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24-08-10

Photoane Kgabagare: Was würden Sie erbitten?

König Salomo ist einer der bekanntesten Könige des alten Israel. Herrscher des Landes wurde er nach der überaus erfolgreichen Regentschaft seines Vaters David.


In den ersten Jahren seiner Staatsführung  erschien Gott ihm in einem Traum. Der Allmächtige stellte Salomo einen, wie wir es heute nennen würden, Blankoscheck aus. Er gab ihm die Möglichkeit, von ihm zu erbitten, was immer er wollte. „In derselben Nacht aber erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll“ (2Chr 1,7). Siehe auch 1. Könige 3,5.

 

Salomos vordringlichste Bitte – recht zu urteilen

Die Antwort, die Salomo Gott gab, zeigt uns, was ihm zu diesem Zeitpunkt in seinem Leben am wichtigsten war: „Und Salomo sprach zu Gott: Du hast große Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an seiner Statt zum König gemacht. So lass nun, Herr, Gott, dein Wort an meinem Vater David wahr werden; denn du hast mich zum König gemacht über ein Volk, das so viel ist wie Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, dass ich vor diesem Volk aus- und eingehe; denn wer kann dies deingroßes Volk richten?“ (2Chr 1,8–10).

Salomo erkannte, dass er den Allmächtigen besonders zu diesem Zeitpunkt sehr brauchte. Gerade erst war ihm die Verantwortung, das Volk Israel zu regieren, übertragen worden. Er wusste, dass ihm dies nicht ohne Gottes Hilfe gelingen würde. Deshalb erbat er sich, da er ja nun frei wählen konnte,Weisheit und Erkenntnis für seine Regent schaft. Die Aufzeichnungen des Buches der Könige geben an dieser Stelle noch ein wenig mehr Einblick hinsichtlich seiner Wünsche: „So wollest du deinem Knecht ein ge horsames Herz geben,  damit er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer vermag dies dein mächtiges Volk zu richten?‘ (1Kö 3,9) Salomo war überaus viel daran gelegen, im Hinblick auf die Regentschaft über das Volk Gottes zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können. Was aber würden Sie sich von Gott erbitten, wenn Sie die Möglichkeit hätten?

Gott hat Gefallen an Salomos Bitte

Die Antwort Salomos gefiel Gott (1Kö 3,10).In seiner Erwiderung darauf bringt der himmlische Vater einen sehr wichtigen Punkt zur Sprache. Er lobt ihn dafür, Weisheit und Er kenntnis erbeten zu haben, spricht aber zu dem Wünsche an, die Salomo auch hätte äußern können: „Da sprach Gott zu Salomo: Weil du dies im Sinn hast und nicht gebeten um Reichtum noch um Gut noch um Ehre noch um deiner Feinde Tod noch um langes Leben, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, mein Volk zu richten, über das ich dich zum König gemacht habe, so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Dazu will ich dir Reichtum, Gut und Ehre geben, wie sie die Könige vor dir nicht gehabt ha ben und auch die nach dir nicht haben werden“ (2Chr 1,11–12).

 

Die etwas andere Prioritätenliste

Interessant ist, worum Salomo Gott nicht bat – was wiederum Gott gefiel:

 Reichtum

 Güter

 Ehre

 Rache an seinen Feinden

 Ein langes Leben

Will Gott damit zum Ausdruck bringen, dass Menschen, sofern ihnen die Möglichkeit gegeben ist,  normalerweise Reichtum, weltliche Güter, Ehre, Rache an Feinden sowie ein langes Leben erbitten?

Wie steht es mit Ihnen und mir, die wir im 21. Jahrhundert leben? Was würden wir gegebenenfalls erbitten? Anders ausgedrückt, wonach trachten wir heute? Was steht bei uns an erster Stelle? Was nimmt unsere Zeit und unsere Kraft in Anspruch? Wie stehen wir zu den oben aufgeführten fünf Wünschen? Trachten wir nach Reichtum und weltlichen Gütern? Mit anderen Worten, verwenden wir unsere ganze Energie darauf, dem Geld hinterherzujagen, ein dickes Bankkonto zu ha ben sowie Besitztümer wie Autos, Häuser, Kleidung etc. anzuhäufen? Sehnen wir uns nach Ehre, d.h. nach Anerkennung, Lob und Auszeichnung für alles, was wir in diesem Leben vollbringen? Und wie steht es mit unseren Rachegelüsten hinsichtlich unserer Feinde, so wir sie denn haben? Wünschen wir jenen, die uns schlecht behandelt haben oder noch übel mitspielen, ihnen möge Schlimmes widerfahren? Und was ist schließlich mit einem langen Leben? Haben wir Angst vor dem Tod und leben in ständiger Furcht davor, einmal sterben zu müssen? Oder wünschen wir uns ein langes Leben bei hoffentlich bester Gesundheit in Reichtum und Glück? Nun,nichts davon schien für Salomo von Bedeutung gewesen zu sein, als Gott ihm die Möglichkeit gab zu erbitten, was immer er wünschte.

 

Gott gibt uns die Antwort

Wie lautet die Botschaft an uns, den heutigen Gefolgsleuten Gottes? Was sollte bei uns in unserem  alltäglchen Leben an allererster Stelle stehen? Glücklicherweise hält die Bibel vieles an geistlicher Führung dahingehend bereit, welchen Zielen die in der Nachfolge Stehenden höchste Priorität einräumen sollten.

Der Prophet Jeremia lebte etwa sechs Jahrhunderte vor Jesus Christus. Gott ließ ihn Folgendes verkünden: „So spricht der Herr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich  dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der Herr“ (Jer 9,22–23). Das hier mit „rühmen“ übersetzte hebräische Wort bedeutet auch soviel wie „eine Schau abziehen“, „prahlen“, „zelebrieren“. Das Wichtigste, das uns heute als Information zur Verfügung steht, ist die Erkenntnis, wer Gott ist, insoweit als er sich uns  offenbart hat. Wenn es denn also überhaupt etwas zu rühmen gilt, so doch wohl die Tatsache, dass wir Gott kennen und er es uns ermöglicht hat, mit ihm in Beziehung zu stehen. Darauf weist Gott an dieser Stelle hin.

In unserer gegenwärtigen Welt, in der das Leben manchmal chaotisch und richtungslos zu sein scheint, weist Gott uns durch sein heiliges Wort darauf hin, dass er eine Lösung kennt und um Abhilfe weiß. Und wir können an seiner Lösung teilhaben.

Jesus umreißt unsere Prioritäten

Während seines Wirkens auf Erden führte Jesus aus, dass im Mittelpunkt unseres Lebens stehen müsse, was Gott dereinst für uns bereithält: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer  himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Mt 6,31–33).

Gott zu kennen ist, wie der Prophet Jeremia ausführte, das Wichtigste, dessen wir uns, wenn überhaupt, rühmen können. Wenn dem so ist, dann muss unser vorrangiges Ziel in diesem Leben darin bestehen, nach der Gerechtigkeit Gottes zu trachten. Dies war die Botschaft Jesu Christi in den oben zitierten Versen. Wenn wir in unserem täglichen Lebenswandel wählen müssen und Entscheidungen zu fällen haben, haben wir uns dabei stets von dem Gedanken leiten zu lassen, zuallererst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit zu trachten. So wie Salomo Weisheit und Erkenntnis erbat, um das Volk Gottes richtig regieren zu können, müssen wir in allem, was wir tun, Gott und seine Gerechtigkeit in unsere Entscheidung einfließen lassen.

Immer wieder kommen wir in Situationen, in denen wir klar Position beziehen müssen, für Gott und seine Gerechtigkeit zu stehen. Wir müssen dies tun, weil die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht Gottes Wegen folgt – und dies schon seit langer Zeit. Wenden wir uns diesbezüglich den Worten des Apostels Paulus zu, der vor fast zweitausend Jahren anlässlich des Pfingstfestes die Gemeinde „... mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte ...: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!“ (Apg 2,40; Elberfelder  Bibel)

Alle Weisheit übertreffend

Gott kam der Bitte Salomos nach und schenkte ihm, wie erbeten, Weisheit. Darüber hinaus überhäufte der himmlische Vater ihn mit großem Reichtum und ließ sein Königreich um weite Gebiete wachsen. Was Salomos Weisheit anbelangt, heißt es in der Bibel: „Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen Geist, so weit, wie Sand am Ufer des Meeres liegt, dass die Weisheit Salomos größer war als die Weisheit von allen, die im Osten wohnen, und als die Weisheit der Ägypter. Und er war weiser als alle  Menschen, auch weiser als Etan, der Esrachiter, Heman, Kalkol und Darda, die Söhne Mahols, und war berühmt unter allen Völkern ringsum. Und er dichtete dreitausend Sprüche und tausendundfünf Lieder. Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Wand wächst. Auch dichtete er von den Tieren des Landes, von Vögeln, vom Gewürm und von Fischen. Und aus allen Völkern kam man, zu hören die Weisheit Salomos, und von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten“ (1Kö 5,9–14).

Welch eine Beschreibung! Man beachte, dass die Weisheit Salomos die Weisheit aller Menschen seiner Zeit übertraf. Die oben erwähnten Namen haben ihr neuzeitliches Äquivalent wahrscheinlich in Persönlichkeiten vom Zuschnitt eines Albert Einstein, Bill Gates usw. Weder Sie noch ich werden wahrscheinlich jemals eine solche Möglichkeit geboten bekommen wie Salomo und von Gott aufgefordert werden, was immer wir in diesem Leben wünschen, von ihm zu erbitten. Mit unserem Wählen und Entscheiden im täglichen Leben machen wir aber durch unser Handeln deutlich, was uns am Wichtigsten ist. Dabei lohnt es sich, sich die Worte Jesu Christi zu vergegenwärtigen, der sagte:„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

Photoane Kgagabare ist Mitglied der Wier-da-Park-Gemeinde in Pretoria und arbeitet als Produktmanager in einem pharmazeutischen Unternehmen.

 

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Ein Artikel von www.glaube.de
Autor: Photoane Kgabagare

Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, Redakteur bei www.glaube.de

Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Ein WKG Artikel mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: www.sxc.hu
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