Uwe Dahlke: Christus unser Hoherpriester-2

Kolosser 3:1-4
Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferstanden seid, dann richtet euch auch ganz nach ihm aus und orientiert euch dorthin, wo Christus sitzt: auf dem Ehrenplatz neben Gott. Seid auf das Himmlische bedacht und nicht auf das Irdische. Wenn Christus, euer Leben, einmal allen sichtbar werden wird, dann wird auch offenbar werden, dass ihr seine Herrlichkeit mit ihm teilt.
Gleichzeitig vertritt er uns vor dem Vater durch Fürbitte, indem er für uns vor dem Vater eintritt. Jede Schuld, jede Schwäche die wir als Kinder Gottes und Braut Christi jetzt tun und bekennen, nimmt er von uns, so dass wir rein dastehen. Was immer wir bitten bringt er vor den Vater und verleiht uns so Vollmacht.
Johannes 16:23 Und an dem Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben.16:24 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. 16:26 An dem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; 16:27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum dass ihr mich liebet und glaubet, dass ich von Gott ausgegangen bin.
Sein priesterlicher (vermitteltender) Dienst hat uns für immer mit dem Vater versöhnt und verbunden und wir müssen verstehen: Er muss nicht einen zornigen Gott besänftigen, Jesus sagt uns: Das er gar nichts mehr sagen muss!
Er selbst der Vater liebt uns, weil wir an Jesus glauben und seinen Sohn lieben. wir sind unvorstellbar vollkommen hinein genommen in die göttliche Familie! Dennoch ist es auf ewig das einmalige Opfer Jesu, das uns diesen Stand verschafft hat und das ewig zu Gott spricht.
Hebräerbrief 6:19 In (dieser Hoffnung) haben wir einen sicheren und festen Anker, der uns mit dem Innersten des himmlischen Heiligtums verbindet. 6:20 Dorthin ist Jesus bereits vorausgegangen, er, der unser ewiger Hoherpriester geworden ist, ein Hoherpriester nach der Art des Melchisedek.
Heute möchte ich dieses Thema um unsere Rolle, die wir jetzt hier und in Ewigkeit haben werden, erweitern!
Offenbarung 1:6 Ihm (Jesus), der uns zu Königen gemacht hat und zu Priestern für seinen Gott und Vater: Ihm sei Ehre und Macht für immer und ewig! Amen. 5:10 Und du hast sie zu Mitherrschern gemacht, zu Priestern für unseren Gott, und sie werden die Erde regieren."
Diese beiden Verse zeigen uns einen interessanten Aspekt über unsere Zukunft
und die Gegenwart!
Wir werden nicht nur Könige sein, sondern Priester und das in alle Ewigkeit!
Bevor wir betrachten was das konkret für uns bedeutet, möchte ich für uns klar machen, das dies sich nicht nur auf die Ewigkeit bezieht, sondern schon auf das "Jetzt" und hier.
Hier schon sind wir Könige und Priester und sollen mit ihm herrschen! Warum das so ist lesen wir in folgenden Vers:
Johannes 5:24 Amen, ich versichere euch: Wer auf meine Botschaft hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben schon hinter sich.
Johannes 3:36
Wer an den Sohn glaubt, wer ihm vertraut, hat ewiges Leben.
Joh 6:47
Amen, ich versichere euch: Wer mir vertraut, hat das ewige Leben.
Wir haben das ewige Leben schon jetzt und wir sind nach Epheser 2.6 in Christus schon jetzt neben ihm in den himmlischen Örtern. Das ewige Leben ist also nicht etwas zukünftiges, das wir in der Auferstehung erhalten, es hat für unseren Geist im Moment der Neugeburt begonnen! Du bist schon jetzt eine ewige Kreatur und kannst deshalb auch dieses Leben nicht mehr verlieren.
Das bedeutet unser priesterlicher und königlicher Dienst beginnt schon hier und jetzt und diesen Dienst müssen wir verstehen und beginnen in ihm zu leben!
1.Petrus 2:5+9 Und lasst euch selbst als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, die geistliche Opfer darbringt. Durch Jesus Christus nimmt Gott solche Opfer jetzt gern an. Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums.
Wir sind eine Priesterschaft die geistliche Opfer darbringt.Und durch Christus nimmt Gott diese unsere Opfer gerne an!
Was bedeutet das konkret?
Freunde, der hl. Geist redet hier durch die Schrift vom Dienst des Gebetes und der Fürbitte, zu dem wir berufen sind! Unsere Gebete und Fürbitten, wenn sie im Willen Gottes stehen, bewegen den Arm Gottes, setzten Heere von Engeln in Bewegung, setzten Segen frei und verhindern Gericht. Und es ist das was wir oft im Moment, am wenigsten wirklich und innig tun!
