Dr. Joseph Tkach: Unsere Auferstehung mit Christus

Jedes Jahr feiern wir, dass der Herr auferstanden ist - und er ist für immer und ewig am Leben als unser Erlöser, unser Fürsprecher und König. Wenn wir Jesu Auferstehung feiern, werden wir auch an die Verheißung unserer eigenen Auferstehung erinnert. Wenn wir mit Christus im Glauben vereint sind, dann haben wir Anteil an seinem Leben, seinem Tod, seiner Auferstehung und Herrlichkeit. Beachten Sie, wie oft Paulus sagt, dass wir mit Christus sind:
● Römer 6,4-8: Wir sind mit ihm gekreuzigt, mit ihm gestorben, mit ihm begraben und mit ihm in seinem Tod verbunden.
● Römer 6,5.8: Wir werden mit ihm leben, werden mit ihm in seiner Auferstehung gleich sein.
● Römer 8,17: Wir sind Erben Gottes und Miterben Christi.
● Galater 2,20: Wir sind mit Christus gekreuzigt und er lebt in uns.
● Epheser 2,5-6: Gott hat uns mit Christus lebendig gemacht, Gott hat uns mit Christus auferweckt und uns mit ihm eingesetzt im Himmel.
● Kolosser 2,12: Wir sind mit ihm begraben worden durch die Taufe.
● Kolosser 2,12-13: Durch den Glauben hat Gott uns auferweckt und mit Christus lebendig gemacht.
● Kolosser 2,20: Wir sind mit Christus den Mächten der Welt gestorben.
● Kolosser 3,3: Unser Leben ist nun mit Christus in Gott verborgen.
● Kolosser 3,4: Wenn Christus sich offenbaren wird, werden wir mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
● 1. Thessalonicher 5,10: Er starb für uns, damit wir mit ihm leben können.
● 2. Timotheus 2,11: Sind wir mit ihm gestorben, so werden wir auch mit ihm leben.
● 2. Timotheus 2,12: Dulden wir, so werden wir auch mit ihm herrschen.
Wenn wir Christus als unseren Herrn und Erlöser annehmen, ist unser Leben mit ihm in Gott verborgen, und wir sind mit ihm - wo er war, wo er jetzt ist, und wo er in der Zukunft sein wird. Wenn er offenbar wird, werden wir mit ihm sein. Wir werden mit ihm in seiner Auferstehung vereint sein und wir werden mit ihm in Herrlichkeit regieren. Wir sind seine Teilhaber, teilen uns sein Leben, wie es beim Abendmahl des Herrn dargestellt wird.
Diese Art der Rede mag heute seltsam klingen. Die wissenschaftliche Weltanschauung erzieht Leute dazu, nach Dingen Ausschau zu halten, die man sehen und mit physischen Instrumenten messen kann, aber Paulus spricht von unsichtbaren Realitäten, die außerhalb physischer Erforschung liegen. Er sagt uns, dass es bei unserer Existenz und Identität um mehr geht, als man mit den Augen wahrnehmen kann.
Obwohl menschliche Augen nicht sehen können, dass wir mit Christus gestorben sind, ist dies die Realität. Menschliche Augen sahen uns nicht in der Auferstehung Christi, aber die Realität ist, dass wir mit ihm auferstanden sind. Wenngleich unsere Augen die Zukunft nicht sehen können, wissen wir, dass auch sie eine Realität ist: Wir werden auferstehen, mit Christus regieren, auf ewig mit Christus leben, seine Herrlichkeit teilen und von Engeln bedient werden!
Christus ist der Erstling und in ihm werden alle Menschen lebendig gemacht werden (1Kor 15,22). Christus ist der Vorläufer, der Beweis, dass die Verheißung für jeden von uns, der mit ihm vereint ist, erfüllt werden wird. Die Auferstehung ist in der Tat wunderbare Nachricht für jeden von uns - ein zentraler Pfeiler des Evangeliums. Wenn es kein künftiges Leben gibt, wenn es keine Belohnung für unsere Schwierigkeiten gibt, dann ist unser Glaube ein Betrug, unsere Botschaft ist ein Irrtum. Aber sie ist kein Irrtum - Christus ist wahrlich auferstanden. Er regiert in Herrlichkeit, er wird wiederkommen und wir werden mit ihm in Herrlichkeit regieren.
Aber beachten Sie, dass es einen Preis zu bezahlen gibt, wie die vorhin aufgeführten Schriftstellen zeigen. Wir müssen mit Christus auch an seinen Leiden teilhaben. Wir müssen dulden, um zu herrschen. Paulus hat es so formuliert: "Ihn [Christus] möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet zu werden, damit ich gelange zur Auferstehung der Toten" (Phil 3,10-11).
Jagt dem Ziel nach, ermahnt uns Paulus (V. 14-15). "Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel", erinnert uns Paulus, "woher wir erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unseren nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann. Daher meine lieben Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und meine Krone, steht fest in dem Herrn, ihr Lieben" (Phil 3,20-21; 4,1).
Meine Freunde, auch ich liebe Sie. Schreiten Sie voran, im Wissen, dass für uns eine Belohnung im Himmel vorbereitet wird! Wenn der Herr Jesus Christus zurückkehrt, werden wir auferstehen um mit ihm in alle Ewigkeit zu leben - in einer Herrlichkeit, die wir uns kaum vorstellen können. Stehen Sie fest im Herrn, liebe Freunde! Voranzuschreiten erfordert, dass wir Geduld haben, aber es ist schwierig in der heutigen schnelllebigen Zeit, in der wir leben. Aber erinnern wir uns daran, dass Gottes Geist uns Geduld schenkt, wenn wir uns ihm nahen.
Jesus befiehlt uns: "Gehet hin, machet zu Jünger alle Völker? und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe" (Mt 28,19-20). Jünger Jesu sind Nachfolger Jesu, Menschen, die eine entscheidende Verpflichtung eingegangen sind, von ihm zu lernen und wie er zu sein. Aus diesem Grunde spielen Lehren und Lernen in der Kirche eine so wichtige Rolle. Leiter werden mit der Aufgabe betraut, die Kirche zu lehren, was Jesus lehrte und wie es für uns alle gilt, damit wir zunehmend geeignete und treue Jünger Christi werden.
Die Evangelisation geht auf natürliche Weise von seinem Leib von treuen, ergebenen, verpflichteten und anbetenden Jüngern aus. Das Volk zu sein, zu dem uns Gott berufen hat - Brüder und Schwestern Christi, die von seiner Liebe motiviert und geleitet sind - ist die primäre Methode, wie die gute Nachricht verbreitet wird. Es ist für Menschen weitaus wirksamer Jesus kennenzulernen und Jesus unter seinem Volk am Wirken zu sehen, als einfach eine Botschaft von einem Fremden ohne konkrete Demonstration ihrer wahren Kraft, welche die Freude und den Frieden Gottes bringt, zu hören. Aus diesem Grunde betonen wir weiterhin die Notwendigkeit von Christi Liebe unter uns.
Ich weiß, dass unsere Geschwister Gott lieben und für das Reich Gottes zusammenarbeiten möchten. Der Teufel möchte uns glauben machen, dass wir besiegt sind, aber er ist nur ein Lügner. Gott hat uns den Sieg gegeben, und wir sollen nicht glauben, dass alles verloren ist. Jesus ist auferstanden! Er ist auf seinem Thron und er liebt heute genauso sehr, wie er uns immer schon geliebt hat. Er wird sein Werk in uns tun.
Stehen wir mit ihm zusammen und vertrauen wir ihm, dass er uns führt, Gott besser zu erkennen, Gott mehr zu lieben und einander mehr zu lieben. Unsere wahre Belohnung liegt außerhalb des gegenwärtigen Moments, aber wir können sogar schon jetzt mehr und mehr die Segnungen des Reiches Gottes erfahren, indem wir uns verpflichten, Jesu Jünger zu sein und in seiner Liebe zum Vater und zueinander zu leben.
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autor: Dr. Joseph Tkach, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: Stiftung WKG
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