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17-09-09

(Teil 5) Pastor Bayless Conley: Lobpreis mit Einsicht

Die Bibel sagt, wir sollen mit Einsicht preisen. Wir müssen wissen, warum wir tun, was wir tun und auch, was Gott über die Art und Weise sagt, wie wir Ihn anbeten sollen. Und wir müssen verstehen, was potentiell passieren kann, wenn wir so anbeten, wie es die Bibel sagt.


Wir schauen uns sieben verschiedene hebräische Worte an, die in den englischen Bibeln oft nur als preisen übersetzt werden. Eins der Worte bedeutet, die Hände zu Gott zu erheben, ein anderes, ein Dankopfer zu bringen. Ein anderes, sich in Demut vor Gott zu beugen, ein weiteres, lautstark zu preisen. Diese haben wir uns angesehen und ich ermutige Sie, sich die ganze Serie zu besorgen. Geben Sie sie dann dem Anbetungsleiter in Ihrer Gemeinde oder anderen, die sich in Lobpreis und Anbetung engagieren. Es wird Auswirkungen auf die Gemeinde haben. Erstaunliche Dinge geschehen, wenn wir Gott begegnen. Er wohnt im Lobpreis Seines Volkes, sagt die Bibel. Kommen wir nun gemeinsam zum Wort.

In Psalm 47 ist davon die Rede, dass wir mit Einsicht preisen sollen. Gott möchte, dass wir Ihn preisen, aber das sollen wir mit Einsicht tun. Ich bat Sie, Psalm 57 anzusehen. Blättern Sie nicht weiter. Ich habe Ihnen die richtige Stelle genannt. Ich habe keinen Fehler gemacht. Ich beziehe mich nur auf Psalm 47. Ich hörte gerade 500 Seiten rascheln! Singt Ihm mit Einsicht. Gott möchte, dass wir wissen, warum wir Ihn preisen, wie wir Ihn preisen sollen und was potentiell passieren kann, wenn wir Ihn preisen. Wir haben mittwochs das Thema „Lobpreis mit Einsicht" studiert. Ich bin jetzt bei Teil fünf. Einsicht über Lobpreis und Anbetung können wir nur in der Bibel finden. Und ich würde sagen, dass die ersten Christen in der Regel weit mehr Verständnis von Lobpreis und Anbetung hatten, als die meisten Christen heute, weil sie Juden waren. Ein Jahrzehnt lang waren es sogar nur Juden. Erst nach dem Ereignis im Hause des Cornelius in Apostelgeschichte 10 wurde ihnen klar, dass jemand errettet werden kann, der kein Jude war, nicht das Gesetz hielt, nicht beschnitten war u.s.w. Es gab heftigen Streit darüber in Jerusalem. Schließlich willigten sie ein und sagten: „Gott ist größer. Umkehr und neues Leben gibt es auch für die Heiden. Aber es vergingen 10 Jahre bis zu diesem Punkt in Apostelgeschichte 10.     

