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23-03-04

Evangelist Andreas Hübner: Von der Verzweiflung zum Wunder

Wo immer Jesus war, waren Menschen; Menschen mit ihren Sorgen, Problemen, Krankheiten. Jesus liebte sie und begegnete ihren Nöten. Er hielt ihnen keine religiösen Vorträge, Seine Worte waren nicht leer, sondern hatten gewaltige Macht. Tausende über Tausende folgten Ihm nach, um Ihn zu hören und die gewaltigen Wunder zu erleben, die Er immer wieder tat. Als Jesus an den See Genezareth kam, drängte sich die Volksmenge so sehr um Ihn, daß Er vom Wasser aus zu ihnen sprechen mußte.
<FONT face=Arial>Es begab sich aber, als das Volk sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, stand er am See Genezareth...</FONT></FONT>
</FONT>


...und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen die Netze. Da trat er in eines der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande wegzufahren; und er setzte sich und lehrte die Menge vom Schiffe aus." Lukas 5, 1-3

</FONT>Als Jesus an den See kam, blickten Ihm die enttäuschten Gesichter von Simon und den anderen Fischern entgegen. Völlig deprimiert waren sie damit beschäftigt, ihre Netze zu waschen. Die ganze Nacht hatten sie vergeblich hart gearbeitet. Vielleicht hatte Simon Tränen in den Augen, denn er wußte, an diesem Tag werden seine Kassen leer bleiben. Kein Lebensunterhalt! - Was würde morgen sein? Würde er jemals wieder Fische fangen?
Doch dann kommt Jesus und bittet ihn, ein wenig vom Land abzustoßen, damit Er sein Schiff als schwimmende Predigtplattform gebrauchen kann. Vielleicht war Simon über die Bitte Jesu überhaupt nicht froh. Er war müde von der Arbeit und dazu auch noch verzweifelt, denn all seine Fischkunst, all seine Anstrengung, all sein Können, hatten ihm nichts geholfen. Er war leer ausgegangen.

Überrascht von Gott

Sicher rechnete Simon Petrus nicht damit, daß Jesus an diesem Punkt totaler Enttäuschung und Frustration, an diesem Punkt, an dem er nicht mehr weiter wußte, bereits ein gewaltiges Wunder für ihn vorgesehen hatte. Simon saß in dem Schiff, in dem Jesus predigte. Während er noch in seiner Frustration gefangen war, war sein Wunder bereits auf dem Weg:
Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Höhe und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen! Lukas 5,4-5

<FONT face="Helvetica, Arial, sans-serif" size=2>Fahre hinaus und laßt eure Netze zu einem Fang hinunter? - Aber Jesus, wir haben die ganze Nacht gearbeitet! Wir haben doch schon alles versucht und nichts gefangen!
Jesus forderte den Glauben von Petrus heraus. Er will auch deinen Glauben herausfordern. Bist du an einem Punkt m Leben angelangt, an dem du alles versucht hast, es trotzdem aber so scheint, als würdest du leer ausgehen? Vielleicht bist du krank, verletzt, niedergeschlagen, verängstigt, am Ende? 
Ich habe eine gute Nachricht: Höre auf Gott, und wenn Er es dir sagt, fahre hinaus und lass deine Netze zu einem großen Fang hinunter. Gott verwandelt Frustrationen in Wunder. So wie Er es für Petrus getan hat, will Er es auch für dich tun.
Obwohl Petrus aus natürlicher Sicht keine Chance sah, entschied er sich, auf das Wort Jesu hin zu handeln. In all seiner Traurigkeit und Verzweiflung über seine Situation hatte er den Anweisungen Jesu nicht einmal richtig zugehört, denn Jesus hatte gesagt, er solle seine Netze (Mehrzahl) auswerfen. Petrus aber warf nur ein einziges Netz aus. Mit anderen Worten: Jesus wollte, daß Petrus sich für ein großes Wunder bereitmacht. Vielleicht hätte Petrus gleich alle Schiffe und Netze organisieren sollen, die er nur finden konnte! Statt dessen aber fährt er mit einem einzigen Schiff und einem einzigen Netz hinaus auf den See.
Was nun geschieht, ist eine katastrophale Segnung. Wenn der Segen Gottes wirklich fließt, dann fließt er so stark, daß er all unsere Vorstellungen bei weitem übertrifft. Schon im Buch Maleachi fordert Gott uns auf: ...prüft mich doch hierin, ...ob ich euch nicht einen Segen ausgießen werde, daß ihr nicht Raum genug habt, ihn zu empfangen! (engl. King James Version). Hier ist die Rede vom Geben des Zehnten.

