Bill Hybels: Warum wir hinhören sollten (Gebetsworkshop)

Gab es schon mal eine Zeit wo Du Gott zuhören konntest. Gab es vielleicht schon mal ein Wort, dass Gott zu Dir gesprochen hat? Wie hast Du darauf reagiert? Was ist daraus entstanden? (Beziehe Worte durch die Bibel, andere Menschen, oder Begebenheiten mit ein.)
Welche der folgenden Abschnitte kommt Deinem Zugang zum Hören auf Gott am nächsten?
Lese jeden der beiden Abschnitte durch und notiere Dir die Stärken und Schwächen, die bei beiden Gruppen, in Bezug auf das Hören Gottes vorkommen! Wie sehen Deine persönlichen Erfahrungen mit diesen Ansätzen aus?
Gruppe A
Wenn jemand Christ geworden ist wird alles anders. Das Leben besteht nicht länger nur aus der sichtbaren Realität, aus dem was man sehen, riechen, fühlen, oder mit menschlicher Logik erfassen kann. Es heißt im Glauben zu leben, und das bedeutet, sich selbst für das übernatürliche Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen. Vielleicht kennst Du Christen, die behaupten, das zu tun. Aber eigentlich haben sie scheinbar eine Art geistige Totaloperation durchführen lassen und nun wollen sie nicht mehr selbst Ihr Leben verantwortlich leben, sondern erwarten, dass der Heilige Geist ihnen sagt welche Socken sie morgens anziehen sollen, in welches Restaurant sie mittags gehen müssen und wie sie am Abend das Kreuzworträtsel lösen sollen. Sie möchten stündlich einen Wink erleben, täglich eine Vision und wöchentlich ein Wunder.
Gruppe B
Andere Christen sind typische Realisten des 20. Jahrhunderts. Für diese Menschen widersprechen die Impulse und das Wirken des Heiligen Geistes einfach vollkommen der menschlichen Natur und bekannten Denkmustern. Sie sind es gewohnt zu glauben, was sie sehen, ihr Schiff selbst zu steuern und einseitige Entscheidungen zu treffen... und deshalb verhindern sie, dass der Heilige Geist sein übernatürliches Wirken in ihrem Leben beginnen kann. Sie wünschen sich, dass das Päckchen ein bisschen handlicher wäre. Sie hätten es gern, dass man das Wirken des Heiligen Geistes einschätzen und beschreiben kann. Doch der Heilige Geist scheint unberechenbar und geheimnisvoll und kostet sie Nerven.
Eine Unterhaltung zwischen einem sterblichen Wesen und einem unendlichen Gott würde selbstverständlich etwas Übernatürliches sein - aber was ist daran so erstaunlich? Das normale christliche Leben hat eine übernatürliche Dimension. Wie der Apostel Paulus im 2. Kor. 5,7 schreibt: "Als Glaubende gehen wir den Weg, nicht als Schauende." Auf das zu hören, was Gott durch seinen Heiligen Geist zu uns spricht, ist nicht nur normal, sondern existenziell christlich.
Bibelstellen zum Thema:
Was kannst Du aus dieser Bibelstelle über das Hören auf Gott lernen? Lese die Bibelstellen genau durch und notiere Dir die Antwort auf die obige Frage.
Genesis 3,8-9
Joh. 6,44-45
Joh. 14,15-18
Röm. 8,1-17
Galater 5,16-26
Notiz fürs Gebetstagebuch:
Joh. 14, 15-18: "Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch."
1. Bete und meditiere (nachsinnen) über diese Bibelstelle und schreibe Deine Antwort an Gott auf Papier!
2. Nimm Dir 10 Minuten Zeit, auf der Grundlage dieser Bibelstelle konzentriert auf Gott zu hören. Bitte Gott um seinen Heiligen Geist. Lade den Heiligen Geist Gottes ein in Dein Herz, bitte ihn zu Dir zu sprechen und gib ihm Raum in Dir, jenseits Deiner Gedankenmuster zu reden.
3. Schreibe Dir auf, wenn Du den Eindruck hast, dass er Dir etwas mitteilen möchte.
Joh. 6,13: "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in dei ganze Wahrheit führen."
Notiere Dir in Deinem Gebetstagebuch was für Dich aus dieser Gebetslehre diesen Monat wichtig war, was Du gelernt hast und was Du festhalten möchtest.
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Glaube.de Redaktion (Teilweise Zitate und Auszüge aus dem Buch: Aufbruch zum Gebet, Bill Hybels
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