Druckversion
Dieser Text ist ein Artikel der Kategorien:
12-02-10

Angst vor der Freiheit

Haben wir Angst vor der Freiheit, die uns Gott in Jesus anbietet, weil sie Glauben und Vertrauen verlangt? Israels Wüstenwanderung lehrt uns diesbezüglich wertvolle Lektionen.


Als Israel mit der starken Hand Gottes von seiner Knechtschaft befreit wurde, hätte man erwarten können, dass dies dauerhaft positive Auswirkungen auf das Volk gehabt hätte, dass eine große Freude vorgeherrscht und dass sich sicher niemand zurück nach Ägypten und der Knechtschaft gesehnt hätte.

Es ist jedoch nicht so gelaufen. Mit der Befreiung kam auch eine Prüfung, eine Wüste die durchquert werden sollte. Eine Wüste bedeutet Hitze, Durst, Hunger, Schweiss. Wie reagierte Israel?

2. Mose 16,1-3:
„Darnach zog die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Elim weg in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tag des zweiten Monats, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren. [2Mo 16,2] Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wider Mose und Aaron in der Wüste. [2Mo 16,3] Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch des HERRN Hand in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot die Fülle zu essen hatten. Denn ihr habt uns darum in diese Wüste ausgeführt, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset!“

Auch als Gott ihnen Manna vom Himmel gab (kein Festessen, natürlich), ging das Murren weiter:

4. Mose 11,1-6,10:
„Aber das Volk beklagte sich arg vor den Ohren des HERRN. Als der HERR das hörte, entbrannte sein Zorn, und das Feuer des HERRN brannte unter ihnen und verzehrte das Ende des Lagers. [4Mo 11,2] Da schrie das Volk zu Mose. Und Mose bat den HERRN. Da erlosch das Feuer. [4Mo 11,3] Und man hieß den Ort Tabeera, weil das Feuer des HERRN unter ihnen gebrannt hatte. [4Mo 11,4] Und das hergelaufene Gesindel in ihrer Mitte war sehr lüstern geworden, und auch die Kinder Israel fingen wieder an zu weinen und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben? [4Mo 11,5] Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, und der Gurken und Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs; [4Mo 11,6] nun aber ist unsre Seele matt, unsre Augen sehen nichts als das Manna! [4Mo 11,10] Als nun Mose das Volk weinen hörte, in jeder Familie einen jeden an der Tür seiner Hütte, da entbrannte der Zorn des HERRN sehr, und es missfiel auch Mose.“

Gottes Absicht war nicht, das Volk Israel in der Wüste zu lassen, sondern in das Land Kanaan zu führen, wo Milch und Honig fliessen würden. Als die Kundschafter Israels das gelobte Land besuchten, kamen sie jedoch mit folgendem Bericht zurück:

4. Mose 13,25-28:
„Und nachdem sie das Land ausgekundschaftet hatten vierzig Tage lang, [4Mo 13,26] kehrten sie zurück und gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, in die Wüste Paran, gen Kadesch; und sie brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und ließen sie die Früchte des Landes sehen und erzählten ihm und sprachen: [4Mo 13,27] Wir sind in das Land gekommen, dahin du uns sandtest, das wirklich von Milch und Honig fließt, und dieses ist seine Frucht. [4Mo 13,28] Aber das Volk, welches im Lande wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr fest und groß. Und wir sahen auch Enakskinder daselbst.“

Das Murren und der Unglaube Israels brachte Gott dazu, sie 40 Jahre in der Wüste und dort sterben zu lassen, genauso wie sie es befürchtet hatten.

Was hat diese Geschichte, die vor Jahrtausenden stattfand, mit uns Christen zu tun? Viel in jeder Hinsicht!