Ein Jahrzehnt lang bestand die Gemeinde nur aus Juden. Jedes Gemeindemitglied kannte die Psalmen auswendig. Es war das neutestamentliche Gesangsbuch. Ein römischer Geschichtsschreiber nannte die Gläubigen verrückte, Psalmen singende Christen. Jedem Gläubigen in der Gemeinde waren die Strukturen der Anbetung bekannt, die David etablierte. Und jetzt gewann alles tiefere Bedeutung, weil die Hinweise und Symbole in Christus erfüllt worden sind. Die Anbetung veränderte sich, wurde bedeutender, breiter, höher und tiefer als je zuvor. Wir sehen uns sieben verschiedene hebräische Worte an, die in der englischen Bibel häufig nur als „preisen" übersetzt werden. Wenn Sie dann in der englischen Bibel preisen lesen denken Sie spontan an das, was Sie unter preisen verstehen. Aber jedes dieser sieben Worte hat eine ganz besondere spezielle Bedeutung im Hebräischen und beinhaltet Nuancen von Gottes Charakter und verschiedene Arten Seines Eingreifens in das Leben von Menschen. Es beschreibt eine besondere Art und Form der Anbetung. Und wenn ein Jude eins der Worte hörte oder es selbst in der Bibel las, war ihm die Anwendung sofort klar. Es war klar, um welche Art der Anbetung oder des Lobpreises es ging und wie man es ausdrücken kann. Wir sahen uns das Wort ‚Jadah‘ an, was zum Beispiel meist als ‚preisen‘ übersetzt wird. Es ist ein zusammengesetztes hebräisches Wort: Jad bedeutet Hand und der zweite Teil des Wortes „ah" ist die Kurzform von Jahwe. Wörtlich bedeutet es: Hände zu Gott. Sie rissen ihre Hände hoch und sagten: „Gepriesen sei der Herr!" Und es bedeutet, ich strecke mich in Liebe und Unterordnung zu Ihm aus. Wir sahen uns ein weiteres Wort an: ‚Todah‘. Es ist so ähnlich und wird sowohl als „preisen" als auch als „danken" übersetzt. Es beinhaltet auch das Heben der Hände, aber es geht darum, die Hände zu heben, wenn ich mit einem Wesenszug Gottes oder mit einer Aussage aus Seinem Wort eins bin. Sehr bedeutend! Letzten Mittwoch sahen wir uns ein weiteres Wort, das als „preisen" übersetzt wird, an: Shabach. Es bedeutet, lautstark zu preisen - keineswegs still. Ein anderes Wort in diesem Zusammenhang bedeutet: ohrenbetäubenden Lärm machen. Letzten Mittwoch  haben wir dann auch zu Gott gerufen. Es war ein ziemlich lauter Gottesdienst. Wir werden uns ein weiteres Wort, das in unseren Bibeln als „preisen" übersetzt wird, ansehen, das hebräische Wort Zamar, z-a-m-a-r. Schauen wir uns Psalm 57:8 an.

Psalm 57:8
„Gefestigt ist mein Herz, Gott, gefestigt ist mein Herz! Ich will singen und spielen."

Das Wort, das hier als „spielen" übersetzt wird, ist das Wort Zamar. Es heißt wörtlich: ein Loblied, feiern oder preisen mit einem Lied, Gott mit einem Lied preisen. Es bedeutet, Instrumente zu spielen oder mit Begleitung zu singen. Sogar die Berührung der Saiten eines Saiteninstruments oder von Teilen anderer Instrumente schwingt mit. Es ähnelt sehr dem Wort „Psalm", was heiliges Loblied oder Bibelstelle, die mit Musik unterlegt oder von einem bestimmten Saiteninstrument begleitet wird, bedeutet. Zamar wird meist als „singt Loblieder" oder manchmal nur als „singt" übersetzt. Aber hier in Vers 7 wird es mit „Spielen" übersetzt: Ich will singen und spielen. Aber wir finden dasselbe Wort im Verlauf dieses Psalms noch einmal. Schauen wir uns den Vers 9 an.

Psalm 57:9-10
„Wache auf, meine Seele! Wachet auf, Harfe und Zither! Ich will aufwecken die Morgenröte. Ich will dich preisen unter den Völkern, Herr, will dich besingen unter den Völkerschaften."

„Besingen" in Vers 10 ist eine Übersetzung von Zamar. Das gleiche Wort wird in Vers 8 als „spielen" übersetzt. Bitte achten Sie auf das, was er sagt: „Ich werde Dich preisen unter den Völkern und Dich besingen unter den Völkerschaften." Das bedeutet eindeutig, unter den Unerretteten, unter den  Heiden. Manche ältere Übersetzungen sagen: „unter den Heiden". Also geschieht es nicht nur im Haus Gottes, sondern außerhalb der Kirche. Zamar ist ein Lied, mit dem wir Gott loben, was wir verstehen müssen, weil auch andere Arten von Liedern in der Bibel erwähnt werden. Es gibt Klagelieder und Lieder der Rache, die nicht als Zamar gelten würden. Ein gutes Beispiel finden wir im nächsten Psalm, Psalm 58. Es handelt von den Bösen, wir lesen ab Vers 4.