Wenn der Segen Gottes fließt, dann müssen wir nicht um ihn kämpfen. Wir müssen nur auf Sein Wort hin handeln 
Im Alten Testament fragte eine Witwe, deren zwei Söhne zu Sklaven genommen werden sollten, um die Schuld des verstorbenen Ehemanns abzutragen, den Mann Gottes: "Was soll ich tun?" Er riet ihr, alle Krüge herbeizuschaffen, die sie nur bekommen konnte. Worauf sie sich mit den Krügen einschloss und begann, aus ihrer beinahe leeren Ölflasche in diese auszugießen. Gott wirkte ein Wunder, und es war eine große Zahl von Krügen, die sie mit dem kostbaren Öl füllen konnte. Am Ende rief sie ihren Söhnen zu: "Bringt mir noch ein Gefäß!", doch es war keins mehr da. Was beendete dieses gewaltige Wunder? Es war nicht Gott - es war der Mangel an Gefäßen. Der Segen Gottes überstieg ganz einfach das Fassungsvermögen aller Gefäße, die sie herbeischaffen konnte.

Die Netzte reißen

</FONT>Und als sie das getan, fingen sie eine große Menge Fische; aber ihr Netz zerriß. Da winkten sie den Gefährten, die im andern Schiffe waren, daß sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen und füllten beide Schiffe, so daß sie zu sinken begannen. Lukas 5,6-7

Ich persönlich bin der Überzeugung, daß Jesus hier ein schöpferisches Wunder getan hat. Er hat nicht etwa alle Fische aus dem See zu dieser einen Stelle zusammengerufen, damit Simon Petrus genug davon fangen konnte. Er hat ganz einfach eine gewaltige Menge neuer Fische in den See gesetzt. Ich kann mir gut vorstellen, daß Jesus von Anfang an geplant hatte, den Menschen am See Genezareth Seine Macht in dieser Weise zu demonstrieren.
Diese Fischer mußten erkennen: Alles ist durch dasselbe (Jesus, das Wort) entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Ohne Jesus hatten sie keine Chance. Ohne Jesus haben wir keine Chance!
Die Fischer haben die ganze Nacht nach den Segnungen gesucht, doch erst als sie auf den Geber allen Segens gehört haben, öffnete sich der Himmel, und dort, wo zuvor die Netze leer waren, füllten sie sich plötzlich so sehr, daß sie rissen und selbst die Schiffe, die den Fang an Land transportieren sollten, zu sinken drohten!

Welch einem gewaltigen Gott wir doch dienen! Wenn wir denken, Er hätte uns vergessen, so sind wir in Wirklichkeit bereits mittendrin in Seinem Plan, sich mächtig in unserem Leben zu erweisen. Wissen wir finanziell nicht mehr ein noch aus, so will Er uns reich segnen. Denken wir, daß wir unsere Chance verpaßt haben, so gibt Er uns einen neuen Anfang. 

Auf dein Wort (Lukas 5,5)

Auf Sein Wort hin dürfen auch wir unsere Netze hinunterlassen. Vielleicht hat Gott dir Sein Wort schon gegeben? Vielleicht hat Er dich beauftragt, etwas zu tun, was du noch nie getan hast? Oder Er hat dir aufs Herz gelegt, ein besonderes Opfer für Sein Reich zu bringen? Vielleicht etwas, was du immer wieder versucht haben, aber bisher ohne Erfolg; - jetzt aber wird es auf Sein Wort hin gelingen?
Wenn du auf Sein Wort hin handelst, wirst auch du erleben, was Simon Petrus und die Fischer am See Genezareth erlebten. Dies ist nicht die Zeit, enttäuscht niederzusinken und aufzugeben, sondern die Zeit, sich für ein gewaltiges Wunder bereitzumachen!



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Ein Artikel von www.glaube.de
vom Herausgeber/Autor:
© Andreas Hübner www.jesustotheworld.de für Glaube.de
Textbearbeitung: Corinna Petersen / Redaktionsmitarbeiterin Glaube.de
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