Unbekannter Autor: Daunenfedern

Beim fünften Mal bittet er die Frau nach Hause zu gehen und ein Daunenkissen zu ihm zu bringen. Erstaunt macht sich die Frau auf den Weg und kommt mit dem Kissen zurück. Der Priester geht mit ihr samt Kissen auf den Kirchturm und sagt ihr: "Reiße das Kissen auf und werfe die Federn in den Wind!"
Die Frau tut es und der Wind trägt die Federn in alle Richtungen. Nun meint der Priester zu ihr: "Gehe runter und sammle die Federn wieder ein!" Die Frau schaut ihn völlig fassungslos an und beschwert sich: "Aber das geht doch gar nicht, Herr Priester! Der Wind hat sie schon im ganzen Dorf verteilt." "Siehst Du", antwortet der Priester, "so ist es auch mit Deinem Schlecht-über-andere-Reden. Ich kann Dich von Deiner Schuld freisprechen, aber Deine üble Nachrede hat sich schon wie die Federn in Windeseile im ganzen Dorf verteilt und die kannst Du nicht mehr zurückholen."
Die Frau kam nie wieder wegen dieser Sünde zur Beichte.
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Ein Artikel von Glaube.de
Autor unbekannt
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