Druckversion
Dieser Text ist ein Artikel der Kategorie:
09-01-05

Evangelist Andreas Hübner: Werden wie Jesus ... ?

Werden wie Jesus?
Ja, geht das denn? Darf ich das überhaupt wollen? Ist das nicht Anmaßung?

"Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild, uns ähnlich;..." (
1. Mose 1, 26)


Gott selbst hat den Menschen ursprünglich nach seinem Ebenbild geschaffen. Nun wissen wir zwar, dass der Mensch durch den Sündenfall diese Eigenschaft, ein Abbild Gottes zu sein, verloren hat, aber wir wissen auch, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um die Menschheit vom Joch der Sünde zu befreien und die Werke des Teufels zu zerstören!


In Christus sind wir die Gerechtigkeit Gottes

Jesus hat unseren Status wiederhergestellt. Gott will, dass wir wieder so werden wie er: "Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern." (Römer 8, 29)

Deshalb sollte unser größtes Ziel sein, so wie Jesus zu werden. Er ist unser großes, unser alleiniges Vorbild. Das ist keine Anmaßung, sondern Erfüllung von Gottes Willen. Aber: Wenn wir Jesus ähnlicher werden, dann nicht aus uns, sondern wir werden es "in Ihm".
In Christus können und sollen wir werden wie er. Wir brauchen deshalb kein neues "Selbstbewußtsein", sondern ein "Christus-Bewußtsein", ein Bewußtsein, wer wir in Christus sind, ein Bewußtsein dessen, dass Jesus selbst durch seinen Heiligen Geist in uns lebt und in uns und durch uns alle Dinge zu tun vermag.

Also: Ich darf, ich kann, ich soll wie Jesus werden - und wenn ich mich danach ausstrecke, wird er es in mir bewirken.


Gott tut alles aus Liebe

Was bewegt Gott, uns zu retten, zu helfen, zu heilen, zu versorgen ... ? Warum tut er alle diese Dinge?

"Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe." (Johannes 3, 16)

Gott hat seinen Sohn auf die Erde gesandt, weil er die Menschen liebt. Jesus Christus hat sich für uns geopfert und unsere Strafe auf sich genommen, weil er uns liebt. Er hat nichts anderes gesucht, keine Anerkennung, keinen Ruhm, keinen Vorteil irgendeiner Art für sich selbst - Er hat alles nur aus Liebe zu uns getan.

Liebe ist Gottes Natur: "Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." (1. Johannes 4, 16)

Wenn wir also werden wollen wie Jesus, dann muss Liebe unsere Natur werden. Wenn wir in Gottes Sinn für sein Reich wirken wollen, dann geht das nur aus Liebe, dann muss Liebe unsere einzige Motivation sein. Liebe ist aber etwas, zu dem man sich nicht zwingen kann. Sie muß tief aus unseren Herzen kommen. Und sie muss dort von Gott gewirkt sein, durch den Heiligen Geist. "Herr, hilf uns zu lieben, wie Du uns liebst!"


Jesus war ein Außenseiter

Jesus Christus passte nicht in die religiöse Welt der Juden. Er ließ sich in keine Schublade stecken. Die religiösen Führer der damaligen Zeit wussten zuerst nicht, was sie von ihm halten sollten. Er suchte keinen Kontakt zu ihnen. Er gehörte keiner Gruppierung an. Er hielt sich nicht an ihre Traditionen.

Sie konnten zwar laut auf den Straßen beten und in den Synagogen ihre Zeremonien abhalten, sie konnten über Gott predigen, doch in Wirklichkeit hatten sie keine Beziehung zu ihm. Ihr "Glaubensleben" bestand aus Liturgien, Zeremonien und Traditionen. Und sie waren so sehr darin eingefangen, dass sie den Messias, dessen Kommen sie Tag für Tag prophezeiten, nicht erkannten, als er schließlich vor ihnen stand.

Jesus aber predigte in Vollmacht und tat die vielen Zeichen und Wunder. Schon damit eckte er gewaltig an. Das Volk hörte auf ihn und nicht mehr auf die Pharisäer, ihr Einfluß auf das Volk war empfindlich gestört. Dann fing er auch noch an, ihre Heuchelei bloßzustellen:

"Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und auf den Märkten sich grüßen lassen und in den Versammlungen und bei den Mahlzeiten obenan sitzen wollen, die der Witwen Häuser fressen und zum Schein lange beten; diese werden ein schwereres Gericht empfangen." (Markus 12, 38-40)

Da war dann alles vorbei, und ihr Haß kannte keine Grenzen mehr. Jesus eckte an, weil er die Wahrheit sagte. Er nahm kein Blatt vor den Mund, sondern nannte die Dinge beim Namen. Damit stellte er sich in der damaligen religiösen Gesellschaft selbst ins Abseits. Er war ein Außenseiter. Stattdessen ging er zu den Sündern. Seine Mission war es, Menschen zu retten, ja, die ganze Menschheit zu retten, und um diese Mission zu erfüllen, ließ er sich ans Kreuz schlagen - ein Außenseiter, den man beiseite schaffen wollte und zusammen mit Schwerverbrechern hinrichtete.