Psalm 58:4-10
„Abgewichen sind die Gottlosen von Mutterschoße an, es irren von Mutterleibe an die Lügenredner. Gift haben sie gleich Schlangengift, wie eine taube Viper, die ihr Ohr verschließt, dass sie nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der die Zaubersprüche beherrscht. Zerschmettere, Gott, ihre Zähne in ihrem Maul, brich aus das Gebiss der Junglöwen, Herr! Sie sollen zergehen wie Wasser, das verrinnt! Legt er seine Pfeile an, so seien sie wie abgeknickt. Wie die Schnecke zerschmelzend dahingeht, so einer Frau Fehlgeburt, welche nie die Sonne erblickt!"

Wer meint, dieses Lied wäre vielleicht unpassend in der Anbetung? „Gott, zerschmettere ihre Zähne. Erschieß sie mit Deinen Pfeilen!" Nein, nein, das passt nicht ganz. Es gibt vielleicht Ihre Gefühle wieder, ist aber keine Anbetung Gottes. Es ist ein Lied der Rache.

Schauen wir uns jetzt Psalm 47 an. Jetzt können Sie ihn aufschlagen. Psalm 47:7

Psalm 47:7-8
„Singt Gott, singet, singt unserem König, singet! Denn Gott ist König der ganzen Erde; lobsingt mit Einsicht!"

Immer wenn von lobsingen die Rede ist, ist es unser Wort „Zamar". Fünf Mal in zwei Versen - im Englischen! Gott möchte, dass wir Ihm mit Einsicht Loblieder singen. Er möchte, dass wir wissen, was wir dabei eigentlich tun. Versuchen wir nun, das Wort Zamar zu verstehen.

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass es normal ist, Gott ein Loblied zu singen, wenn man erlöst wurde. Schauen Sie sich bitte mit mir Psalm 71 an. Ganz normal, wenn man erlöst wurde. Psalm 71:22.

Psalm 71:22-23
„Dann will auch ich dich preisen mit der Harfe, preisen deine Treue, mein Gott! Ich will dir spielen mit der Zither, du Heiliger Israels! Jubeln sollen meine Lippen, wenn ich dir spiele, und meine Seele, die du erlöst hast."

Meine Lippen und meine Seele werden zu Dir singen, Du hast mich erlöst. Wo hier von preisen und singen die Rede ist, steht unser Wort Zamar. Und Freund, wenn unsere Seele erlöst ist, legt Gott uns ein Lied ins Herz. Jeder, der die Erlösung geschmeckt hat, die Jesus Christus uns erkaufte, hat ein Lied in seinem Herzen.

Viele kennen die Verse aus Jesaja 12, wo steht, dass wir mit Freude Wasser aus den Brunnen der Erlösung schöpfen werden, auf die sich Jesus bezog, als Er mit der Frau am Jakobsbrunnen sprach. Er sagte: „Wenn du mich gebeten hättest, hätte ich dir lebendiges Wasser gegeben, das in dir zu einer Quelle lebendigen Wassers geworden wäre..."

Wissen Sie, in Jesaja 12, wo es um Gottes Erlösung geht, nach diesen prophetischen Worten, die von der Quelle ewigen Lebens in uns handeln, steht, dass wir singen sollen. Wenn wir anfangen, dieses Wasser mit Freuden zu schöpfen, fangen wir unter anderem an, zu singen. In Jesaja 12 steht das Wort Zamar. Das ist ganz normal, wenn jemand erlöst ist.

Es gab einen Sklavenhändler, er holte Sklaven... er besaß ein Schiff oder war Kapitän eines Schiffes und brachte Sklaven aus Afrika nach England. Sein Lebensweg war tragisch. Schließlich lag er selbst in Ketten und wurde als Sklave verkauft. Er führte ein sehr elendes schreckliches Leben, erlitt vieles, wurde schließlich von einem Missionar angesprochen und wurde dann ein Diener des Evangeliums. Er hieß John Newton. Er schrieb das Lied „Amazing Grace":

„Erstaunliche Gnade, welch lieblicher Klang, die einen elenden Menschen wie mich rettete. Ich war verloren, jetzt wurde ich gefunden, war blind, doch jetzt kann ich sehen."

Generationen von Menschen haben sich mit diesem Lied identifiziert, weil das Lied eindeutig aus dem Herzen und der Seele eines Menschen kommt, der von Gott erlöst wurde. Ich habe einen sehr konkreten Bezug zu diesem Lied, denn wenn ich an meine Vergangenheit und manche meiner beschämenden Taten denke, danke ich Gott, dass Seine Gnade mich erreicht hat! Und als John Newton über seine Vergangenheit und die schrecklichen Dinge nachdachte, die er getan hatte, dachte er: „Die Gnade Gottes konnte jemanden wie mich erreichen!" Er kämpfte danach sehr engagiert gegen die Sklaverei. Sein Einfluss auf andere Menschen führte tatsächlich dazu, dass der Sklavenhandel in England abgeschafft wurde. 

Er singt über Gottes Gnade. Und, Freund, wenn Ihre Seele erlöst ist und Ihnen klar wird, dass Ihre Sünden, die blutrot waren, weiß wie Schnee gemacht wurden und dass Seine Gnade Sie gereinigt hat und sogar das schlechte Gewissen wegnahm, was sollten Sie tun, außer zu singen? Es ist ganz natürlich. Auch wenn Sie sagen: „Pastor, selbst wenn jemand mir den richtigen Ton ins Ohr singen würde, könnte ich ihn nicht nachsingen."

Das stimmt vielleicht, vielleicht krächzen Sie nur oder singen tiefer als ein Nebelhorn, und doch haben Sie ein Lied im Herzen. Gott ist nicht so sehr an Ihrer Tonlage interessiert, sondern an Ihrem Herzen. Er lauscht der Musik, die aus Ihren Herzen kommt. Schauen Sie sich mit mir bitte Psalm 149 an. Die ersten Verse dieses Psalms enthalten ein paar sehr wichtige Wahrheiten. Psalm 149:1.

Psalm 149:1-5
„Halleluja! Singet dem Herrn ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben. Israel freue sich seines Schöpfers, die Kinder Zions seien fröhlich über ihren König. Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen. Denn der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich. Die Heiligen sollen fröhlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern."

In Vers 3, wo steht, dass wir Ihn loben sollen, steht unser Wort Zamar. Beachten Sie ein paar Dinge. Erstens: in Vers 1 heißt es: „... die Kinder Zions seien fröhlich über ihren König." Aber es heißt auch: „Singt..." das ist Vers zwei, in Vers eins steht: „Halleluja! Singet dem Herrn ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben."

Wir sollen das in der Öffentlichkeit tun. Wir sollen als Gemeinde der Heiligen singen. Etwas später in Vers fünf lesen wir dann, dass wir auf unseren Lagern singen sollen. Also sollte es auch zuhause geschehen. Etwas zum Nachdenken: Ich denke, wenn es manchen schwerfällt, Gott von Herzen vor anderen anzubeten, liegt es vielleicht daran, dass sie es zuhause selten tun. Wenn Sie nicht auf Ihrem Lager singen und wenn Sie sich nicht mit Gott beschäftigen, wenn Sie allein sind, wird es unter Menschen viel schwieriger sein. 

