Reinhard Bonnke: Das Kombinationsschloss der Errettung (Teil 3)

Salböl
Ich verkündige die Botschaft der vollen Erlösung einschließlich der Salbung. Sie ist keine extra Zugabe, sondern im Gegensatz zur allgemeinen frommen Theorie das Zeichen für Echtheit. Johannes erinnerte die Gläubigen daran, dass sie die königliche Salbung trugen: "Ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist" und "die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch" (1. Johannes 2,20.27). Verschiedene Arten des Salböls basierten auf unterschiedlichen Ingredienzen. Die Salböle, die für den Tempelgebrauch verwendet wurden, setzten sich aus ganz bestimmten Zutaten zusammen und waren nicht für den allgemeinen Gebrauch bestimmt. So konnte man den König, die Priester und den Hohepriester an ihrem Wohlgeruch erkennen.
Unser Ideal ist die unverwechselbare Gegenwart des Heiligen Geistes. Unserem Gott lässt sich nichts Hässliches noch Unansehnliches zuschreiben. Farbe und nicht Chaos spiegelt ihn wider - seine Herrlichkeit besteht nicht aus Lehm, obwohl er den Menschen daraus formte. Der Himmel über uns ist seine Leinwand, auf die er seine herrliche Morgenröte und farbenfrohen Sonnenuntergänge malt und dazu nur den Staub verwendet, der vom Wind in die Lüfte und in die Wolken geweht wird. "Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes" - lautet Gottes Verheißung in Jesaja 61,3. Er füllt alle Leere aus und formt das Ungeformte. Er selbst ist der Ursprung aller Farbe und Schönheit. "Die Freundlichkeit des Herrn, unseres Gottes, sei über uns" (Psalm 90,17).
Göttliche Reinheit, die Gnade der Salbung des Heiligen Geistes ist geistliches "Parfüm", das den Guten liebenswert und den Gottgefälligen anziehend macht. Von Jesus wurde gesagt: "Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete" (Lukas 4,22).
Mode
"David zog frische Kleider an." Ein Sprichwort heißt: "Kleider machen Leute" und häufig erkennt man den Stand eines Menschen an seiner Kleidung. Aber wehe dem, der diese Ordnung durchbricht und durch seine Kleidung "mehr scheinen will, als er ist". Die hohepriesterlichen Gewänder in Israel waren von ganz besonderer Art, sie waren nur für Gottes Blick bestimmt. Josef erhielt von seinem Vater Jakob ein prächtiges Gewand als Zeichen für dessen besondere Zuneigung. Gott hatte David zum König erwählt mit dem Privileg, königliche Gewänder zu tragen. Sein Eingeständnis des Ehebruchs und der damit verbundenen Blutschuld warfen ihn beschämt zu Boden, dort lag er wie ein Bettler in ungewaschenen Kleidern. Um seinen gesalbten Zustand und seine königliche Würde wiederherzustellen, wechselte er seine Kleider und nahm damit wieder seinen Königsstatus ein.
Das führt uns direkt zum Kolosserbrief. Gotteskinder sollten durch Ablegen von "Zorn, Erbitterung, Bosheit, Schimpfworten und unanständigen Reden" zu erkennen sein. An ihre Stelle tritt:
"Bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld. Vor allem aber liebt einander" (Kolosser 3,8.12.14). Den Ephesern galt derselbe Rat wie den Kolossern: "Zieht den neuen Menschen an" (Epheser 4,24).
Ein Bekehrter hat "Christus angezogen" (Galater 3,27) und ist damit für die Welt ein Gewinn. Denn selbst die Welt wünscht sich insgeheim, dass Christus wieder zurückkehrt. Er ist die einzige Person, die die meisten Menschen gern treffen würden, doch dies können sie nur, wenn sie ihm in seinem Volk begegnen. Wir folgen nur einem Vorbild: Christus. Wir setzen dabei nicht auf unsere eigene Moral oder Güte. Er ist die Vollkommenheit. Die Möglichkeit, seine Gewohnheiten, Liebe, Integrität und seine Freundlichkeit anzunehmen, ist sein Angebot für uns, wenn wir eingeladen sind, "Christus anzuziehen".
