Isolde Müller: Sicherheit in Gott

Alles ist Vergänglich. Was jedoch auf Gott gebaut ist, hat Bestand. Alles andere versinkt in der Ungewissheit der Welt. Verlass ist in unserer Zeit nur noch auf das Wort Gottes. Das bleibt unverändert und unverrückbar. Gott ist gerecht. Gott ist nicht tolerant. Toleranz heißt, man duldet alles.
Gott ist gerecht, wir bekommen, was uns zusteht. Das sehen wir in Matthäus 25, Vers 15. Da lesen wir von den Talenten: „...und einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit ...“ Wir bekommen zugeteilt nach unseren Fähigkeiten. Jeder bekommt zugeteilt. Es ist völlig egal, wie viele Talente wir bekommen haben, wichtig ist, wie wir damit umgehen.
Das Beurteilungskriterium ist bei jedem Menschen gleich. Gott ist gerecht. Wem viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt. Wir werden von Gott nach unseren Fähigkeiten beurteilt, nach dem, was uns zugeteilt wurde. Das gibt uns Sicherheit. Niemand wird übervorteilt. Das ist nicht, wie bei einer Prüfung, wo ein Punkteschema zu Grunde liegt, und jeder die Punktzahl erreichen muss – egal was für Voraussetzungen man hat. Wir fallen nicht irgendwo durch, weil wir nicht so sind, wie unser Nächster. Es ist ganz egal, wie viele Talente du hast, beurteilt wirst du nach dem, was du damit gemacht hast. Wir müssen nicht dafür geradestehen, was andere tun. Wir haben es selbst in der Hand, wie wir einmal beurteilt bzw. gerichtet werden.
In Offenbarung 22, Vers 12 lesen wir: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ Wir müssen uns nicht auf weltliche Systeme oder Menschen verlassen, sondern auf die Gerechtigkeit Gottes. Niemand kann Gott gegen uns aufhetzen. Da gibt es keine Bestechungsgelder, keine Korruption und kein Mobbing. Das funktioniert nicht. Die andere Seite ist, dass wir selbst eine große Verantwortung haben - für unser eigenes Leben. Wir können niemand verantwortlich machen, wenn unser Leben nicht funktioniert.
Johannes 9, Vers 31: „Wir wissen, dass Gott Sünder nicht hört, sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er.“ Wenn wir seinen Willen tun, hört er uns. Wenn er uns hört, wird er uns helfen. Das ist doch Sicherheit für uns, wenn Gott uns hört. 1Thessalonicher 4, Vers 3: „Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung ...“ Und wenn wir weiterlesen, sehen wir, dass es da um Sünde geht. Ein „heiliges Leben“ heißt für uns, ohne Sünde zu leben. Und wenn wir das tun, sagt ER auch zu uns, wie zu David: Das ist ein Mann oder eine Frau nach meinem Herzen. Wenn wir ein Leben ohne Sünde führen, wird er uns nie verlassen. Und es ist unsere Sicherheit, dass er immer da ist, uns zu helfen.
1 Johannes 3, Vers 21 und 22: „Geliebte, wenn das Herz (uns) nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott, und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.“ D.h. wenn wir seine Gebote halten und tun, haben wir die Sicherheit, dass, wenn wir bitten, wir empfangen werden. Das sind keine Sicherheiten, wie die Welt sie uns bietet. Das ist eine unumstößliche Sicherheit, die auf immer und ewig gilt. Und sie wird 100%ig eintreffen. Auch wenn wir es nicht merken: Gott verlässt uns nicht! Das ist keine trügerische Sicherheit, wie die Welt sie uns bietet. Das ist unsere persönliche Sicherheit auf die wir uns verlassen können.
Wie oft setzen wir unsere Sicherheit auf die falsche Sache. Wir wiegen uns gern in der Sicherheit, alles mit Geld machen zu können. Wir denken: Mir kann nichts passieren. Ich habe vorgesorgt. Und in einem Moment ist alles kaputt - Überschwemmung, Sturm, Arbeitslosigkeit, Firmenkonkurse, Versicherungen kürzen alle Leistungen, Lebenshaltungskosten steigen usw. Und plötzlich bringen uns unser Geld und unser Besitz auch nicht weiter. Kommen wir in finanzielle Schwierigkeiten und können uns nicht mehr alles leisten, fällt unser Leben auseinander. Unsere Sicherheit ist dahin! In Markus 4 Vers 19 kommt das ganz deutlich zum Ausdruck: „ ... und die Sorgen der Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht.“ Die Machenschaften der Welt ersticken Gottes Wort in uns und wir werden blind der Wahrheit gegenüber.
Oft setzen wir auch unsere Sicherheit auf unsere Leistung! Viele Menschen denken: „Ich tue ja so viel für den Herrn, ich bin sicher, dass ich einen guten Platz im Himmel habe.“ Das kann eine trügerische Sicherheit sein, wenn unsere Erlösung auf unseren Werken beruht. „ICH tue JEDEN Dienst für den Herrn!“ – ABER ist das auch Gottes Wille für dich – DASS du DAS tust? Vielleicht will Gott etwas ganz anderes für dich!
Wir kennen alle die Bibelstelle in Matthäus, Kapitel 7: Haben wir nicht DAS und DAS und DAS GETAN? Und Jesus sagt: ich kenne euch NICHT! Im Vers vorher steht:„Nicht jeder, der zu mir sagt: HERR, HERR! wird in das Reich der Himmel eingehen, SONDERN wer den WILLEN meines Vaters TUT...“ Auf das RICHTIGE TUN kommt es an. Die Bibel sagt uns auch, dass der Glaube ohne Werke ist tot.