Genauso beim Gebet. Die Wurzel kurzer kraftvoller öffentlicher Gebete ist ausgedehnte Fürbitte im Verborgenen. Sie werden nie öffentlich kurze kraftvolle Gebete sprechen, wenn Sie nicht gelernt haben, lange in Ihrem Zimmer zuhause zu beten. Ich denke wirklich, wenn wir uns auf unserem Lager mit Gott beschäftigen, unsere Hände heben, zu Ihm singen und uns niederknien und Ihn anbeten, wenn wir ganz alleine sind, wird es in der Versammlung viel leichter sein, hineinzukommen und mit unserem Herzen uns unserer Seele in der Anbetung Gott zu erleben. Und es ist gut, das zu tun! Doch die wichtigste Wahrheit, die ich Ihnen vor Augen führen möchte, steht in Vers 4. Es heißt: „ Der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk."

Das steht mitten drin. Mit anderen Worten, Gott hat Wohlgefallen an Seinem singenden, anbetenden Volk. Das ist der wichtigste Aspekt der gesungenen Anbetung. Gott genießt sie. 

Wir können Gott zum Lächeln bringen. Es geht nicht darum, dass wir unterhalten werden, nicht einmal unbedingt darum, dass Ihnen der Musikstil gefällt. Im heutigen Gottesdienst haben wir ganz verschiedene Musikstile gespielt. Nicht jeder davon spricht mich an. Es gibt ganz bestimmte Lieder, die mir viel besser gefallen. Aber es geht nicht um mich, sondern darum, dass mein Herz sich an Gott wendet. Vielleicht ist gerade Ihr Stil nicht dabei. Jemand sagt: „Das ist zu modern." „Es ist zu laut." „Warum singen wir nicht viel öfter Choräle?" „Wir singen zu viele Choräle!" Nun, jeder mag bestimmte Dinge. Aber selbst wenn Sie den Stil nicht mögen, müssen Sie mit dem Herzen dabei sein. Es geht darum, Gott Freude zu bringen!

Freund, das ist wichtig! Wenn wir singen, dienen wir Ihm. Wir erfreuen Ihn. Es geht nicht darum: „Ja, das Lied gefällt mir. Ich habe meinen Spaß!" Wir haben das Thema verfehlt! Es geht darum, Gott zu dienen und darum, dass unser König der Könige Gefallen an dem hat, was wir tun. Bitte schauen Sie sich mit mir Psalm 146 an. Lassen Sie uns zuerst Psalm 147 anschauen. Psalm 147:1

Psalm 147:1
„Halleluja! Lobet den Herrn! Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist lieblich und schön."

Das bedeutet, es ist lieblich und schön für Gott. Das Wort „lieblich" bedeutet süß. Es ist süß und Gott findet es schön, wenn wir Ihm Zamar zusingen. Gut, nun Psalm 146. Schauen Sie sich ihn bitte mit mir an. Psalm 146:1

Psalm 146:1-2
„Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen (Zamar), solange ich bin."

So lange ich kann, solange ich lebe, werde ich Ihn preisen. So lange ich bin, werde ich zu meinem Gott singen. Und obwohl es vorkommt, denke ich, dass wir anstreben müssen, unser Lied und die Musik in unserem Leben nicht zu verlieren. Aber manchmal vergeht Menschen die Musik in ihrem Leben. Sie sollten die Verse, die Jesaja prophetisch auf Jesus hin sagte, vor Augen haben. Sie werden bei Matthäus noch einmal auf Christus bezogen. Es heißt: „Einen glimmenden Docht wird Er nicht auslöschen, ein geknicktes Rohr nicht zerbrechen, bis Er den Heiden Wahrheit und Recht gebracht hat."

