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14-03-04

Evangelist Andreas Hübner: Glaube, Bewahrung und Sieg!

Was tut Gott, wenn Menschen in aussichtslose Situationen geraten?</FONT>


<FONT face="Helvetica, Arial, sans-serif" size=2><FONT size=4>P</FONT>aulus und Silas befanden sich in einer solchen Situation. In der Stadt Philippi schlug man sie und sperrte sie anschließend ins Gefängnis. Der Aufseher hatte strenge Anweisungen, sie sicher zu verwahren, worauf er sie "ins innere Gefängnis", den "Hochsicherheitstrakt", sperrte (Apg. 16,24). Ihre Füße wurden in Ketten gelegt. Paulus und Silas wußten nicht, welches Schicksal auf sie wartete. Ihre Feinde waren unberechenbar, das Schlimmste stand zu befürchten.</FONT>


Aussichtslose Situationen


Es gab keine Hoffnung für diese Männer Gottes, sich loszureißen und aus dem Gefängnis zu entkommen. Mitten in der Nacht entschlossen sie sich, zu beten und den Herrn mit Gesang zu loben. "Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang..." (Apg. 16,25).

Das Wort "und" bringt Gebet und Gesang der beiden in einen unmittelbaren Zusammenhang. Was werden sie gebetet haben? Um Befreiung aus ihrer aussichtslosen Situation, das wäre naheliegend! Ich stelle mir vor, dass die nicht mit weinerlicher, gebrochener Stimme gebetet haben: "Bitte, Gott, befreie uns, bitte Gott!" Ihr Gebet um ein Wunder der Befreiung aus den Ketten, in die man sie gelegt hatte, war sicher kein Betteln und Wimmern, sondern ein Gebet des Glaubens.Â
Darum stimmten sie einen Lobgesang an. Sie haben nicht gesungen, um sich gegenseitig zu ermutigen. Nein, sie sangen dem Herrn! Sie ließen sich von ihrer Situation nicht irritieren, sondern priesen Gott. Sie setzten ihr Vertrauen auf Ihn und wußten, daß Er viel größer ist als die Schwierigkeiten, in denen sie steckten. Sie werden Gott im Gesang bereits für den Sieg gepriesen haben, den sie schon bald erleben würden.
Dabei nahmen sie keine Rücksicht auf die anderen Gefangenen, die zu dieser Zeit wohl schliefen, denn die Bibel sagt: "...und die Gefangenen hörten sie" (Apg. 16,25). Paulus und Silas machten kein Geheimnis daraus, daß sie ihr Vertrauen in Gott setzten.
Paulus und Silas waren zwar im Gefängnis, doch keine Fessel, keine Kette, keine Gefängnismauer vermochte es, ihr Vertrauen in ihren lebendigen Gott zu erschüttern. Und Gott beantwortete ihr Gebet. Er sandte ein gewaltiges Erdbeben, sodaß die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden, die Ketten zersprangen und die Türen sich öffneten. Das größte Wunder ist hierbei nicht einmal das Erdbeben, sondern die Errettung des Gefängniswärters und seiner gesamten Familie, die daraufhin Jesus Christus angenommen haben. Gott hat eine Situation der größten Gefahr in einen vollständigen Sieg verwandelt!

Was aber, wenn die Gefahr sich nicht abwenden läßt? Wenn bis 5 vor 12 noch keine Rettung da ist? Wenn der Ernstfall wirklich eintritt?</FONT>


Im Rachen des Todes</FONT>


</FONT>Sadrach, Mesach und Abednego, die drei jungen jüdischen Männer in Babylon, wußten, daß Gott sie bewahrt, wenn sie ihr ganzes Vertrauen auf Ihn setzen. Weil sie sich konstant weigerten, das Bild König Nebukadnezars anzubeten, das er hatte aufrichten lassen, legte er ihnen die Todesstrafe auf. Sie sollten bei lebendigem Leibe im Feuerofen verbrennen. Sadrach, Mesach und Abednego standen vor dem glühenden Feuerofen. Sie spürten bereits die Hitze in ihren Gesichtern. Alles was sie tun mußten, um der Strafe des Königs zu entgehen, war, sich kurz vor dem Götzenbild niederzuknien. Die drei jungen Männer wußten jedoch, daß kein Todesurteil ihr Leben beenden konnte. Sie wußten, daß ihre Zeit in Gottes Händen stand, und blieben Ihm und Seinem Gebot treu:"Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder dessen, das oben im Himmel, noch dessen, das unten auf Erden, noch dessen, das in den Wassern, unterhalb der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht..." (2. Mose 20,4-5).
König Nebukadnezar war darüber so verärgert, daß er seine Diener anwies, das Feuer siebenmal heißer zu machen, so heiß, daß die Männer, die Sadrach, Mesach und Abednego fesselten und in den Feuerofen warfen, von der Hitze des Feuers getötet wurden. Die Männer Gottes waren im Feuerofen, aber es geschah ihnen nichts. Das Wort Gottes berichtet, daß das Feuer keine Gewalt über ihren Leib hatte. Das Haar ihres Hauptes war hinterher nicht versengt und ihre Kleider waren unbeschädigt. "Man bemerkte nicht einmal einen Brandgeruch an ihnen." (Daniel 3,27)
Dieses Zeichen und Wunder Gottes war so überwältigend, daß König Nebukadnezar, der doch noch kurz zuvor solchen Wert auf die Anbetung seines Bildnisses gelegt hatte, sich gottesfürchtig davon abwandte und den lebendigen Gott vor allen Versammelten mit großen Worten für Seine Macht lobte und pries. Er war so sehr ergriffen, daß er sogar noch einen Schritt weiter ging und befahl, daß jeder, der "von dem Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos leichtfertig spricht, in Stücke zerhauen und dessen Haus zu einem Misthaufen gemacht werden soll, weil kein anderer Gott ist, der also erretten kann wie dieser!" (Daniel 3,29)

Welch eine wunderbare Rettung! Welch ein Zeugnis zur Ehre Gottes! Und es gilt auch heute noch: Wenn wir dem Wort Gottes gehorsam sind, dann dürfen wir auf Ihn zählen. Wenn Gott in der Zeit des Alten Testaments Seine Diener aus den Todesflammen errettet hat, wieviel mehr können wir uns in dieser Zeit des Neuen Bundes Seines Schutzes und Seiner Hilfe sicher sein - egal wie aussichtslos unsere Situation erscheinen mag.
Gott kann uns auch durch jeden "Ernstfall" unbeschadet hindurchtragen. Keine Gefahr ist zu groß, keine Situation zu ernst, kein Problem unlösbar - Er rettet aus allen Lagen! Wenn es nun aber schon zu spät ist? Wenn das Unheil schon eingetreten ist? Wenn alles vorbei ist?</FONT>


Wenn alles zu spät ist


</FONT>Lazarus war gestorben, ein guter Freund von Jesus. Was sagte der Herr dazu? "... und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt. Aber lasst uns zu ihm gehen!" (Johannes 11,15). Jesus ist froh, daß er nicht dabei war und Lazarus rechtzeitig geheilt hat. Er hat ihn einfach sterben lassen. Warum? "... damit ihr glaubet." Was sollen wir glauben? An Ihn? Wie Maria und Martha: "Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben!" (Johannes 11,32)?
Natürlich wäre Lazarus nicht gestorben, wenn Jesus dagewesen wäre. Jesus hat immer geheilt - außer in seiner Vaterstadt Nazareth, wo sie nicht an Ihn geglaubt haben. Wer an Jesus glaubt, wird geheilt! Aber jetzt war es zu spät, Lazarus tot. Zu spät, an Heilung zu glauben. Ist es wirklich zu spät? Was für einen Glauben meint Jesus, den die Jünger haben sollen?
"Jesus spricht zu ihr (Martha): Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?" (Johannes 11,40).
Was gab es noch zu glauben? Lazarus war tot, seit vier Tagen. Es war alles vorbei.Â
Alles? Für Gott ist es nie zu spät! Nie! "Zu spät" gibt es bei Gott nicht! Was meint Jesus, als Er diese Worte zu Martha sagt? "Wenn du glauben würdest, daß Gott deinen Bruder Lazarus von den Toten auferweckt, dann würde Er genau das tun. Dann wäre er schon wieder lebendig - ganz ohne daß ich hier bei euch vorbeikomme!" Aber das glauben Martha und Maria nicht. Soweit reicht ihr Glauben nicht. Also geht Jesus hin und erweckt Lazarus von den Toten auf.

Zeit kann Gott in Seinem Handeln nicht begrenzen. Er steht über der Zeit. Wenn für uns alles vorbei, alles zu spät ist - für Ihn nicht! Wenn unsere Hoffnungen längst zuschanden geworden sind - Gott rettet auch dann noch aus jeder Situation! Auch der Tod ist für Ihn kein Hindernis. Jesus Christus hat die Macht des Todes ein für alle Mal besiegt. "Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?" (1. Korinther 15,55). Jesus Christus ist Sieger über Hölle, Tod und Teufel!

