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02-10-04

Susanne Dwehus: Mit Lobpreis dem Sieg entgegen!

Es ist für mich immer wieder neu. Jedes Mal, wenn ich diese Stelle über Lobpreis in der Bibel lese, bin ich beeindruckt. So kann man mit Herausforderungen im Vertrauen auf Gott umgehen!


Im Alten Testament, 2. Chronik, 20, 1-30, steht beschrieben, wie Juda von übermächtigen Feinden der Angriff drohte. Es steht auch klipp und klar da: der König hatte Angst.
Er fürchtete sich, aber klammerte sich vertrauensvoll und glaubensstark an den HERRN und ließ ein Fasten im Volk ausrufen. Und das Volk kam zusammen und der König betete zu seinem und unserem Gott. Und der König, Joschafat, vertraute auf den HERRN, auf Seinen Schutz, auf Seine Kraft und Bewahrung. Und ganz Juda stand vor dem HERRN, als Einheit, und der Geist des HERRN kam auf die Gemeinde und sprach, sie sollten sich nicht fürchten, und nicht verzagen, denn nicht sie hätten zu kämpfen, sondern Gott würde den Kampf übernehmen.
Er erklärte, was passieren würde und wiederholte, dass sie sich nicht zu fürchten hatten, nicht verzagen sollten, denn der HERR sei mit ihnen. Der König Joschafat und das Volk fielen daraufhin in Ehrerbietung auf die Knie und beteten den HERRN an, ihren und unseren Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Und sie fielen ein in den Lobpreis. Der König ermutigte das Volk am nächsten Morgen, stärkte den Glauben der Menge, bestellte Sänger für den HERRN und dann organisierte er etwas für mich ganz Ungewöhnliches. Etwas, was ich immer und immer wieder lesen muss, um es irgendwann einmal in seiner vollen Tiefe zu verstehen: der König Joschafat bestellte eine Gruppe Sänger, die vor den Kriegsleuten in den Kampf zogen.

Ich denke, wir haben alle im Fernsehen in den Nachrichten von Kämpfen und Kriegen gesehen, zwischen kleineren und größeren Ländern, auch mit Beteiligung von sog. Weltmächten, aber das habe ich zumindest noch nicht gesehen: wie eine Armee dabei angeführt wurde von einem Lobpreis-Team. Wie ein König und sein Volk sich auf die Hilfe und auf den Schutz Gottes verlassen und im Lobpreis voranziehen, dem Feind entgegen. Denn genau das hat König Joschafat und das Volk Juda getan. Tatsächlich! Es ging nicht eine Armee durchtrainierter, muskelbepackter, bis an die Zähne bewaffneter, grimmig-entschlossen dreinblickender Soldaten voran, nein, es war ganz anders.
Es übersteigt meinen Verstand, ich brauche wirklich alle Kraft meines Geistes, um mir das vorzustellen: die Sänger zog vorweg mit Lob und Dank auf ihren Lippen. Und man zog nicht zum Kaffeeklatsch, zu keinem Begrüßungszeremoniell hoher Regierungshäupter, nein, sie zogen in den Krieg! Sie zogen in den Krieg gegen einen übermächtig wirkenden Feind!
Es war ja nicht so, dass man sich sagen konnte, ach ja, die kleine Truppe, auf die wir stoßen werden, die überrumpeln wir doch mit Leichtigkeit. Das Gegenteil war der Fall, nach menschlichem Ermessen war Juda schwer unterlegen, die Niederlage unabwendbar. Aber der König und sein Volk taten etwas ganz enorm Wichtiges: sie sahen nicht auf die Umstände, sondern auf das Versprechen des HERRN für sie zu streiten, mit ihnen zu sein. Und so konnte es dann kommen, dass im heiligen Schmuck, in Festgewändern das Lobpreis-Team voranging. Dann erst kam die Armee.

Das muss man sich doch einmal vorstellen. So richtig in Ton und Farbe. Das Volk zieht in den Krieg und die Sänger und Anbeter treten nicht in Aktion in einem Tempel, nachdem der Sieg bereits bestätigt und gefeiert werden konnte. Nein, das Lobpreis-Team zog vor der Armee der Soldaten in den Krieg, im Vertrauen auf Gott, dem Sieg entgegen. Und dann begann Gott zu handeln. Er erkämpfte den Sieg für sein Volk. Und dann, als die Beute nach tagelanger Verteil-Aktion endlich unter das Volk gebracht worden war, trafen sich alle im Lobetal. Das Vertrauen auf Gott hatte ihnen den Sieg eingebracht, Gott hatte nicht nur den Kampf übernommen, Er ließ Juda sogar große Beute zukommen. Sie waren voll des Lobes und hatten Frieden. Und das sehe ich immer mehr als eine Chance. Wir brauchen uns nicht in jede Herausforderung, die uns begegnet, stürzen wie die Soldaten in den Kampf, sondern wir können von den Umständen weg auf Gott schauen und entsprechend handeln und im Glauben und im Vertrauen mit Lobpreis vorangehen. Wie Juda unter der Leitung von König Joschafat es vorgemacht hat. Dem Sieg entgegengehen mit Lobpreis auf den Lippen. Und Gott, der uns dann Seine Anwesenheit zugesagt hat, denn der HERR wohnt im Lobpreis seines Volkes (Psalm 22,4: Du aber bist heilig, der Du thronst über den Lobgesängen Israels) wird für uns kämpfen.

Das wünsche ich uns, dass wir genau das können: dass das Wirken des HERRN und das Wissen um die Gegenwart Gottes um uns herum uns wichtiger wird als alles andere. Dass unser Glaube an unseren Schöpfer und Vater mehr Raum in uns hat, als alle Sorgen, Umstände, Krankheiten, Situationen, in denen wir uns befinden. Einen Durchbruch wünsche ich uns allen, dass wir in jeden Kampf des Alltags, den wir zu kämpfen haben, egal wie groß oder wie klein er zu sein scheint, mit Lob und Dank hineingehen und dann den HERRN der Heerscharen handeln sehen werden, wie ER in Situationen eingreift, sei es nach außen hin sichtbar oder unser Innerstes betreffend und wir immer weiter voll Dankbarkeit IHN loben und preisen können und Frieden haben. Diesen göttlichen Frieden, im Lobpreis eingebettet, wünsche ich uns!

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Ein Artikel von www.Glaube.de
Autorin: Susanne Dwehus,
Mitarbeiterin im Chat und den Foren bei Glaube.de
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