Reinhard Bonnke: Im Willen des Vaters Teil 3

Wir können uns von Mose, dem ersten Befreier, ermutigen lassen. Er fühlte sich völlig überfordert. Er dachte, die Führer Israels würden ihm nicht zuhören. Und warum sollten sie auch? Mose war für sie ein unbekannter Achtzigjähriger, der wahrscheinlich an altersbedingten Wahnvorstellungen litt und behauptete, Gott hätte ihn gesandt, sich gegen ganz Ägypten zu stellen und Pharaos komplette Sklaven-Mannschaft in ein Land voll Milch und Honig zu entführen. Und den Gott, der ihn sandte, kannten sie gar nicht mehr, der gehörte nicht zu den bekannten ägyptischen Gottheiten.
Doch der Herr rüstete Mose mit überzeugenden Beweisen aus. Er überwand ihre Zweifel und alle hebräischen Sklaven folgten ihm aus Ägypten. Die meisten von ihnen waren nur halbherzig mitgezogen. Sie waren aufrührerisch, götzendienerisch, ließen sich von feindseligen Elementen beeinflussen, waren gegenüber Mose undankbar und beschuldigten ihn, er habe sie mit leichtfertigen Versprechungen aus Ägypten gelockt. Tragisch für sie war, dass Gott ihre Kritik hörte und ihnen schließlich das gab, an das sie letztlich glaubten, nämlich, dass keiner von ihnen je das Land Kanaan zu Gesicht bekäme. Sie starben alle vor dessen Grenze. Erst die nächste Generation marschierte mit Siegesgeschrei in das verheißene Land.
Heute sendet uns Gott genauso aus, wie er einst Mose aussandte, um die Gefangenen Satans zu befreien und die Welt zu verändern. Wir mögen uns minderwertig fühlen und fragen: "Wer sind wir denn?" Welche Qualifikationen besitzen wir? Nun, Mose besaß keine und fragte genau dasselbe: "Wer bin ich denn?" Gott erwiderte ihm, dass nicht das zähle, was Mose war, sondern das, was er (Gott) war. Er versicherte ihm: "Ich selbst werde mit dir sein!" (2. Mose 3,11-12). Wir mögen ganz einfach nur "der fromme Haufen" sein! Das Fernsehen verspottet uns in seinen Comedy-Programmen, die Zeitungen und Magazine sparen nicht mit Druckerschwärze, wenn es um irgendwelche kirchlichen Affairen geht. Bösewichte machen Schlagzeilen, aber nur, solange sie keine Christen geworden sind. Doch was spielt das für eine Rolle? Gott schaut kein Fernsehen und liest keine Zeitungen.
Die christliche Gemeinde hat heute die Rolle von Mose eingenommen. Ausgerüstet und durch den Heiligen Geist bestätigt, ist sie unterwegs, die Welt und deren Lebensweise mit dem Evangelium herauszufordern. Gott sandte Propheten wie Jesaja zu Leuten, von denen er wusste, dass sie nicht zuhören würden. Wir mögen uns manchmal wie Jesaja vorkommen, wenn wir zu Leuten sprechen, die nicht bereit sind auf uns zu hören. Aber dies ist das Zeitalter des Heiligen Geistes. Wir gehen auf das Geheiß Jesu hinaus und dürfen erleben, wie sich Sünder bekehren. Das Blut der anderen wird nicht über uns kommen. Wenn wir das tun, was Gott sagt, wird er das tun, worum wir bitten. Wenn Gott uns aufruft zu gehen, gibt er uns die erforderliche Kraft dafür. Diejenigen, die sich weigern, seinem Wort zu gehorchen, werden wie weggeworfene Schnipsel im Abfall enden.
Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehe und führe die Kinder Israel aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge. (Exodus 3, 11-12)
------------------------------------------------------------------------------------
Ein Artikel von www.glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung vom Herausgeber/Autor:
© Christus für alle Nationen
www.cfan.org
------------------------------------------------------------------------------------






