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13-01-07

Werner Otto Sirch: Siehe, ich will ein Neues schaffen...

Gott spricht:
Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr?s denn nicht? Jes. 43,19


Hoffnung klingt aus der Jahreslosung 2007 heraus. Gott will etwas Neues schaffen. Wir sehnen uns oft danach, dass wir alte und ausgetretene Pfade verlassen können. Neues macht uns neugierig, manchmal auch mutig. Ein Neuanfang kann verschüttet geglaubte Kräfte neu freisetzen. Es gibt aber auch Neues, wo wir lieber das Alte, das Vertraute bewahrt hätten. Hilflos schauen wir zu, wie ein neues Zeitalter heranzuwachsen scheint, das wir kaum mehr verstehen, in dem unsere Normen und Werte sich aufzulösen beginnen. Menschliche Bomben reißen nichts ahnende Unschuldige in den Tod. Fassungslos starren wir auf das Neue, dass Menschen ihr eigenes Leben wegwerfen, um so vielen Menschen wie nur möglich den Tod zu bringen. Global leiden die Völker unter dieser Bedrohung und können sich ihrer kaum erwehren. Was wächst da heran?



Global operierende Konzerne setzen trotz hoher Gewinne ihre Mitarbeiter auf die Straße, um, wie sie sagen, im weltweiten Wettbewerb nicht abgehängt zu werden. Der Mensch wird Verschiebemasse - der Aktienkurs gibt den Takt an. Andere Firmen lassen im Ausland, in sogenannten Billigländern, produzieren, um dem Konkurrenzdruck standhalten zu können. Sicherheit des Arbeitsplatzes scheint immer mehr ein unerfüllbarer Traum zu werden.



Es ist Neues, mit dem wir schwer zurechtkommen. In diese Situation hinein lassen wir uns dankbar durch die Jahreslosung 2007 daran erinnern, dass auch Gott Neues schafft: Täglich erblicken Kinder das Licht der Welt, täglich haben wir weltweit Wachstum und Gedeihen, täglich lässt er seine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte, täglich nimmt Gott das Alte, das uns quält, von uns und lässt uns wieder neu anfangen ...



Mit Heimweh war das Volk Israel im Exil in Babylonien. Es sehnte sich nach seiner Heimat und hatte die Hoffnung, wieder einmal zurückkehren zu dürfen. Gott hatte die Verbannten nicht vergessen und ihnen durch Jesaja seine tröstliche und Mut machende Botschaft verkündet: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr?s denn nicht? Und er machte es wahr, dass er zu seinem Volk steht, und führte sie nach 30 Jahren wieder nach Hause zurück.



Oft wünschen wir uns das auch ganz persönlich für uns, dass wir Neues sehen dürfen. So vieles ist bei uns eingefahren, verflacht und kraftlos geworden. Krankheit macht uns mutlos und raubt uns die Kraft. Wir hoffen, dass Gott neues Leben und neue Glaubensfreude in uns hineinschenkt: Siehe, ich will Neues schaffen ... Wir beten, dass Gott unsere Berufung stark macht, für eine völlig verunsicherte Welt kraftvoll und voller Freude Licht zu sein, damit sie von dem erfährt, der die Menschen bedingungslos liebt und von sich sagt, dass er das Leben ist und dass wir in ihm das Leben haben.



Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr?s denn nicht? Wir warten auf den neuen Himmel und auf die neue Erde, die Gott schaffen wird am Ende der Tage. Dorthin gehen das Ziel und die Hoffnung unseres Lebens: Bei Gott sein, wenn er alles neu macht.


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Ein Artikel von Glaube.de

Eingereicht vom Autor Werner Otto Sirch

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Foto: sxc.hu

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