1. Korinther 10,1-13:
„Ich will aber nicht, meine Brüder, dass ihr außer acht lasset, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer hindurch gegangen sind. [1Kor 10,2] Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer, [1Kor 10,3] und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken; [1Kor 10,4] denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus. [1Kor 10,5] Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden in der Wüste niedergestreckt. [1Kor 10,6] Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir uns nicht des Bösen gelüsten lassen, gleichwie jene gelüstet hat. [1Kor 10,7] Werdet auch nicht Götzendiener, gleichwie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: «Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu spielen.» [1Kor 10,8] Lasset uns auch nicht Unzucht treiben, gleichwie etliche von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tage ihrer dreiundzwanzigtausend. [1Kor 10,9] Lasset uns auch nicht Christus versuchen, gleichwie etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden. [1Kor 10,10] Murret auch nicht, gleichwie etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden. [1Kor 10,11] Das alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und wurde zur Warnung geschrieben für uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist. [1Kor 10,12] Darum, wer sich dünkt, er stehe, der sehe wohl zu, dass er nicht falle! [1Kor 10,13] Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; der wird euch nicht über euer Vermögen versucht werden lassen, sondern wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, dass ihr sie ertragen könnt.“

Christus hat auch uns mit mächtiger Hand von unserer Knechtschaft befreit. Auch wir sind noch nicht im gelobten Land angelangt! Wir befinden uns in einer schwierigen Umgebung, eine Wüste, es ist oft heiß, wir sind durstig und es gibt viele Gefahren.

Wie reagieren wir? Fragen wir uns: Was esse ich Morgen? Wieso befinde ich mich überhaupt in dieser Wüste? War es nicht besser als ich noch in der Gefangenschaft war? Gab es dort nicht Festessen, Freude und Sicherheit?
Geschwister, wir müssen aufpassen nicht falsche Sehnsüchten, Angst und Unglauben freien Lauf zu geben. Gott hat uns zur Freiheit berufen, ein Land versprochen, wo Milch und Honig fließen.

Galater 5,1-6:
„Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen! [Gal 5,2] Siehe, ich Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasset, wird euch Christus nichts nützen. [Gal 5,3] Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden läßt, dass er schuldig ist, das ganze Gesetz zu halten. [Gal 5,4] Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt, ihr seid aus der Gnade gefallen. [Gal 5,5] Wir aber erwarten im Geiste durch den Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit; [Gal 5,6] denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch Liebe wirksam ist.“

Haben wir Angst vor dieser Freiheit? Vielleicht weil sie Glauben und Vertrauen verlangt?

Hebraer 11,6:
„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommen soll, muss glauben, dass er ist und die, welche ihn suchen, belohnen wird.“

Vertrauen wir wirklich Gott, dass er uns durch Jesus Christus rettet? Oder haben wir Angst, dass dies nicht wahr sein könnte, dass wir uns besser selber darum bemühen sollen?

Geschwister, wenn wir Gott nicht glauben und ihm voll vertrauen, dann wird er auch uns in der Wüste lassen.
Es ist wichtig, dass wir verstehen, wie Gott uns wirklich sieht. Oft versuchen wir, seine Meinung uns gegenüber zu beeinflussen. Die Bibel zeigt jedoch klar, dass Gottes Grundeinstellung uns gegenüber nicht durch unser Wirken positiv oder negativ beeinflusst werden kann.

Gott ist Liebe, er erlaubt jedem Sünder nach Hause zu kehren und er organisiert jedes Mal ein Fest, wenn dies geschieht.

Wieso konzentrieren wir uns jedoch immer nur auf die Wüste und zweifeln, ob Gott überhaupt an uns interessiert ist und ob er wirklich Liebe ist? Wir hinterfragen seine Liebe und Grundeinstellung.