Doch diese Menschen ahnten nicht, dass sie gerade damit Gottes Erlösungsplan vollendet haben.


Wie Jesus rettet

Viele Christen haben eine falsche Vorstellung darüber, wie Jesus hilft, wie er tröstet, wie er rettet. Sie kennen die Kraft Gottes nicht. Religiosität, falsche Demut, Heuchelei und Tradition haben viele Gemeinden zu "Trostanstalten" gemacht, wirkliche Hilfe gibt es dort nicht. Dabei hat doch Jesus für uns gelitten, damit wir Hilfe bekommen, damit die Kranken nicht nur getröstet, sondern geheilt werden ... , damit Menschen aus allen Nöten gerettet werden.

"Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, welcher umherzog, indem er wohltat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm." (Apg.10, 38)

Wo andere nur Trost spenden, gibt Jesus Heilung. Ich liebe den Bericht über den Jüngling von Nain, wie Sie ihn im 7. Kapitel des Lukasevangeliums nachlesen können. Als Jesus die Witwe sah, wie sie um ihren Sohn weinte, hatte er Mitleid mit ihr. Er tröstete sie nicht nur, sondern er erweckte kurzerhand ihren verstorbenen Sohn zum Leben. So rettet Jesus! Es gibt keine "halben Lösungen" bei Gott, er löst das Problem ganz.

Gott möchte, dass seine Gemeinde nicht nur die Kranken und Verletzten tröstet, sondern ein Heilungszentrum in der Kraft des Heiligen Geistes ist, in dem die Kranken geheilt werden und die Sünder zu Christus finden. - Er gibt Rettung! Er ist gekommen, um uns Leben im Überfluß zu geben.


Jesus belohnt großen Glauben

"Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommen soll, muss glauben, dass er ist und die, welche ihn suchen, belohnen wird." (Hebräer 11, 6)

Es ist öfter vorgekommen, dass Jesus sich über seine Jünger aufgeregt und sie "Kleingläubige" genannt hat. Einmal sind sie zusammen im Schiff gefahren, und ein Sturm kam, während Jesus schlief. Da fingen sie an, sich zu fürchten - obwohl Jesus doch direkt bei ihnen war. Kleingläubige! Als Lazarus gestorben war und Jesus einige Tage später an den Ort kam, sagten Maria und Martha: "Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre er nicht gestorben." Natürlich stimmt das, aber ist das großer Glauben? Offenbar nicht, denn zu dem Zeitpunkt war Lazarus noch tot.

Was aber ist dann großer Glauben? Als Jesus den Knecht eines Hauptmanns heilen sollte, da ließ ihm dieser Hauptmann ausrichten, er brauche sich dazu nicht zu ihm zu bemühen, sondern lediglich ein Wort zu sprechen. Die Reaktion von Jesus war:

"Ich sage euch, selbst in Israel habe ich einen so großen Glauben nicht gefunden!" (Lukas 7, 9)

Der große Glauben des Hauptmanns rettete seinen Knecht vor dem Tod. Großer Glauben hängt sich nicht an bestimmte Situationen oder Umstände. "Wenn der und der Prediger mir die Hände auflegt und für mich betet, dann werde ich geheilt!" Natürlich kann das im Glauben geschehen, aber das ist noch kein großer Glauben. Großer Glauben weiß, dass Jesus jederzeit an jedem Ort alles tun kann, und empfängt das.
Jesus liebt es, wenn Menschen in großem Glauben und großer Erwartung zu ihm kommen. Und was er vor zweitausend Jahren in Kapernaum getan hat, das kann er auch heute in Ihrer Stadt tun! Jesus hat unserem Glauben keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil, er ermutigt uns zu großem Glauben, um die Werke zu tun, die er getan hat, und sogar größere als diese:

Alles ist möglich dem, der glaubt! (siehe Markus 9,23)

Großer Glauben versetzt Berge. Jesus fordert uns heraus, großen Glauben einzusetzen, um das "Unmögliche" möglich werden zu lassen und seinen Namen zu verherrlichen.





***********************************************************
Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen im Internet oder in Print bedürfen der vorherigen
Genehmigung der Autoren bzw. Glaube.de.
Textbearbeitung: Susanne Dwehus / Redaktionsmitarbeiterin Glaube.de
***********************************************************
Autor: Evangelist Andreas Hübner, www.jesustotheworld.com
Foto: www.sxc.hu - the leading free stock photosite
***********************************************************

Nach oben



Name:
E-Mail: