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02-06-05

R. Stresemann, G.J.Matthia: Der erste und der achte Mai: Dein Reich komme!

Gebete wurden über Bitten und Verstehen erhört
Eine kurze Übersicht von Günter J. Matthia und Rosemarie Stresemann, wie die vielen Gebete und Aktionen sich in der Bundeshauptstadt Berlin auf die beiden Wochenenden ausgewirkt haben. Eine Gebetserhörungen, die nur Gott geschenkt haben kann, auf das anhaltende Gebet seiner Kinder hin.



Der 1. Mai

Am Wochenende des 30. April und 1. Mai blieb es in Berlin extrem ruhig. Gebetsteams waren die ganze Zeit an den Brennpunkten vor Ort. Bereits in den Wochen zuvor hatte es Gebet vor Ort an den Stellen gegeben, die bisher Schauplatz von Randale gewesen waren. In diesem Jahr gab es eine noch breitere Zusammenarbeit von Kirchen, Gemeinden und Gruppen als noch im Vorjahr, um die Bemühungen für einen friedlichen 1. Mai in Kreuzberg zu unterstützen.

Aktionen am 1. Mai

* Ein übergemeindlicher Gottesdienst um 11 Uhr auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg mit ca. 800-1000 Teilnehmern, der von der inhaltlichen Ausrichtung, sowie von der Gebetsintensität sehr stadtbezogen war und positives Medieninteresse auf sich zog.
* Lobpreis am Nachmittag von christlichen Bands am Mariannenplatz bis abends um 20 Uhr 30 trug mit zur positiven Atmosphäre bei.
* 50 Jesus-Freaks sammelten Müll und Flaschen auf, was von den Initiatoren des Festes besonders positiv registriert wurde.
* 20 Beter/innen waren in Teams ab 16 Uhr bis nachts um 1 Uhr auf den Straßen. Dabei gab es quasi nebenbei allerlei positive Entwicklungen. Zwei Beterinnen hatten zum Beispiel Kontakte zu potentiellen Randalierern, die das Steinewerfen dann unterließen und statt dessen mit einem Bibelvers auf der Hand nach Hause gingen, um im Evangelium nachzulesen, wie man mit Gott in Kontakt kommen kann.

Gebetserhörungen

* Es gab keine verletzten Polizisten oder Demonstranten - keine weitere Sachbeschädigung außer einem weitab vom MyFest umgestürztem Auto und einigen Schäden an Polizeifahrzeugen.
* Eine hohe Zahl von Festnahmen. Die Polizei meldete: "Offensichtlich wurde jeder Straftäter erwischt."
* Die Einsatztaktik der Polizei, das Prinzip der ausgestreckten Hand, wird ein Erfolgsmodell. Es interessieren sich bereits Einsatzleiter aus Holland, Frankreich und Tschechien dafür. Sie waren am 1. Mai zur Beobachtung vor Ort. Damit wird Berlin seiner Berufung, positive Modelle zu exportieren, gerecht.
* Der "Mythos der Kreuzberger Randale" ist gebrochen worden.

Der 8. Mai 2005

Feiern zum 60. Jahrestag des Kriegsendes

Wir hatten schon im Vorfeld lange dafür gebetet, dass die NPD nicht zum Brandenburger Tor marschieren sollte. Eine neue Gesetzgebung sowie das angesetzte Bürgerfest machten dann eine Änderung der angeforderten Route für den rechten Aufzug nötig.
Nachdem der 1. Mai in Berlin friedlich geblieben war, während es in Leipzig eine Schlacht zwischen den Linken, der Polizei und den Neonazis gab, wurde allgemein befürchtet, dass der 1. Mai nur die Ruhe vor dem Sturm wäre und am 8. Mai der Krawall dann in Berlin richtig losbrechen würde.
Eine kleine Gruppe von Beter/innen erhielt daher den Auftrag, auch am 8. Mai vor Ort zu beten, weil es nicht reicht, den "Feind zu verjagen", sondern das Gebot in der Bibel immer darin besteht, ihn völlig zu vernichten (5. Mose 33,27) Während die Polizei ihre Kräfte auf 10.000 Beamte gegenüber 7000 am 1. Mai aufstockte, gab es jedoch deutlich weniger Beter als beim 1.Mai, denn eigentlich waren unsere Kräfte erschöpft.
Am 8. Mai befanden sich die Beter dann in einem von der Polizei sonst für alle anderen abgesperrten Areal, mitten im "Auge des Sturms". Dieser Ort war der Alexanderplatz. Wir erinnerten uns und den Herrn an den Jesus-Tag und den Davidstern, der am 11. Spetember 2004 von Christen auf dem Alexanderplatz gebildet worden war - als Zeichen unseres Willens, zu Israel zu stehen. Es gab etliche Situationen, bei denen die Gewalt auszubrechen drohte, aber der Herr schenkte einen totalen Frieden - "Friede wie ein Strom" flutete durch die Menschenmenge der Gegendemonstranten, so dass die Gewaltbereitschaft sich einfach auflöste.

Gebetserhörungen

* Es kamen erst gar nicht so viele rechte Demonstranten in Berlin an, wie von der NPD erwartet. Die Polizei zählte 3.000 statt 6.000.
* Die NPD konnte gar nicht vom Ausgangspunkt abmarschieren. Die Polizei verzichtete darauf, den rechten Demonstranten den Weg gewaltsam freizumachen, der von 10.000 Berlinern, die friedlich die Straßen blockierten, versperrt war. Die angereisten Neonazis wurden in extra Bahnen und Bussen verfrachtet und wieder abtransportiert. Sie hatten ca. 4 Stunden bei eiskaltem Wind und immer wieder starken Regenschauern auf ihrem Miniareal ausharren müssen. Niemand hatte sie zu Gesicht bekommen als nur einige Journalisten.
* Die linke Demo am Morgen verlief weitgehend friedlich. Ein Durchbruchversuch zum Alexanderplatz konnte von der Polizei ziemlich schnell abgewehrt werden.
* Wieder wurde kein Polizist oder Demonstrant verletzt. Es gab keine Sachschäden.
* Wir hatten für eine friedliche Gegendemonstration oder andere kreative Einfälle gebetet, um den Abmarsch der NPD zu verhindern - dies wurde buchstäblich erhört.
* Die Polizei kooperierte mit den Gegendemonstranten und bat sie höflich die Straße doch "bitte zu räumen" - unterließ aber jegliche Gewaltandrohung. Zum Schluss bedankte sich die Polizei bei den Demonstranten für die gute Kooperation, um die NPD Demo zu verhindern! Das war auch eine neue Qualität der Beziehung zwischen Demonstranten und Polizisten in Berlin. Immerhin gab es unter den Demonstranten auch eine größere Gruppe Anarchisten.

Wir hoffen, dass sich Christen in anderen Städten anstecken lassen - wenn das Reich Gottes in eine Stadt kommt, dann hat das sichtbare Auswirkungen, die man auch in der Presse lesen und im TV sehen kann.

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Ein Artikel von www.Glaube.de
Weiterverwendung nur nach Absprache mit Glaube.de oder dem Forum Gebet für Berlin
Autor: Rosemarie Stresemann / Günter J. Matthia, Forum Gebet bei Gemeinsam für Berlin
Infos und Kontakt: Forum Gebet und Gemeinsam für Berlin
Foto: G.J.Matthia
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