Vor ein paar Wochen haben wir im Schweizerklub Bergamo einen Film über Carl Lutz gezeigt. Carl Lutz arbeitete während des 2. Weltkrieges im Schweizer Konsulardienst in Budapest und rettete durch die berühmten „Schutzbriefe“ das Leben von mehr als 60.000 Juden, von denen eigentlich nur 8.000 offiziell erlaubt wurden. Er war unter Druck von allen Seiten, auch von seinem eigenen Land, liess sich jedoch nicht beeinflussen und rettete einmal sogar eine Person, die mit anderen am Flussufer erschossen wurde, aber jedoch im Wasser noch Lebenszeichen von sich gab. An einem gewissen Punkt kam jedoch sein Glauben ins Wanken. Wie konnte Gott erlauben, dass ein Hitler sich so benehmen durfte? Wieso hat Gott nicht einge¬griffen?
Carl Lutz hatte ein verfälschtes Bild von Gott. Er meinte, dass wir Gott immer verstehen können. Dies ist uns jedoch nicht der Fall. Wir müssen im Glauben wandeln, Gott vertrauen und jedes Mal mit ihm feiern, wenn ein Sünder zur Reue kommt.

Auch Jesus wurde wegen seines Umgangs und seiner Vorgangsweise kritisiert:

Lukas 15, 1-2:
„Es pflegten ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören. [Lk 15,2] Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen!“

Jesus kam um die Sünder zu retten, nicht die Welt geradezubiegen. Wie hätten wir reagiert? Wie reagieren wir wenn Gott den Sündern noch freien Lauf lässt? Harte Fragen!

Aber wie wäre es möglich, Sündern den Weg zu Gott zu öffnen, wenn es ihnen gar nicht erlaubt wäre, zu sündigen? Reue wäre nicht möglich/nötig. Ich weiss, es ist schwierig, diesen Gedankengang bis zum Ende durchzudenken, wenn wir tagein, tagaus Zeugen von Egoismus, Gottlosigkeit, Habsucht, Götzendienst, Krieg, Terrorismus, Eitelkeit, Bosheit, Unglauben, usw. sein müssen.

Wenn wir uns jedoch auf Gottes Wellenlänge begeben, in seine Realität eintreten, dann wird es uns möglich, ein Licht in der grossen Finsternis und Salz in dieser geschmacklosen Welt zu sein, und den Sündern entgegenzugehen.

Kennen wir wirklich Gottes Wille und Wunsch für die Menschheit?

Johannes 3,16:
„Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“

Gottes Liebe ist eine wunderbare und überwältigende Kraft! Gott hat alles gegeben, um Sünder zur Reue zu führen und ihnen das ewige Leben geben zu können.
Teilen wir diesen tiefen Wunsch und diese Einstellung Gottes, oder wünschen wir in unserem Innersten, dass er doch am besten alle Sünder dieser Welt mit einem göttlichen Feuer jetzt und sofort vernichten sollte? Aber wo wären dann wir heute?!!!

In dieser Hinsicht kommen mir die Jünger Jesu in den Sinn, als sie von einer Herberge in einem Samariterdorf abgewiesen wurden:

Lukas 9,54-56:
„Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel herabfalle und sie verzehre, wie auch Elia getan hat! [Lk 9,55] Er aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes [Kinder] ihr seid? [Lk 9,56] Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erretten. Und sie zogen in ein anderes Dorf.“

Kommen wir nochmals zurück auf Lukas 15.
Jesus wurde angeklagt, dass er sich mit Sündern abgab.
Seine erste Antwort war das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Verse 3-7: Gott investiert all seine Energie, um dieses zu finden und ist voller Freude, wenn er es findet).
Dann gab er dass Gleichnis von der verlorenen Drachme (Verse 8-10). Die Freude des Fundes behält Gott nicht für sich selber, sondern auch die Engel teilen sie.

Ab Vers 11 lesen wir dann das wunderbare Gleichnis vom verlorenen Sohn. Ich empfehle euch allen, dieses Gleichnis genau zu studieren. Dies wird uns helfen, Gottes Liebe für alle Menschen besser kennenzulernen.

