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13-05-04

Rick Joyner: Weizen und Unkraut

Mit diesem Beitrag beginnt die Studie "Krieg im Himmel", über den Antichrist, dessen Kommen und zeitweilige Herrschaft über die Erde in der Bibel prophezeit ist. Er wird auch als "Mensch der Sünde" bezeichnet, er ist die Personifizierung der Sünde des Menschen in ihrer schlimmsten Form, ihrer größten Korruption. Die Schrift spricht darüber, damit wir uns darauf vorbereiten können. Die Vorbereitung ist der Grund, aus welchem wir dieses Studium durchführen.


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In Matthäus 13, 39 sagt der Herr dass "...die Ernte die Vollendung des Zeitalters..." ist. Die Ernte, welche am Ende dieses Zeitalters kommt, ist das Reifwerden und Ernten von allem, was in den Menschen gesät wurde, Gutes wie Böses. Das wird noch klarer wenn wir den Zusammenhang dieser Aussage in Matthäus 13 lesen. Hier nur die Verse 37-43, in denen Jesus den Jüngern das Gleichnis erklärt:


Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, der Acker aber ist die Welt; der gute Same aber sind die Söhne des Reiches, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen; der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel. Wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters sein. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen und die, die Gesetzloses tun; und sie werden sie in den Feuerofen werfen: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!


Wir sehen, dass es zweierlei "Samen" gibt, beide kommen am Ende zur Reife. Beide werden zur gleichen Zeit geerntet. Die Trennung des Weizens vom Unkraut ist auch gleichzeitig die Ernte dieser beiden Pflanzen in zwei Gruppen. Eine, um verbrannt zu werden, die andere, um im Königreich ihres Vaters zu "leuchten wie die Sonne".


Im Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut (Matthäus 13, 24-30) fragten die Arbeiter den Besitzer des Feldes, ob sie das Unkraut ausreißen sollten, als sie entdeckten, dass es mitten im Weizen wuchs. Er antwortete, dass dies die Ernte gefährden würde. Er gebot ihnen: "Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!" (Vers 30). Zu diesem Zeitpunkt war der Weizen mit viel Unkraut vermischt. Wir können dies auslegen als die Heuchler, die weiterhin Sünde praktizieren und dabei vorgeben, Christus zu dienen. Der Grund für diese Auslegung ist, dass Jesus ausdrücklich davon spricht, dass dies "in seinem Reich" vor sich geht (Vers 41). In der kommenden Zeit werden diese vom echten Weizen getrennt - und die Gemeinde wird so rein und heilig sein, wie es der Herr für Seine eigene Braut verdient.


Das soll nicht heißen, dass alle, die sündigen, Unkraut sind. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Praktizieren der Sünde und einem Straucheln, von dem Jakobus sagt, dass es uns allen widerfährt (siehe Jakobus 3, 2). Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die für sich beanspruchen, gerecht zu sein, aber eigentlich die Sünde mehr lieben als den Gehorsam, und denen, die danach trachten, ein heiliges, gerechtes Leben zu leben und die Gerechtigkeit lieben, obwohl sie gelegentlich in Sünde fallen. Das wird im Laufe unseres Studiums noch klarer werden.


Zwei der Dinge, welche uns das Ende dieses Zeitalters anzeigen, sind erstens die Reife des Weizens und des Unkrauts und zweitens die Trennung der beiden in ihre eigenen Bündel. Hierbei wird das Unkraut als "alle Ärgernisse ... und die, die Gesetzloses tun" (Vers 41) beschrieben. Diese werden aus dem Königreich in Bündel zusammen gelesen, von den Engel oder Boten, um dann verbrannt zu werden. Im Ablauf der Ereignisse der letzten Tage sind wir erst im ersten Stadium dieser Ernte, der Reife von Weizen und Unkraut.