Was ist die grundsätzliche Aufgabe eines Priesters?
Seine Aufgabe ist es zu vermitteln! Zwischen Gott und Menschen.
Was ist primär unsere Aufgabe als Christen?
Zu vermitteln zwischen Menschen und Gott !
a) Menschen die Gott noch gar nicht kennen
b) Christen die Gott noch nicht gut genug kennen
c) Christen die in Verstockung und Ungehorsam leben
Deswegen werden wir als Priester bezeichnet und die geistlichen Opfer die wir bringen, sind die Fürbitten und Gebete für Andere, Umstände und vor allem das Lob und die Anbetung Gottes (Dankopfer)
Wir bringen diese Gebete im Namen Jesu vor Gott, dieser Name macht die Gebete vor Gott angenehm und akzeptabel.
Johannes 16:23 Und an dem Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben.16:24 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. 16:26 An dem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; 16:27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum dass ihr mich liebet und glaubet, dass ich von Gott ausgegangen bin.
Aber noch großartiger ist: Das Gott dich selber voller Liebe anschaut und voller Liebe auf deine Gebete schaut, weil er sieht das du Jesus liebst und an ihn glaubst.
Das soll uns zuversichtlich machen und mutig. Gott schaut uns nicht misstrauisch an und checkt mit zusammengekniffenen Augen unsere JESUS PIN Card.
Er liebt uns und freut sich daran, das wir mit seinem lieben Sohn nun zusammenarbeiten, die Schöpfung zu regieren als königliches Priestertum.
Das heißt wir vermitteln und herrschen und das schon jetzt in diesem Moment, wenn wir unsere ID erkennen.
Freunde unsere größte und wichtigste Aufgabe ist das Gebet und die Fürbitte und gleichzeitig ist es unsere mächtigste Waffe.
Wir neigen dazu auch die Dinge des Reiches Gottes mit unseren Händen, unseren Ressourcen, unserem Verstand, unseren Beziehungen und unserer Kraft zu verwirklichen. Aber es ist oft viel Mühe und wenig wirklich geistliches Ergebnis.
Ja es gibt eine gelegene (Kairos) Zeit Dinge in der Kraft unseres Leibes zu tun, aber erst wenn wir von Gott gehört haben: Was zu tun ist und Wann!
Vieles geschieht aus eigener Ambition und eigener Vision, die wir dann zur Vision Gottes erklären und da viele Christen oft selber nicht hören, folgen sie oft der Vision die am lautstärksten proklamiert wird und einen äußeren Anstrich von Geistlichkeit hat.
Matthäus 7:22-26 An jenem Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen: 'Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Herr, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen Wunder getan?' Doch dann werde ich ihnen unmissverständlich erklären: "Ich habe euch nie gekannt! Macht euch fort, ihr Schufte!"
Es ist immer wieder wichtig diesen Vers zu kennen! Wir können soviel und vor allem beeindruckendes im Namen Gottes tun - und doch kann es am Ende das Zeugnis der Untauglichkeit bekommen und wenn es nur unseren eigenen Ambitionen diente ein harsches Gericht.
Die Ermahnung die Jesu ausspricht ist: "Ich habe euch nie gekannt!"
Ihn zu kennen, bedeutet Zeit mit ihm zu verbringen. wenn du jemand kennenlernen möchtest, dann lässt du dir das was kosten, vor allem Zeit!
Deswegen setzt sich die Ermahnung mit einem Gleichnis fort,dem Bau zweier Häuser auf unterschiedlichem Boden.
Matthäus 7.24-26 Darum gleicht jeder, der auf meine Worte hört und tut, was ich sage, einem klugen Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baut. Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heranfluten, wenn der Sturm tobt und an dem Haus rüttelt, stürzt es nicht ein, denn es ist auf Felsen gegründet. Doch wer meine Worte hört und sich nicht danach richtet, gleicht einem unvernünftigen Mann, der sein Haus einfach auf den Sand setzt.
Was möchte Jesus hier lehren? Ein Haus auf felsigen Grund zu bauen ist eine sehr harte und zeitaufwendige Arbeit (besonderes zur Zeit Jesu)
Auf Sand zu bauen geht relativ schnell, es bedarf keiner Mühen, den Grund vorzubreiten und Fundamente zu legen.
Jesus aber spricht von der Beziehung zu ihm! Ihn kennen zu lernen, seinen Willen kennen zu lernen ist keine Affäre die man so nebenbei erledigt und die Grundvoraussetzung mit ihm priesterlich zu regieren!
Aber viele bauen ihre Beziehung zu Jesus auf Sand.
Der Sand steht für eigene Ansichten, Ambitionen und seelische Absichten. wir halten unsere eigenen Ansichten für die Gottes und hoffen so durchzukommen.