Wie oft hat Jesus zu Menschen, die mit einem Anliegen zu Ihm kamen, gesagt: "Dein Glaube hat dich gerettet; gehe hin in Frieden!" (z.B.Lukas 7,50). Glauben ist der Schlüssel zur Rettung aus jeder Not. Im Glauben können wir von Gott empfangen. "Alles ist möglich dem, der glaubt!" (Markus 9,23). Was aber ist, wenn unser Glauben nicht reicht? Wenn wir nur so viel Glauben haben wie Martha und Maria: "Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben!" Wenn wir uns die Rettung nicht oder nicht mehr vorstellen können?</FONT>


Gottes Motiv: Liebe</FONT>


</FONT>Martha und Maria hatten keinen Glauben für die Auferweckung des Lazarus. Jesus hat ihn trotzdem auferweckt. Widerspricht das nicht dem Prinzip des Glaubens? Wie kann ich etwas von Gott empfangen, für das ich keinen Glauben habe?
Wer sich so etwas fragt, ist einem Mißverständnis aufgesessen. Glauben ist niemals Glauben für eine Sache - Glauben ist immer Glauben an Gott! Vertrauen in Ihn! Vertrauen darauf, daß Er alles tun kann - und auch tun wird! Vertrauen, daß Er sich um mich kümmert, mich in keiner Situation im Stich läßt und mich aus jeder Not rettet! Dabei muß ich mir nicht vorstellen können, daß oder wie das gehen kann - das ist Seine Sache.
Hebräer 11,6 sagt: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommen soll, muß glauben, daß er ist und die, welche ihn suchen, belohnen wird."

Gott gibt denen, die Ihn suchen. Wenn ich in einer Notsituation bin, dann brauche ich nicht Glauben für die Rettung aus dieser Lage - dann brauche ich Glauben an Gott, und wenn ich Ihn suche, wird Er mich retten! Es gibt bei Gott kein Leistungsprinzip des Glaubens. Es gibt kein Prinzip nach dem Motto: Glaube oder stirb! Das zeigt der Bericht von der Auferweckung des Lazarus sehr deutlich. Gott ist nicht unser Klassenlehrer, der Leistung von uns verlangt und uns andernfalls sitzen läßt. Gott ist unser Vater, der uns liebt und uns alle Dinge aus Liebe gibt.
"Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?" (Römer 8,32). Natürlich ist es richtig, wenn wir unseren Glauben in allen Dingen einsetzen. Wenn wir damit aber an unsere Grenzen stoßen, dann bedeutet das nicht, daß auch bei Gott Schluß ist, sondern dann geht Er weiter und gibt uns aus Seiner Liebe und Seiner Gnade und Barmherzigkeit, was wir brauchen - wenn wir Ihn suchen! Gottes Liebe überwindet die Grenzen unseres Glaubens!</FONT>


In Windhoek war es "zu spät"</FONT>


</FONT>Ich weiß nicht, wieviel Glauben Tiree Kairikove hatte, als sie am 7. März dieses Jahres zu unserer Evangelisation in Windhoek (Namibia) kam. Aber sie kam. Sie suchte Gott!
Sie war im siebten Monat schwanger, doch das Baby in ihrem Leib war tot. Sie kam mit gebrochenem Herzen und brachte ihren ganzen Schmerz und ihre ganze Verzweiflung zu Gott.
Während der Predigt gab der Heilige Geist mir ein Wort der Erkenntnis: "Es ist eine Frau hier mit einem toten Baby in ihrem Leib! Achte auf das, was jetzt geschieht! In diesem Moment erweckt Gott dein Baby zum Leben! Amen!" Beinahe wie ein Blitz vom Himmel traf die Salbung des Heiligen Geistes den Körper der schwangeren Frau. Sie spürte plötzlich, wie das Baby in ihrem Leib sich wieder bewegte, und zwar heftig. Völlig überwältigt von der Liebe Gottes und durchdrungen von Seiner Kraft war Tiree dann zuerst gar nicht in der Lage, ihrer Freude Ausdruck zu verleihen.

"Jesus Christus ist gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit!" (Hebräer 13,8). Was er für Silas und Paulus, für Sadrach, Mesach und Abednego, für Lazarus getan hat, das tut er auch für Tiree und für Sie und mich, wenn wir unser Vertrauen auf Ihn setzen. Wenn wir unterzugehen drohen, stillt Er den Sturm. Wo es keinen Ausweg mehr zu geben scheint, bereitet Er einen Weg. Mit Ihm gibt es keine aussichtslosen Situationen mehr. Er kommt nie zu spät.</FONT>


Die aussichtsloseste Situation in unserem Leben</FONT>


</FONT>Aus der aussichtslosesten Situation in unserem Leben hat Er uns schon gerettet - als wir noch Sünder waren, getrennt von Ihm und dem Vater, verloren und auf dem Weg zur ewigen Finsternis. Welche Situation kann schlimmer sein?
Wenn Er uns damals gerettet hat, weil Er uns liebt, wird Er es dann nicht auch immer wieder tun? - In Jesus haben wir Schutz, Bewahrung und Sieg in jeder Situation unseres Lebens!</FONT>


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Ein Artikel von www.glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung vom Herausgeber/Autor:
© Andreas Hübner www.jesustotheworld.de
Textbearbeitung: Corinna Petersen / Redaktionsmitarbeiterin Glaube.de
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