Im weiteren Verlauf wird eine gewaltige, manchmal sehr schwierige Trennung auf die Kirche zukommen. Um uns darauf vorzubereiten, habe ich versucht, in bisherigen Beiträgen ein Fundament des Erlösungs- und Wiederherstellungsplans des Herrn zu legen. Es ist der Wunsch des Herrn, dass nicht eine einzige Seele verloren geht. Wie uns in Jakobus 2, 13 gesagt wird, " triumphiert die Barmherzigkeit über das Gericht." Der Herr würde es vorziehen, selbst gegenüber dem schlimmsten Sünder Barmherzigkeit statt Gericht zu zeigen. Es wird aber, das zeigt Matthäus 13, eine Zeit kommen, wenn all jene, die sich wirklich der Sünde und Gesetzlosigkeit hingeben und darin verharren, also daran bewußt festhalten, vom Herrn selbst nicht länger in Seiner Kirche toleriert werden.


Als ich einmal gemeinsam mit James Robison in einem Auto fuhr, machte er mich auf etwas in einem Weizenfeld aufmerksam, was ich nie mehr vergaß. Er fragte mich, ob ich den Unterschied zwischen dem Weizen und dem Unkraut benennen könnte, worauf ich antwortete, ich hätte keine Ahnung. Er sagte, sie sähen ziemlich gleich aus und wären bis zur Ernte sehr schwer zu unterscheiden. Dann aber, wenn der Weizen reift, wird er sich beugen, während das Unkraut aufrecht steht. Wir könnten daraus das Bild ableiten, dass Weizen mit der Reife demütiger und Unkraut arroganter wird. Stolz ist die Wurzel der menschlichen Sünde, und Stolz wird als der fundamentale Charakterfehler derer erkannt, welche der Herr "Unkraut" oder "Ärgernisse" nennt.


Jack Deere stellte einmal etwas interessantes fest: Wenn man die chronologische Ordnung der Paulusbriefe betrachtet, so beansprucht er in einem der ersten, den größten Aposteln ebenbürtig zu sein (2. Korinther 11, 5). In einem Brief, welchen er 5 Jahre später schrieb, bezeichnet er sich selbst als "den Geringsten aller Apostel" (1. Korinther 15, 9). In einem Brief wiederum einige Jahre später nennt er sich "den allergeringsten von allen Heiligen" (Epheser 3, 8). In einem seiner letzten Briefe schließlich spricht er von sich als dem "ersten aller Sünder" (1. Timotheus 1, 15). Das Muster ist ziemlich offensichtlich - mit wachsender Reife geht eine wachsende Demut einher, die aber nichts an der Berufung und dem Amt des Apostels ändert.


Mein Ziel in diesen Studien ist nicht nur eine Betrachtung der Zeichen dieser Zeit. Es ist wichtig, auch darüber zu sprechen, wie wir uns auf diese Dinge vorbereiten können. Laßt uns den Herrn bitten, seinen Heiligen Geist zu senden, unsere Herzen nach allem Bösen zu durchforschen, uns von Sünde zu überführen und in die Wahrheit, Ihn selbst, zu führen, damit wir befreit werden.


In unserer Studie zum "Menschen der Sünde" werden wir die Sünde des Menschen in voller Reife erkennen. Wenn wir das betrachten, wollen wir zuerst erkennen, wo diese Sünde in unserem eigenen Leben Anteil hat, damit wir uns demütigen, die Barmherzigkeit Gottes suchen und frei werden können. Nur nachdem wir selbst frei sind, werden wir in der Lage sein, diese Dinge in anderen klar zu erkennen und ihnen zu helfen, auch davon frei zu werden. Wir müssen frei von der Sünde und Gesetzlosigkeit werden, die der Grund für das Endgericht ist, welches über diese Welt kommt. Wer das tut, wird einer von diejenigen sein, die "leuchten wie die Sonne". Sie werden beginnen, so auszusehen wie Jesus.



Die Fortsetzung des Studiums finden Sie hier: Die Sünde des Menschen.


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Ein Artikel von Glaube.de
Used by permission. Mit freundlicher Genehmigung für Glaube.de
Quelle: MorningStar Ministries, Word for the Week, www.morningstarministries.org
Übersetzung: Torsten Reichold von www.regiogebet.de
Text bearbeitet von Günter J. Matthia, Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de
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