Wir müssen aber die Reihenfolge beachten. Zuerst kommt der Glaube – der Glaube an die Erlösung Jesu am Kreuz von Golgatha für mich persönlich, und aus diesem Glauben heraus, aus Dankbarkeit, kommen dann unsere Werke für Gott. Das Reich Gottes wird nicht gemessen an Leistung. Nach Leistung misst die Welt und das ist oft ungerecht. Es kommt auf die Herzenseinstellung an, auf die Beziehung zu Jesus. Deine Sicherheit liegt in deiner Beziehung zu Jesus.
Auch auf unser Wissen bzw. unsere Intelligenz setzen wir oft unsere Sicherheit. Auch dazu sagt uns die Bibel, dass es eine trügerische Sicherheit ist. Die Weisheit Gottes basiert nicht auf unserer Intelligenz. Hier gilt nicht das Motto: Wissen ist Macht! Gott beeindruckt unser Wissen und unsere Intelligenz überhaupt nicht! Weisheit ist eine Eigenschaft, die Jesus hatte. Immer wieder fragten die Menschen und besonders die Pharisäer: Wo hat er diese Weisheit her? (Z.B. Matthäus, Kap. 13) Weisheit ist eine Sache des Herzens, nicht des Verstandes.
Im 1 Korinther 1, Vers 20 lesen wir: „Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?“ Die Weisheit der Welt ist Wissen und Intelligenz und damit kann man das Reich Gottes nicht erfassen. Jakobus 1, Vers 5: „Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden.“ Wir dürfen um Weisheit bitten. Wissen und Intelligenz gibt uns keine Sicherheit. Nur die Weisheit Gottes lässt uns die wahre Sicherheit erkennen.
Manchmal basiert unsere Sicherheit auch auf unser Ansehen bzw. auf unserer Ehre, die wir bei Menschen haben. „Ich bin angesehen, jeder respektiert mich!“ Die Frage ist immer: Respektiert dich auch Gott? Kann er dich respektieren? Oder mancher sagt: „Ich habe viele Beziehungen. Ich kenne hohe Persönlichkeiten.“ Aber was ist, wenn diese Menschen versagen, auf die wir uns so stützen? Wir sind enttäuscht, frustriert, verletzt usw. Im Galater 2 Vers 6 sagt Paulus: „Von denen aber, die in Ansehen standen – was immer sie auch waren, das macht keinen Unterschied für mich, Gott sieht keines Menschen Person an ...“ Paulus hat keinen Unterschied im Ansehen einer Person gemacht, weil bei Gott jede Person gleich ist.
In Psalm 49, Vers 12 und 13 lesen wir: „Ihr Gedanke (ist, dass) ihre Häuser in Ewigkeit (stehen), ihre Wohnung von Geschlecht zu Geschlecht; sie hatten Ländereien nach ihren Namen benannt. Doch der Mensch, der im Ansehen ist, bleibt nicht, er gleicht dem Vieh, das vertilgt wird.“ Das heißt: Kein Mensch bleibt, auch wenn er noch so angesehen und begütert ist. Und keiner kann irgendetwas mitnehmen! Wir stehen einmal alle im gleichen Zustand vor Gott und es zählt nur, wie unsere Beziehung zu Gott war und daraus, wie unsere Werke waren. Sicherheit zu suchen in Ansehen und Ehre ist nichtig! Diese Sicherheit wird nicht bestehen.
Viele junge Menschen suchen ihre persönliche Sicherheit in der Tatsache, wie sie aussehen. Cool sein! Wenn ich Markenkleidung trage, bin ich wer. Das gibt ein sicheres Auftreten. Ich werde geachtet und beachtet! Aber nicht nur junge Menschen tun das, sondern viele andere auch. Das ist das, was zählt in der Welt – dein äußeres Erscheinungsbild. Lassen wir uns vom äußeren Erscheinungsbild anderer ein schüchtern? Dann sind wir in der gleichen Lage wie das Volk Israel und Goliath!
Sie hatten alle Angst, weil das Äußere so imposant war! Wir schauen auf das äußere Erscheinungsbild, Gott nicht! Unsere Wertstellung bei Gott hängt nicht von unserem Aussehen ab. 1. Samuel 16, Vers 7 „ ... Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz.“ Gründet sich unser Selbstvertrauen bzw. unsere Sicherheit auf unser Aussehen oder auf unsere inneren Werte? Wenn wir unsere Sicherheit auf unser Aussehen bauen, werden wir sicher bald enttäusch werden.
Unsere Sicherheit ist in Gott, dass er uns so beurteilt, wie wir es verdient haben. Nach unseren Fähigkeiten und dem, was uns zugeteilt wurde. Denken wir an die Talente aus dem Gleichnis! Wem viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt. Jesus sagt in Offenbarung 22, Vers 12: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ Wir müssen uns nicht auf weltliche Systeme, sondern dürfen uns auf die Gerechtigkeit Gottes verlassen. Das gibt uns Ruhe und Frieden, nicht von wankelmütigen Menschen oder Systemen abhängig zu sein. Was für ein Vorrecht haben wir doch!!!
Der Herr segne dich.
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Ein Artikel von Glaube.de mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk Karlsruhe www.missionswerk.de
Autor: Isolde Müller
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, ehrenamtlicher Redakteur bei www.glaube.de
Foto: sxc.hu
Dieser Artikel ist in der Zeitschrift "Treffend" 1. Ausgabe 2006 erschienen.
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