Wir selbst können uns auch verändern. Es gibt Menschen, die auf elegante Weise versuchen, ihr unlauteres Wesen hinter einer frommen Fassade zu verstecken. Aber das gehört nicht hierher, denn Christus allein ist unser Vorbild. Wir können Christus nicht auf falsche Weise anziehen. Es ist Verrat an einer ahnungslosen Welt, ein Gewand der Gottgefälligkeit zu tragen und im Herzen stolz und selbstsüchtig zu bleiben.
Jesus war kein Schauspieler, er übte seine Vollmacht und Kraft nicht als arrogante Selbstdarstellung aus. Ein Kennzeichen bei allen seinen Wundern war seine erstaunlich ruhige und bescheidene Art. Von sich konnte er ohne Stolz sagen: "Ich bin gütig und von Herzen demütig" (Matthäus 11,29), denn es traf auf ihn wirklich zu. Er musste keine Respekt einflößende Haltung einnehmen, um Dämonen auszutreiben und Kranke zu heilen. "Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken" (Matthäus 8,16). Um seine Werke tun zu können, benötigen wir seine Eigenschaften. Wir müssen die Güte und Sanftmut unseres Herrn und Erlösers "anziehen". Das ist keine Frage der Mode. Die Kleidermoden ändern sich von Generation zu Generation. Doch unser Herr hat etwas viel Besseres anzubieten: "Das sei euer unvergänglicher Schmuck: ein sanftes und ruhiges Wesen. Das ist wertvoll in Gottes Augen" (1. Petrus 3,4).
"David ging in das Haus des Herrn und betete an." David wusste, wohin er gehen musste. Ohne Gott gleicht unser Leben einem Gang durch unwegsames Gelände. Wir mögen versuchen, uns unsere eigenen Wege zu bahnen, aber ohne irgendein Ziel. Die Wirkung der Gottlosigkeit drückt der Dichter in Psalm 107,4-7 poetisch aus:
Die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege,
und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,
die hungrig und durstig waren und deren Seele verschmachtete,
die dann zum Herrn riefen in ihrer Not,
und er errettete sie aus ihren Ängsten und führte sie den richtigen Weg,
dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten.
Ohne die rettende Gnade Gottes ist das Leben völlig ziel- und sinnlos. Es führt nirgendwohin, denn die Gottlosen wissen nicht, wohin sie gehen.
Der geringste Anbeter ist von bleibender Bedeutung. Wer sonst? Anbetung ist die größte Tat des menschlichen Geistes, ein einzigartiger Instinkt, unvergleichbar mit jeder anderen Lebensart. In der Anbetung schöpfen wir das gesamte menschliche Potenzial aus und nehmen mehr und mehr Gottes Wesen an.
Davids Aufstehen vom Boden verkörpert unser ganzes evangelistisches Ziel. Wir rekrutieren keine Kirchenmitglieder und verpflichten auch keine Anhänger. Wir retten Seelen, und heben die Massen, die durch ihre Vergangenheit nieder-gedrückt in Furcht und Selbstverdammnis leben. Wir vermitteln ihnen die göttliche Salbung und laden sie ein, zu Jesu Füßen Platz zu nehmen, "ordentlich angezogen und bei klarem Verstand". Alle Schätze dieser Welt sind nichts, verglichen mit dem Wert einer einzigen Seele. Wir wandeln Seite an Seite mit dem großen Hirten und suchen das, was verloren ist.
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Ein Artikel von glaube.de.
Autor: Reinhard Bonnke / Christus für alle Nationen
Mit freundlicher Genehmigung für Glaube.de
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