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23-02-07

Martin Baron: Erstlingsfrüchte

Christus und das eintägige biblische Fest der Erstlingsfrüchte in der so genannte Passahwoche (Pessach). 


Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen ... Und Brot und geröstete Körner und Jungkorn dürft ihr nicht essen bis zu eben diesem Tag, bis ihr die Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Ordnung für eure Generationen in all euren Wohnsitzen. (3.Mose 23,10+14)


Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen ? Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus ? (1.Korinther 15,20+23)

Das eintägige biblische Fest der Erstlingsfrüchte ist in das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote eingebettet, die so genannte Passahwoche (Pessach/Ostern). Der Festtag findet am ersten Tag nach dem heiligen Versammlungstag, also am zweiten Tage des Festes der ungesäuerten Brote, dem 16. Nisan statt (Ende März/Anfang April). Es ist der Tag nach dem Schabbat, also der erste Tag der neuen Woche.
Die Darbringung des Erstlingsopfers im Heiligtum war das Zeichen für den allgemeinen Erntebeginn des gerade herangereiften Getreides. Es handelte sich um Gerste, denn die Weizenernte begann erst 50 Tage später mit dem Wochenfest (Schawuot/ Pfingsten). Zusätzlich zu den in der Festwoche des Festes der ungesäuerten Brote vorgeschriebenen Opfern wurde an diesem Tag eine Erstlingsgarbe aus Gerste, hebräisch "Omer", als Schwingopfer sowie ein Lamm als Brandopfer dargebracht. Von den Priestern wurden am Vorabend einzelne, durch den Sanhedrin, den "Hohen Rat", vorab gekennzeichnete Garben auf einem besonderen Stück Feld, das streng nach den gesetzlichen Vorschriften bebaut worden war, geerntet und im Festzug nach Jerusalem gebracht. Die Garben wurden abends vor dem Altar niedergelegt und am Morgen vor dem Herrn "geschwungen". Vor der Darbringung dieses Opfers durfte von der neuen Ernte nichts gegessen werden.



Genau während dieses biblischen Festtages der Erstlingsfrüchte fand in den frühen Morgenstunden, zu Beginn der neuen Woche, die Auferstehung Jesu statt.

Es ist der Tag des triumphalen Neubeginns, der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte des Universums, der Tag, an dem etwas völlig Neues anfing. Die Auferstehung des Herrn bewirkte eine revolutionäre Umgestaltung der geistlichen Machtverteilung in der unsichtbaren Welt. Alle ausgeklügelten Pläne und Strategien satans fielen in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Eben noch war er im wilden Triumph darüber, das es ihm gelungen war, zu Passah das Lamm Gottes durch genau die Menschen töten zu lassen, zu deren Befreiung es in die Schöpfung gekommen war. Eben noch meinte er den absoluten Sieg gegen seinen größten Feind, Gott selbst, gegen den er sich voller Hass und Niedertracht auflehnte, in den Händen zu halten. Doch dann kam etwas, das ihm allen Sieg und Triumph aus den Händen schlug und das Böse für immer und ewig zum absoluten Verlierer machte:
Jesus stand von den Toten auf! Der Tod konnte ihn, der sündlos war, nicht halten. Die Liebe zwischen Vater und Sohn erwies sich als größer und stärker als die unvorstellbare Menge der Sünde, die Jesus am Kreuz auf sich genommen hatte:

alle Schuld aller Menschen aller Zeiten - die Sünde der ganzen Welt.

Jesus sprach ? Ich bin die Auferstehung und das Leben ? (Johannes 11,25)



Dank dem vollkommenen, absolut makellosen Opfer Jesu wurde dem göttlichen Gerechtigkeitsanspruch Genüge geleistet. Die Sünde ist getilgt, die Liebe triumphiert! Jeder, der dieses vollkommene Opferlamm, Jesus Christus, für seine persönliche Sündenlast in Anspruch nimmt, wird errettet werden.



Die Auferstehung des Sohnes Gottes veränderte alles - für immer. Absolut alles, der gesamte Weltlauf, wurde auf den Kopf gestellt. Und so erklingt bis heute das Evangelium, die frohe Botschaft: Jesus ist auferstanden! Er lebt! Er ist der Erste einer neuen Schöpfung. Das Alte ist vergangen, etwas völlig Neues ist entstanden. Der Alte Bund hat seinen Abschluss gefunden und eine neue Zeit wurde eingeläutet.



Erst mit der Auferstehung Jesu und dem triumphalen Sieg über die Macht der Sünde
und der Verdammnis, konnte diese neue Zeit beginnen. Passah ist der Zeitpunkt der Opferung, an diesem Tag wurde Jesus ins Grab gelegt. Doch nach der Grablegung hat nie wieder irgendjemand einen "toten Jesus" gesehen. Jesus lebt! Das Fest der Erstlingsfrüchte ist der Zeitpunkt der Auferstehung, des Sieges, des Triumphes. Der Zeitpunkt, an dem die Königsherrschaft Jesu beginnt. Es ist der Zeitpunkt des echten Neubeginns.
Im Neuen Testament wird an mehreren Stellen der Zusammenhang aufgegriffen, dass Jesus der "Erstling" ist, der "Erstgeborene aus den Toten", der "Erstling der Entschlafenen" (Apg 26,23; Kol 1,15+18; Hebr 1,6; Offb 1,5). Jesus ist der Erste einer völlig neuen Schöpfung. Er ist der, der für jeden von uns einen echten Neubeginn möglich macht.


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Ein Artikel von glaube.de.
Autor: Martin Baron / info@gottes-haus.eu
Mit freundlicher Genehmigung für Glaube.de
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