Herz zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!" (Lukas 24,15-17...25). Obwohl Jesus Christus tagtäglich mit ihnen gegangen war und sie gelehrt und versorgt hatte, vermochte die Trauer um Seinen Tod, die Verheißungen um Seine Auferstehung aus ihren Herzen zu löschen. Und selbst als die Jünger nun endlich erkannt hatten, daß Er wahrhaftig von den Toten auferstanden war, und dem Thomas, der an jenem Abend nicht bei ihnen war, davon berichteten, daß sie Jesus gesehen hatten, sprach dieser Thomas immer noch voller Unglauben: "Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und lege meinen Finger in das Nägelmal und lege meine Hand in seine Seite, so glaube ich es nicht!" (Johannes 20,25).
Was hatte die Jünger so blind gemacht für die Realität der Auferstehung des Herrn Jesus Christus? Warum war das Herz von Thomas so sehr erfüllt von Unglauben? - Die Antwort ist: Verzweiflung und Trauer! Ist es nicht eigentlich grotesk, daß die Trauer um genau den, der nun lebendig vor ihnen stand, bewirkt hat, daß sie Ihn nicht erkennen konnten? Deshalb fragte Jesus: "Warum seid ihr so traurig?" (Lukas 24,17). Die Jünger konnten Ihn nicht erkennen, weil ihr Blick nicht auf Ihn gerichtet war, sondern allein auf ihre Niedergeschlagenheit. Sie waren gefangen in dieser Niedergeschlagenheit. Verzweiflung und Trauer hatten sie so fest im Griff, daß sie für nichts anderes mehr Augen und Ohren hatten.
Jesus ist auferstanden! Jesus lebt!
«Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?» 1. Korinther 15,55
"Richte Deinen Blick nicht auf Deine Verzweiflung und Trauer! Schau nicht auf Deine Situation! Laß Dich nicht gefangenhalten in Deinen Umständen und Deiner Niedergeschlagenheit. Schau auf Ihn! Er lebt! Laß Dich nicht mit Blindheit schlagen wie die Jünger, die nicht mehr erkennen konnten, was wirklich war! Für sie war alles aus - in Wirklichkeit war alles gewonnen! Das gilt auch für Dich und Deine Situation." Das ist die Botschaft!
Freudenöl statt Trauer
Was auch immer unser Problem ist - Jesus hat es schon gelöst. Als Maria Magdalena vor dem leeren Grab stand, war es schon gelöst. Und Jesus will, daß wir die Lösung bekommen. Wir dürfen nur nicht vor dem leeren Grab stehen bleiben, eingefangen von der Verzweiflung unserer Situation und der Trauer, daß Er nicht da ist. Er ist da! Wir müssen nur unseren Blick wegwenden von unserer Not und auf Ihn schauen und auf Sein kostbares Wort. Wer auf seine Not schaut, den wird die Verzweiflung mehr und mehr erfüllen, bis er nicht mehr fähig ist, die Verheißungen Jesu zu ergreifen und festzuhalten. Genau wie bei den Jüngern. Verzweiflung wird das Herz eines solchen Menschen so sehr gefangennehmen, daß die Verheißungen des Wortes weggewischt werden.
Jemand, der von Seinem Arzt erfährt, er habe nur noch wenige Tage zu leben, darf nicht der Trauer über diese Botschaft Raum geben, sondern muß aufstehen und rebellieren und Gottes Verheißungen ausrufen: "Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Taten erzählen!" (Psalm 118,17).
Als Jesus Christus den Jüngling von Nain von den Toten auferweckte, war das erste, was Er der Mutter dieses Jungen sagte: "Weine nicht!" "Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich ihrer und sprach zu ihr: Weine nicht!" (Lukas 7,13). "Hör auf zu trauern! Es besteht kein Grund dazu! Ich bin da - und ich löse dein Problem!" Jesus wollte nicht, daß sie der Verzweiflung und Trauer um ihren Sohn auch nur den geringsten Raum in ihrem Herzen einräumt, denn Er war zu ihr gekommen, um ihre Trauer in Freude zu verwandeln. Freudenöl statt Trauer, Schönheit statt Asche - für jeden von uns - dazu ist Jesus gekommen - deshalb war und ist das Felsengrab leer.
Nicht nur Hoffnung - sondern die Lösung
Jesus Christus will Ihrer Not begegnen. Was Ihr Problem auch sein mag - Jesus Christus ist die Lösung! Wenn wir uns im Gebet an Ihn wenden, werden wir nicht enttäuscht. Er ist "El Shaddai", der Gott, der mehr als genug ist. Er ist ein heilender, ein befreiender, ein versorgender Gott! Er zerbricht jede Kette und jede Fessel des Feindes. Er hört und beantwortet Gebet! Jesus Christus beantwortet Gebet, weil Er "derselbe ist, gestern und heute und in Ewigkeit!" (Hebräer 13,8). Wenn Er vor zweitausend Jahren die Kranken geheilt und Tote auferweckt hat, so tut Er das heute auch noch. Wenn Gott in der Zeit des Alten Testaments die Schulden der Witwe mit dem Öl getilgt hat (2. Könige 4), so ist Er auch heute noch ein schuldentilgender Gott.
Gott beantwortet Gebet, weil Er verheißen hat: "Bittet, so wird euch gegeben ..." (Matthäus 7,7).
Gott beantwortet Gebet, weil Jesus Christus gesagt hat: "Wenn zwei von euch übereinkommen werden auf Erden über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel." (Matthäus 18,19).
Gott beantwortet Gebet, damit Er verherrlicht werde: "Vater, verherrliche deinen Namen!" (Johannes 12,28).
Gebet vermag alles - denn Gott vermag alles. Nichts ist unmöglich bei Ihm!
Durch die Auferstehung Christi haben wir nicht nur Hoffnung, sondern die Lösung für jedes erdenkliche Problem! Durch Seinen Kreuzestod und Seine Auferstehung haben wir Leben! Wir brauchen der Verzweiflung keinen Raum zu geben, denn Jesus Christus hat den Feind besiegt. "In Ihm leben wir, in Ihm bewegen wir uns, in Ihm haben wir unser Dasein!" (Apostelg.17,28 übers. King James Version).
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Ein Artikel von www.glaube.de.
Autor: Evangelist Andreas Hübner
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Foto: Andreas Hübner
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