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13-11-03

Reinhard Bonnke: Revolutionäre Wahrheiten über Anbetung

"Gott ist der Ursprung aller Freude, allen Vergnügens, aller Musik, aller Herrlichkeit und auch allen Lachens. Wir sollten die Anbetung zu einem besonderen Anlass machen, Jesus unsere ausschließliche Aufmerksamkeit zu schenken und "in sein wunderbares Antlitz zu schauen". Christen sind in der Welt, um fröhlich und glücklich und keine Trauerklöße zu sein."
Reinhard Bonnke hat in der Bibel recherchiert und wichtige Wahrheiten über Anbetung neu entdeckt...


"Bete Gott an!"
Offenbarung 22, 9

Anbetung ist die wertvollste Tätigkeit des menschlichen Geistes

Revolutionäre Wahrheiten über Anbetung

Von Zeit zu Zeit sprach Jesus mit Frauen über geistliche Wahrheiten, die er seinen Jüngern so noch nicht gesagt hatte. Einmal trafen sie ihn an, als er gerade mit einer Frau sprach, und waren verwundert. Vielleicht fühlten sie sich dabei ausgegrenzt? Diese Frau war keine Jüdin, sondern eine Samariterin und lebte als Ausgestoßene in ihrem Dorf. Ausgerechnet ihr offenbarte er die revolutionären Wahrheiten über Anbetung. Im folgenden Text werden wir die einzelnen Wahrheiten beleuchten.

Die Bibel enthält verschiedene Begriffe für Anbetung. Ich schlug in meiner Konkordanz jede der 200 Schriftstellen auf und las in meiner Bibel jeden der 85 Texte über die Anbetung Gottes. In 39 Büchern der Bibel erscheint das Wort nicht. Wir finden es aber in 17 alttestamentlichen sowie in 10 neutestamentlichen Büchern. Anbetung ist kein Lehrthema im Neuen Testament, und wir lesen auch nirgends etwas über "Anbetungs-Gottesdienste". Dennoch, es ist einfach unvorstellbar, Gott nicht anzubeten. Anbetung bildet den Hintergrund der ganzen Heiligen Schrift.

Sich Gott nahen

Das 3. Buch Mose behandelt speziell das Thema, wie sich die Israeliten Gott nahen durften, wobei das Wort "Anbetung" überhaupt nicht vorkommt. Dafür gibt es einen Grund. Wir kennen die Form individueller Anbetung, doch das Volk Israel pflegte eine gemeinschaftliche und keine individuelle geistliche Beziehung zu Gott. Eine der wenigen Ausnahmen ist Jabez, von dem die Bibel in 1. Chronik 4,9 sagt, dass er "angesehener als seine Brüder" war. Gott hatte mit Israel als gesamtem Volk einen Bund geschlossen. Anbetung war etwas Nationales und wurde an besonderen Festtagen gemeinsam gefeiert, an denen die Priester für das ganze Volk Opfer darbrachten. Die Dinge änderten sich langsam unter König David, dessen geistlicher Einfluss das gesamte religiöse Leben erfasste. Die Bekenntnisse in Psalm 51 sind Ausdruck seiner persönlichen Beziehung zu Gott.

Als die zwölf Stämme Israels einst Ägypten verließen, schienen sie kaum einen Gedanken für Dank und Anbetung zu haben (siehe Psalm 106). Sie hatten den Göttern Ägyptens gedient, allerdings nur oberflächlich, indem sie gewisse abergläubische Praktiken ausübten und Opfer darbrachten. Das geschah aber mehr aus Gewohnheit und nicht aus Hingabe. Sie erlebten, wie sich Gott durch Mose auf spektakuläre Weise in seiner Allmacht offenbarte. Doch sie waren zu verschüchtert, um anbeten zu können, dennoch hatten sie sich nach der ersten Anhörung Moses vor Gott verneigt (2. Mose 12,27). Es gibt viele Schriftstellen über ihre falsche Anbetung, zum Beispiel, als sie das goldene Kalb anbeteten. Der Herr führte sie, aber sie zeigten ihm nur ihre allgemeine Unzufriedenheit und Rebellion. Diese Sünde war die Hauptbeschwerde Gottes gegen Israel. In 1. Korinther 10,10 erinnert Paulus an ihr Murren, um uns vor den Konsequenzen zu warnen.

Israel musste lernen, dass Gott ihnen gegenüber zu nichts verpflichtet war. Sie waren in der babylonischen Gefangenschaft etwa 600 v. Chr., und erst, als sie siebzig Jahre später aus diesem Elend wieder freikamen, fingen sie an, Gottes Güte zu schätzen. Esra scharte alle freigekommenen Gefangenen um sich und las ihnen das Gesetz Moses vor und sie "verneigten sich und warfen sich vor dem Herrn nieder, mit dem Gesicht zur Erde". Ihre bisherigen Schwierigkeiten waren zum Teil direkt durch ihre undankbare Haltung ausgelöst worden.

Anbetung - eine der wichtigsten Aufgaben

Die Anbetung Gottes ist eine der wichtigsten Aufgaben im Leben und eine unverzichtbare Voraussetzung zum Glücklichsein. Wenn man undankbar ist, kann man sich nicht freuen. In den reichen Ländern ist Anbetung nicht allgemein üblich. Das ist unentschuldbar. Wir sind heute mit irdischen Gütern reicher gesegnet, als sich ein römischer Herrscher hätte je erträumen können. Undankbarkeit ist ein Fluch unserer Zeit. Ohne Anbetung geht unser Geist bankrott. Nur wenn wir dankbar sind, können wir uns an dem freuen, was wir haben. Anbeter haben keinen Grund zu meckern.

Im Matthäus-Evangelium lesen wir achtmal von Menschen, die sich in Anbetung vor Jesus auf die Erde warfen, wo immer sie gerade waren. Vielleicht hatten die Leute damals weniger Hemmungen und ein etwas kindlicheres Gemüt. Doch diese impulsiven Anbetungshandlungen waren einzigartig und schön, so dass man sie sich auch für unsere heutige Zeit wünschen würde. Sie drückten ihre Anbetung ohne Worte mit ihrem ganzen Körper aus, als sie zu Jesu Füßen fielen.

Nach dem Wunder der Speisung der Fünftausend fand offenbar keiner einen Grund zur Anbetung oder zu einem gewöhnlichen Dank. Dieses Wunder, das zu den größten zählt, die Jesus vollbrachte, spiegelt Gottes Fürsorge für die ganze Menschheit wider. Unglücklicherweise wurde aber keinem die wahre Bedeutung dieses Wunders bewusst, auch den Jüngern nicht. Jesus musste sie sogar fragen, ob sie sich noch daran erinnerten! Diese wunderbare Versorgung war eine Rückblende zum Manna in der Wüste, als das Volk Israel zu murren anfing: "Nur immer dieses armselige Manna. Das hängt uns zum Hals heraus!" Der Gott, der das Manna gab und 5.000 Menschen speiste, ohne einen Dank dafür zu bekommen, ist derselbe, der jetzt die ganze Menschheit versorgt. Wie viele bringen ihm dafür ein Lobopfer?

Wahre Anbetung

Jede Beziehung zu Gott braucht Anbetung. Jesus lehrte uns, wenn wir beten, damit zu beginnen: "Unser Vater! Dein Name werde geheiligt." Als David König war, wusste er um die Situation der Anbetung in seinem Reich. Israel hatte damals keine Kirchen, Synagogen, Hauskreise, Gebetsversammlungen oder Plätze, an denen das Wort Gottes gepredigt wurde. So plante David einen zentralen Tempel, in dem Tag und Nacht angebetet werden sollte. Das, was wir heute als Davids Psalmen kennen, war möglicherweise das Liederbuch im Tempel. Er legte wahrscheinlich auch den Tempeldienst für die Priester und die Chöre fest.

Davids wunderbares Werk schuf den Rahmen, in dem Israel dem Herrn Ehre und Preis darbringen konnte. Anfänglich war die Anbetung exzellent, aber im Laufe der Zeit wurde sie zur Routine, verflachte und verlor ihre geistliche Vitalität. Die Propheten warnten später davor, dass viele nur aus Heuchelei diese Gottesdienste besuchen würden. Regelmäßige Gottesdienste brauchen einen bestimmten Rahmen. Wir können daran teilnehmen, aber selbst die lebendigste Versammlung kann zur toten Form erstarren. Man kann sich an vielen schönen Dingen in der Gemeinde erfreuen: an guter Musik und Liedern, gutem Gottesdienstbesuch, netter Gemeinschaft, attraktivem Gebäude und einer guten Atmosphäre. Das ist bereichernd, und es verherrlicht Gott so lange, wie es die wahre Liebe zu Jesus ausdrückt, "im Geist und in der Wahrheit". Im andern Fall trifft nur das zu, was Gott durch Jesaja sagen ließ: "Dieses Volk da behauptet, mich zu ehren. Aber sie ehren mich nur mit Worten, mit dem Herzen sind sie weit weg von mir" (Jesaja 29,13).

Wenden wir uns dem zu, was Jesus zur Samariterin am Brunnen sagte: "Ihr werdet weder auf diesem Berg, noch in Jerusalem den Vater anbeten … Die wahren Anbeter werden den Vater in Geist und Wahrheit anbeten; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter" (Johannes 4,23-25). Zunächst stellen wir fest, er sagte nicht, dass Gott Anbeter suche, sondern dass er solche suche, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Beim Wort "Geist" handelt es sich um den Heiligen Geist. Wenn wir "im Geist" beten, gehen Anbetung und Fürbitte zusammen (Epheser 6,18). Ebenfalls "nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können" (Römer 8,26). Wir beten Gott durch den Geist an. Er bereitet uns vor, ihn in Wahrheit anzubeten.

Jesus sagte der Samariterin, dass die Zeit kommen würde, wo die Leute zum Anbeten nicht mehr nach Samaria oder Jerusalem gehen müssten. Gott ist kein Gott, den man in einem Schrein anbetet. Die Leute, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten, sind diejenigen, die auf den Wegen des Herrn wandeln. Das ist eine Lebenseinstellung: unser Leben ganz ihm geweiht, und so wie die Engelwesen, die um Gottes Thron sind, sind wir seine Anbeter bei Tag und bei Nacht.

Ausdruck unserer Liebe

Es sollte besondere Momente in unserem Leben geben, wo wir bekennen, dass er der Höchste in unserem Leben ist, und dass wir keinem anderen Herrn dienen. Anbetung ist Ausdruck unserer Liebe in höchster Form: glühend heiß und allen Wettern und Umständen trotzend. Ein Ehemann, der seine Frau liebt, wird die besonderen Tage wie Geburtstage und Hochzeitstage dazu nutzen, ihr auf ganz besondere Weise seine Liebe zu zeigen. Jeder, der sagt, er liebe Gott und bete ihn an, aber selbst niemals einen Anbetungsgottesdienst besucht, handelt schändlich. In 1. Mose 26 lesen wir von Abimelech, dem König der Philister, der bei einem Blick durchs Fenster sah, wie Isaak seine Frau Rebekka liebkoste, und dadurch sich und seine Gäste vor Schaden bewahren konnte. Woran könnte die Welt unsere Liebe zu Gott erkennen, wenn wir nie ein Gotteshaus aufsuchen, um ihm unsere Anbetung zu bringen?

Es gibt Zeiten, um unsere "Lust am Herrn zu haben" (Psalm 37,4). Das hebräische Wort hierfür findet sich 15-mal in den Psalmen. Es bedeutet wörtlich: eine gute Zeit mit vielen anderen zu verbringen, Gott mit fröhlichem Gesang zu loben und zu preisen. Wenn die Menschen in der Welt davon sprechen, "eine gute Zeit" zu haben, meinen sie, man müsse sich betrinken. Was für ein Leben! Paulus schreibt: "Sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus" (Epheser 5,18-20).

Gott ist der Ursprung aller Freude

Gott ist der Ursprung aller Freude, allen Vergnügens, aller Musik, aller Herrlichkeit und auch allen Lachens. Wir sollten die Anbetung zu einem besonderen Anlass machen, Jesus unsere ausschließliche Aufmerksamkeit zu schenken und "in sein wunderbares Antlitz zu schauen". Christen sind in der Welt, um fröhlich und glücklich und keine Trauerklöße zu sein.

Bei vielen Gottesdienstbesuchern kann man beobachten, wie sie beim Eintreten ins Gotteshaus ihr Lächeln abschalten, als herrsche drinnen eine düstere, stille und mysteriöse Atmosphäre. Das ist die Vorstellung, die Millionen Menschen von uns Christen haben und deshalb betreten sie nie eine Kirche. Unsere Freude als Gotteskinder sollte ganz natürlich zum Ausdruck kommen und keinesfalls durch einen "frommen Schein" verdeckt werden. Jesus gab dafür ein Beispiel bei der Tempelreinigung. Er trieb die Wucherer hinaus, und die Blinden und Lahmen durften hinein und er heilte sie. Als die Kinder das sahen, kamen sie hinzu und riefen Hosianna. Dabei war es für Kinder verboten, in den Vorhöfen des Tempels zu lärmen, und jetzt verstießen sie mit ihrem lautstarken Lobpreis gegen alle Regeln, wie Jesus aus Psalm 8,3 zitierte: "Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob." Doch den Tempelautoritäten gefiel das ganz und gar nicht! "Sag ihnen, sie sollen still sein!", sagten sie zu Jesus.

An jenem Tag hatte Jesus den Tempel zu einem Ort des Jubels gemacht, so wie es ursprünglich sein sollte. Johannes bekam in der Offenbarung einen kleinen Einblick in den Himmel, und dort war es auch so: Die Szene wurde von Jubel und überschwänglicher Freude beherrscht! Es erklang das neue Lied des Herrn, in jeder Sprache, neue Melodien, neue Harmonien, begleitet vom melodiösen Tosen des lebendigen Wasserquells, der nie zu fließen aufhört. Wer in seinem Elend bleiben will, braucht sich nicht auf den Himmel einzustellen.

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Veröffentlicht auf Glaube.de mit freundlicher Genehmigung von Christus für alle Nationen (CfaN)
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Quelle: CfaN
Autor: Reinhard Bonnke
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