 

Das ist ein Gleichnis für Menschen. Ein glimmender Docht: Sie pusten eine Kerze aus und die Flamme erlischt nicht völlig. Sie brennt nicht, es raucht nur und es stinkt. Das ist unangenehm. Er spricht über Menschen, die uns unangenehm sind. Vielleicht finden wir sie abscheulich und wollen nicht mit ihnen zusammen sein. Gott weist sie nicht zurück. Der Retter weist sie nicht ab, obwohl die Gesellschaft sagt: „Sie sind wirklich unangenehm. Mit denen wollen wir nichts zu tun haben." Und wo es heißt, dass Er ein geknicktes Rohr nicht zerbricht, bezieht sich das auf etwas, was Kinder damals taten. Das Schilf wuchs am Fluss und sie schnitten es ab und machten Flöten daraus. Ganz einfach, in wenigen Minuten konnte man eine Flöte herstellen. Sie bohrten ein paar Löcher hinein und bauten kleine Flöten. Aber weil das Rohr sehr dünn war, war es empfindlich und brach schnell. Dann war die Flöte verstimmt. Man konnte damit die Töne nicht mehr treffen. Also zerbrachen sie sie, warfen sie weg und bauten sich eine Neue. 

Wissen Sie, manche Menschen wurden so sehr verletzt und so beschädigt und ramponiert im Leben, dass sie verstimmt sind. Die Beziehung zu ihrer Familie und zur Gesellschaft ist total unharmonisch. Das ich auch im Hinblick auf Gottes Plan für ihr Leben der Fall. Wissen Sie, Jesus schreibt sie nicht ab!                                              

Vielleicht sitzen Sie heute hier, wurden verletzt und geschunden und fühlen sich völlig daneben. Etwas stimmt bei Ihnen nicht. Vielleicht gibt es gar keine Musik mehr in Ihrem Leben. Und ich möchte Ihnen sagen: Jesus wird Sie nicht abschreiben. Er wird Sie wiederherstellen. Er wird Sie reparieren, damit aus Ihrem Leben wieder wunderbare Musik für Gott hervorkommen kann. Er kann Ihnen wieder ein Lied ins Herz geben. Ein geknicktes Rohr wird Er nicht zerbrechen.

Es war vor einigen Jahren, vielleicht vor 12 Jahren... ich hatte sehr große Schwierigkeiten mit ein paar Leuten. Und damals fühlte ich mich ungefähr so: „Ich habe ganz vergessen, wie oft ich ihnen mein Gesicht zuwandte und Schläge bekam. Mein Entgegenkommen wurde immer wieder missbraucht." Das zog sich lange Zeit hin. Mir war gar nicht bewusst, wie sehr mich diese Erfahrungen verletzt hatten. Ich erkannte die Last nicht, die ich trug, bis eines Tages etwas passierte. Ich betete und hatte den Eindruck, ich erlebte eine kleine Heimsuchung der Gnade Gottes. Und Gott zeigte mir... wissen Sie, die Bibel sagt: „So viel an euch ist, jagt dem Frieden mit allen nach." Ich hatte den Eindruck, dass der Herr sagt: „Du hast getan, was du kannst. So viel an Dir liegt, hast du getan. Sie haben nicht darauf reagiert. Vielleicht ändern sie sich später."

Es ist ähnlich wie im Epheserbrief: „Nachdem ihr alles getan habt, steht fest." Manchmal haben wir alles getan, was uns möglich ist, und müssen die Dinge in Gottes Hände legen. Ich hatte den Eindruck, dass ich das tun sollte und Gott gab mit etwas Weisheit. In diesem Moment wurde etwas in mir geheilt. Ich wusste, dass etwas passiert ist. Gott gab mir die Weisheit und mir war klar, dass ich nichts mehr zur Verbesserung der Situation tun konnte. Doch etwas in mir veränderte sich. Ich hatte Gewissheit, dass sich etwas veränderte, als ich aus meinem Büro zum Auto ging und mich singen hörte. Lobpreislieder, spontane Lieder, kamen wie von selbst aus meinem Innern. Ich ertappte mich und sagte: „Das ist schon lange nicht mehr passiert."

Früher war das bei mir ganz normal. Es ist sowieso immer Musik in mir. Wenn ich zuhause bin, habe ich normalerweise eine Gitarre in der Hand und spiele irgend etwas. Ich singe gerne. Ich liebe Musik. Diese Musik war ungefähr seit einem Jahr verschwunden. Und plötzlich stellte Jesus dieses geknickte Rohr wieder her und aus meiner Seele kam wieder Musik für Gott hervor. Das ist etwas Wunderbares!