Lukas 15,11-13:
„Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. [Lk 15,12] Und der jüngere sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen das Gut. [Lk 15,13] Und nicht lange darnach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit liederlichem Leben.“
Es geschah was geschehen musste:

Lukas 15,14-16:
„Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden. [Lk 15,15] Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Schweine zu hüten. [Lk 15,16] Und er begehrte, sich zu sättigen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm.

Was ist unsere Reaktion? „Das hat er wirklich verdient!“? Nicht so bei Gott, was war seine Einstellung?

Lukas 15,17-24:
„Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe hier vor Hunger! [Lk 15,18] Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, [Lk 15,19] ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! [Lk 15,20] Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. [Lk 15,21] Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! [Lk 15,22] Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet eilends das beste Feierkleid her und ziehet es ihm an, und gebet ihm einen Ring an die Hand und Schuhe an die Füße; [Lk 15,23] und bringet das gemästete Kalb her und schlachtet es; lasset uns essen und fröhlich sein! [Lk 15,24] Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“

Habt Ihr bemerkt dass der Vater dem Sohn um den Hals fiel, sogar bevor dieser ihn um Vergebung bat?

Geschwister, wir müssen verstehen, dass vor Gottes Thron eine große Feier stattfindet, weil immer mehr Sünder nach Hause zurückkehren. In Christus nehmen auch wir an dieser Feier teilt! Sind wir uns dessen bewusst?

Oder sind wir zu sehr beschäftigt, uns zu qualifizieren, uns nach unserer vergangen Gefangenschaft zu sehnen, über Sünder empört oder vielleicht sogar eifersüchtig zu sein?
Als der Bruder von der Rückkehr des verlorenen Sohnes erfuhr, Musik und Tank hörte, wurde er zornig und wollte nicht am Fest teilnehmen:

Lukas 15,15-32:
„Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Schweine zu hüten. [Lk 15,16] Und er begehrte, sich zu sättigen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm. [Lk 15,17] Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe hier vor Hunger! [Lk 15,18] Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, [Lk 15,19] ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! [Lk 15,20] Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. [Lk 15,21] Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! [Lk 15,22] Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet eilends das beste Feierkleid her und ziehet es ihm an, und gebet ihm einen Ring an die Hand und Schuhe an die Füße; [Lk 15,23] und bringet das gemästete Kalb her und schlachtet es; lasset uns essen und fröhlich sein! [Lk 15,24] Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. - [Lk 15,25] Aber sein älterer Sohn war auf dem Felde; und als er kam und sich dem Hause näherte, hörte er Musik und Tanz. [Lk 15,26] Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei. [Lk 15,27] Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat. [Lk 15,28] Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu. [Lk 15,29] Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten; und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. [Lk 15,30] Da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Dirnen verschlungen hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet! [Lk 15,31] Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. [Lk 15,32] Man musste aber fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden worden!"

Nehmen wir am Fest Gottes teil oder sind auch wir zornig und nicht einverstanden mit Gott?

Wer nicht am Fest teilnimmt, bleibt draussen!
Haben wir Angst vor der Freiheit, die uns Gott in Jesus anbietet? Zweifeln wir an Gottes Liebe?

Erinnern wir uns an Israels Beispiel, mit Ausnahme von nur zwei Personen (Kaleb und Josua) kamen alle in der Wüste um.

Ist die Wüste dies wert oder ist es nicht viel besser am Fest Gottes teilzunehmen, ihm zu glauben und ihm vertrauen, von Seinem Reich begeistert zu sein und das christliche Leben als großes Privileg zu erkennen und ein vor Freude überströmendes Herz zu haben?

Leben wir ängstlich, verbissen und zornig in der Wüste – vor der Haustür – oder treten wir nicht besser ein und nehmen am Fest teil und genießen die Musik und den Tanz, das wunderbare Fest Gottes?

 


-------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------
mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Textbearbeitung:Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
Foto: sxc.hu
------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nach oben



Name:
E-Mail: