Mirko Swatoch: Du hast dich plötzlich aufgemacht

Kein Vogel lässt sein Federkleid,
wenn er die Freiheit findet.
Doch du bist schon für mich zu weit -
der Schmerz mich überwindet.
Das Leben gleicht doch einer Bahn
und führt uns zueinander.
Der Tod nur reißt in seinem Wahn
die Menschen auseinander.
Das Fundament war tief gebaut,
die Liebe fest gegründet.
Wir haben uns Gott anvertraut,
der sich mit uns verbündet.
Die Hoffnung hat uns Mut gemacht,
sie stärkt die müden Glieder.
Doch ist der Morgen nicht erwacht -
mein Herz schreit Klagelieder.
Wie geht es weiter ohne dich,
wohin geht meine Reise?
Ich will nicht leben ohne dich -
Kummer beschleicht mich leise.
Gott ist mein Trost und fester Grund,
er sieht, wie ich hier weine.
Er war der Dritte mit im Bund,
so bin ich nicht alleine.
Der Tod ist uns als Frist gesetzt,
Gott hat es ausgesprochen.
Wir haben uns ihm ausgesetzt,
weil wir den Bund gebrochen.
So schnell wie auch der Rauch vergeht,
vergeht ein Menschenleben.
Doch Gott, der über allem steht,
schenkt uns ein neues Leben.
Wir fallen in kein schwarzes Loch,
es geht am Ende weiter.
Wir lassen das begrenzte Joch,
geh'n hoch die Himmelsleiter.
Die Tränen werden abgewischt,
dort gibt es Trost für jeden.
Es werden Gaben aufgetischt
aus Gottes Garten Eden.
Vergängliches wird abgelegt,
es endet jedes Treiben.
Was ewig währt, wird angelegt,
wir dürfen endlich bleiben.
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Ein Artikel von www.glaube.de
Eingereicht vom Autor Mirko Swatoch, Glaube.de-Nick: Opalix, www.mirko-swatoch.de.vu
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