Es ist uns zu mühsam auf ihn zu warten, zu schwer tief in sein Herz zu graben.
Aber es ist absolut wichtig und Teil unserer priesterlichen und königlichen Ausbildung, seine Stimme kennen zu lernen, zu verstehen wann er spricht und was er spricht. Der junge Samuel ist ein Bild für diese Ausbildung.
1.Samuel 3:3 Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel des Herrn, da die Lade Gottes war, und die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und der Herr rief Samuel. Er aber lief zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; gehe wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen. Der Herr rief abermals: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin und lege dich schlafen. Aber Samuel kannte den Herrn noch nicht, und des Herrn Wort war ihm noch nicht offenbart. Und der HERR rief Samuel wieder, zum dritten mal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der Herr den Knaben rief!
Diese Begebenheit des jungen Samuels der zu einem Priester ausgebildet wurde zeigt uns, was das erste ist, das ein Priester des Herrn lernen muss:
Seine Stimme erkennen und verstehen !
Und dies ist ein Prozess und geschieht nicht auf einen Schlag. Aber seine Stimme nicht zu kennen, läst uns als Priester völlig ineffizient sein. Denn wir werden nur seelisch beten, also das was wir mit dem natürlichen Auge sehen und wir werden nicht verstehen für was wir wirklich beten sollen.
Unsere Rolle hier und jetzt ist aber mit Christus königlich und priesterlich zu regieren, was ausschließlich durch das Gebet geschieht. Unser Gebet kommt an Orte zu denen wir niemals Zugang haben, es erreicht Menschen, die normal unerreichbar für uns sind, es vermag Umstände zu ändern die wie Gebirge vor uns stehen.
Und es beginnt damit zu lernen zu seinen Füßen zu sitzen anstatt ohne seinen Plan in blinden Aktionismus zu verfallen.
Lukas 10:39
Und sie (Martha) hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester allein dienen lässt?
Sage ihr doch, daß sie mir helfen soll! Doch Jesus antwortete ihr: «Martha, Martha, du machst dir viel Sorgen und mühst dich um Dinge, die im Grunde nicht so wichtig sind. Wichtig ist nur eins! Das hat Maria verstanden, und davon werde ich sie nicht abbringen.»
Freunde, hier geht es nicht um die Theoretiker & Praktiker im Reich Gottes, hier geht es um die richtigen Prioritäten zum richtigen Zeitpunkt (First things first)
Es gibt eine (kairos/gelegene Zeit) in der Jesus bereit ist zu dir zu sprechen und dir wichtiges zu zeigen, eine Zeit in der du ihn siehst was er tut und erkennst was er durch dich tun möchte. Es ist der Ort an dem der Priester sein muss!
Maria verstand diesen Zeitpunkt und setzte sich still hin um zu hören. Marta verlor sich in Dinge die in diesem Moment "zweitrangig" waren, nämlich Essen zu richten und den Tisch zu decken.
Freunde es ist eine alte Waffe des Feindes: Das Gute ist der Feind des Besten!
Es kommt die Zeit des Handelns aber zuerst muss die Pflicht des Hörens gemeistert werden!
Ich möchte uns ermutigen, unsere Aufgabe und ewige Berufung als Priester zu entdecken und zu empfangen.
Es ist das was wir in Ewigkeit tun werden, wenn wir mit ihm regieren, wir werden hören und empfangen was auf dem Herzen Gottes ist und es aus ganzem Herzen zu ihm zurückbeten und er wird es Realität werden lassen durch uns.
Ministryzeit
Joel 2:17
Lasset die Priester, weinen zwischen Halle und Altar und sagen: HERR, lass dein Erbteil nicht zu Schanden werden! Warum willst du lassen unter den Völkern sagen: Wo ist nun ihr Gott? So wird der HERR um sein Land eifern und sein Volk verschonen.
Hier können wir gemeinsam lernen ihn zu hören, zu suchen und für uns selber klar zu machen, was bedeutet es mir ein König & Priester zu sein?
Lebe ich für die Ewigkeit? Trachte ich zuerst nach Gottes Reich und sehne mich das es mit Kraft hervorbricht, oder suche ich nur meine eigene Ruhe und zeige damit, das mein Herz nicht an seinem Reich interessiert ist?
Er zieht dich, Er wirbt um dich, immer wieder, weise ihn nicht ab, gib deine Kraft am richtigen Ort aus und sammle dir Schätze im Himmel und eine ewige Berufung in dr ganzen Fülle die Jesus für dich vorgesehen hat.
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Ein Artikel von www.glaube.de
Textbearbeitung: Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de
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Mit freundlicher Genehmigung von Pastor Uwe Dahlke Christlliches Zentrum Karlsruhe CZK
Weitere Predigten sind als Audio CD zu bestellen bei CZK
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Foto: Uwe Dahlke
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