Ich denke, Gott ist Gesang wichtiger, als uns generell bewusst ist. Man kann direkt und indirekt aus dem 38. Kapitel des Buches Hiob ableiten, dass Gott die Schöpfung nicht nur durch gesprochene Worte, sondern durch Gesang schuf. Ich gebe diesen Gedanken an Sie weiter, dass Gott, als Sonne, Mond, alle Sterne und alle Galaxien im Universum entstanden, nicht nur sagte: „Es werde Licht", sondern dass Er sang.

Ich bin überzeugt, dass Er über uns singt. Ich denke, vor Grundlegung der Welt sang Gott über Ihnen, sang Seinen Plan für Ihr Leben, sang Segnungen, sang über Wohlergehen, sang Frieden über Sie und Ihre Kinder. Die Bibel sagt, dass Gott von Anbeginn gute Werke für uns geplant hat, in denen wir wandeln sollen, in Epheser 2:10. Hören Sie sich diesen Vers an... er steht in Zefanja 3:17... hören Sie zu: „Denn der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Retter. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dich beruhigen in seiner Liebe und wird über dich mit Gesang fröhlich sein."

Gott freut sich über uns und ist freundlich zu uns. Er beruhigt uns mit Seiner Liebe und Er ist über uns mit Gesang fröhlich. Nun, wenn Er es jetzt tut, tat Er es auch von Anbeginn, weil Er sich nicht ändert. Ich stelle mir vor, wie Gott über mir singt.

  • Er singt mir Segnungen zu.
  • Er singt mir Frieden zu.
  • Er singt mit Führung zu.
  • Er singt mir Annahme zu.
  • Er singt mir meine Bestimmung zu.


Und ich denke, die Engel stimmen ein.

Und, Freund, wenn ich meine Stimme erhebe und anfange, zu Gott zu singen... ich sage Ihnen etwas: Es ist so harmonisch, dass der Vater anfängt zu lächeln.

Ein starker Gedanke, nicht wahr? Dass Gott tatsächlich über uns singt. Die Schrift lässt sogar vermuten, dass Er die Schöpfung in Existenz sang. Was für ein Gedanke! Wir wurden geschaffen, um zu preisen und anzubeten. Wir wurden geschaffen, um zu singen. Sie können vielleicht nicht gut den Ton halten und singen zu hoch oder zu tief, aber singen Sie wenigstens zu Gott, denn Er hört mehr auf die Musik aus Ihrem Herzen als auf alles andere. Erstaunliches geschieht, wenn wir anfangen zu singen, anzubeten und Gott zu preisen. Ich habe es in meinem eigenen Leben und bei meinen Kindern erlebt und wir erfahren es in der Gemeinde.

Ich möchte Sie noch einmal ermutigen, die ganze Serie zu bestellen und sie immer wieder zu hören. Machen Sie sich mit diesen Dingen vertraut und praktizieren Sie sie. Geben Sie vielleicht die Serie einem Anbetungsleiter oder anderen in Ihrer Gemeinde, die eine Schlüsselrolle in Lobpreis und Anbetung haben, weiter. Säen Sie sie wie einen Samen in den Dienst, in den Gott Sie gepflanzt hat. Denn ich sage Ihnen, Gott begegnet demjenigen, der jauchzt. Er wohnt im Lobgesang Seines Volkes. Wenn wir uns Gott nahen, naht Er sich uns. Und, Freund, wenn Gott erscheint, verändern sich Dinge! Wir sehnen uns nach Veränderung und Dinge verändern sich zum Guten, wenn Gott kommt. Er ist ein guter Gott und die Bibel sagt, dass die Erde von der Güte des Herrn erfüllt ist. Wir wollen etwas davon in unserem Leben und im Leben der Menschen in unserer Umgebung sehen.

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 06.09.2009
www.antwortenbc.de
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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