Druckversion
Dieser Text ist ein Artikel der Kategorien:
25-06-08

Siegfried Müller: Gott sagt: "Ich will euch erhören!"

Diese Zusage gibt Gott durch seinen Knecht Jeremia in Kapitel 29. In den Versen 11 bis 14 lesen wir die wunderbare Verheißung: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende (Zukunft und Hoffnung), des ihr wartet. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“

 


Zur damaligen Zeit, als der Herr durch Jeremia redete, hatte das Volk Israel große Not. Bis auf den heutigen Tag ist dieses Volk von vielen Feinden umgeben. Aber gerade da, wo die Not am größten scheint, ist die Hilfe des
Herrn am nächsten. Der Herr kann seine Allmacht am deutlichsten in Notlagen zeigen.

Viele Christen würden am liebsten ohne Anfechtungen in den Himmel hineinspazieren. Das geht aber nicht. Die Bibel sagt: „Diese sind’s, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen
und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf ihnen lasten die Sonne oder irgendeine Hitze; denn das Lamm (Jesus) mitten auf dem Thron wird sie weiden und leiten zu den Quellen des lebendigen Wassers, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen“ (Offb 7,14-17).

Stellen Sie sich vor, ein Schüler, der das Gymnasium besucht, hätte die Einbildung, dass sein Lernen eigentlich überflüssig sei, denn wenn die Lehrer und die Prüfungskommission ihm gut gesinnt sind, könnten diese ihm das
Abitur auch ohne Prüfung erteilen. Außerdem, so könnte er sich weiter einbilden, läge es an seinen Lehrern und nicht an ihm, dass es ihm so schlecht geht und er so im Stress stünde. Jeder von uns weiß, dass es ohne Prüfung
kein Abitur gibt. Ein Schüler, der so denken würde, könnte draußen in der Wirtschaft keine Leistungen erbringen. Er wäre ein Versager in jeder Hinsicht.

In der Nachfolge Jesu fragen sich hin und wieder Christen, weshalb es Gott zulässt, dass sie in ihrem Glaubensleben so hart geprüft werden. Einige sind sogar so vermessen und stellen die Behauptung auf, dass, wenn Gott
Liebe wäre, könnte er unmöglich so grausam mit ihnen sein und zulassen, dass ihr Glaube so hart geprüft wird. Wer so denkt, hat Gott in seiner Liebe und Größe noch nicht erkannt. Wir werden geprüft, damit wir dereinst als
Überwinder in die obere Heimat einziehen und gekrönt werden. Wir wollen die Glaubensprüfungen bestehen und keine Versager sein, die das vorgesteckte Ziel, die himmlische Heimat, nicht erreichen.

Im Himmel gibt es nur Überwinder, die durch das Blut des Lammes (Offb 12,11) die satanischen Attacken überwunden haben und auch bereit waren, Christi Schmach zu tragen, wie es in Hebräer 13,13 geschrieben steht. Jeder,
der draußen in der freien Wirtschaft oder in der Politik ein hohes, verantwortungsvolles Amt begleitet, musste zuvor große und auch schwere Prüfungen bestehen.

Sollten auch Sie, lieber Leser, sich derzeit gerade in so einer harten Prüfungsperiode befinden, dann rate ich Ihnen: Halten Sie durch, denn die Siegeskrone hält der Herr für Sie bereit. Gott hat Sie zu etwas Höherem berufen. Er verheißt in seinem heiligen Wort, dass er Gedanken des Friedens und nicht des Leides mit uns hat. Gott im Himmel will auch Ihnen das herrliche Ende geben, auf das Sie warten. Mit deutlichen Worten sagt er: „Ihr wer-
det mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören“ (Jer 29,12).

Gott lässt uns in schweren Stunden nicht allein. Er versichert uns durch sein Wort, dass, wenn wir ihn anrufen, er sich auch finden lässt. Jedem, der mit aufrichtigem Herzen zu ihm kommt und zu ihm betet, will er helfen und zur
Seite stehen. Wer allerdings vorwurfsvoll zu ihm kommt, sollte sich nicht wundern, wenn er sich nicht finden lässt, denn wir sollen mit Dank vor sein heiliges Angesicht kommen, so sagt es David in Psalm 34,4. Das ist die Weise,
wie wir dem Herrn zu begegnen haben.

Wer nach England oder nach Amerika reist, sollte die englische Sprache beherrschen, sonst versteht ihn keiner. In Frankreich sollte man die französische Landessprache können, andernfalls schüttelt jeder Franzose seinen Kopf. Wenn wir durch unsere Gebete zu Gott reden, haben wir
uns so zu benehmen, wie er dies von seinen Kindern erwartet. Schließlich sind wir Himmelsbürger und haben eine andere Nationalität. Als wiedergeborene Christen haben wir das Wesen Christi in uns und benehmen uns schon hier auf Erden wie Himmelsbürger.

Der Heilige Geist hat unsere trotzige und jähzornige Natur in das Wesen Jesu verwandelt. Gott schaut sehr darauf, dass wir es aufrichtig mit ihm meinen. Er freut sich, wenn wir ihm im Gebet unser ganzes Herz ausschütten. Bei
ihm haben wir immer Audienz. Er lässt sich von jedem finden, der ihn von ganzem Herzen aufrichtig sucht.

Suchen Sie Ihr Glück daher nicht bei einem Hellseher, Wahrsager oder bei Pendlern. Auch nicht bei solchen Personen, die „besprechen“, denn dadurch kommen Sie unter einen satanischen Bann. Wahres Glück und Frieden
finden Sie allein in Jesus Christus. Er lässt sich auch von Ihnen finden, wenn Sie ihn von Herzen suchen.

Ich habe eine gute Nachricht für Sie: Wenn Sie Hilfe von Gott brauchen, dann sollten Sie zu ihm beten, denn er lässt sich auch von Ihnen finden. Er wartet schon lange auf Sie und sagt: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. Und ihr werdet mich anrufen und
hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch  finden lassen“ (Jer 29,11-14).

Siegfried Müller

----------------------------------------------------------------------------------------------------Ein Artikel von Glaube.de mit freundlicher Genehmigung vom Missionswerk Karlsruhe www.missionswerk.de

Textbearbeitung: Jürgen Motzkus, ehrenamtlicher Redakteur bei www.glaube.de

Foto: Lizenz CoCo new media GmbH

Dieser Artikle ist in der Zeitschrift "Der Weg zur Freude" Ausgabe Nr. 6 vom Juni 2008 erscheinen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Nach oben



Name:
E-Mail:
[15:06:27] [CoCo new media] Martin Bauer: