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17-12-05

Pastor Mark Schröder: Verwandlung durch das Holz

Am Schilfmeer


Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen... - Was verbindet sich mit dem Schilfmeer? Was macht diesen Ort so besonders? Es ist der Ort, der wundersamen Befreiung, hier erlebten sie Gott in dramatischer und mächtiger Weise.


Gott wirkte Wunder, rettete sie aus der Not und erledigte ihre Feinde - alle Probleme versinken im Meer, damit ist die Zeit in Ägypten endgültig vorbei. An diesem Punkt gibt es viel zu loben und zu danken. Doch nun gilt es aufzubrechen, weiterzugehen, weg von diesem Ort der Gottesgegenwart. Nun geht es von hier aus in die Wüste, in des Ungewisse. Wie haben sie sich wohl gefühlt? - "Wird Gott so mit uns sein, wie er es hier war?"

Von diesem Ort der Gewissheit, wo Gott da war müssen sie fort. Wie würde es dir dabei gehen? Wie schön ist es doch an dem Ort, wo man geistliche Erfahrungen macht und Gott so nahe ist - auf einer Rüstzeit, Konferenz o.ä. Wir umschreiben solche Erfahrungen gerne mit dem Satz: "Da war echt Salbung da!" Vergessen aber manchmal dabei, dass Salbung kein schönes Gefühl ist, sondern die Befähigung zu einer Aufgabe und diese beginnt, wo wir uns auf den Weg machen. So geht es also los. Hinein ins Abenteuer, in den Glaubensalltag und den Glaubenskampf! Halleluja!!



Die Wüste Schur



Die Wüste ist nicht unbedingt der schreckliche Ort, denn es schnell zu verlassen gilt. Wüstenzeiten enden nicht immer mit fehlendem Wasser. In Lukas 4,14 lesen wir, dass Jesus erfüllt mit der Kraft des Geistes aus der Wüste hervor kam. Und Johannes der Täufer predigte in der Wüste und Menschen wurden dort vom Wort berührt. Wüsten sind Chancen Gott näher zu kommen, die Frage ist nur, ob wir die Chancen nutzen! Dass das Volk in der Wüste gerade kein Wasser fand, ist ein Ausdruck ihres ungläubigen Herzens Gott gegenüber. Sie nahmen Gottes Gegenwart nicht war. Aber Gott ist gerade in unserem Alltag da. Jesus begegnete vielen Menschen in ihren Häusern, also mitten im Leben.

Doch das Volk fand kein Wasser, sie ließen sich von den Problemen und den Herausforderungen einwickeln, meckerten und murrten über die Gegebenheiten, ohne zu merken, dass die Lösung so nahe war.



Mara



Dann fanden sie allerdings doch noch Wasser. Doch mit diesem Wasser gab es ein Problem: es war bitter - genauso wie sie selbst.
Wie sehr kennen wir doch diese Situation. Da will man gerade in seinem Alltag der große Glaubensheld und Zeugnis sein. Doch dann geht alles schief: Sorgen, Ärger, Streit, Zorn, Angst, Wut, Verletzung - dann kommt die ganze bittere Soße an die Oberfläche und wir werden vielleicht auch ungenießbar.

Es sind diese Chancen der Wüste, die wir brauchen, damit sich in unserem Leben etwas bewegen kann. Es braucht Streß, um Geduld zu lernen. Es braucht die Versuchung, um Selbstbeherrschung zu lernen. Es braucht Herausforderungen, um Liebe zu lernen. Gerade in diesen Zeiten ist der Heilige Geist besonders daran interessiert uns zu dienen, um Frucht wachsen zu lassen. Doch was soll man nun tun, wenn die bittere Soße kocht? Was tun, mit den Verletzungen und dem verwundetem Herzen? "Was sollen wir trinken", so fragt das Volk.



Ein Stück Holz



Mose wandte sich in dieser Situation an Gott. Da schrie er zum HERRN. In seiner Not ging er zu dem, der alles zu tun vermag. Mose wusste, dass die Hilfe nur in der Begegnung mit Gott liegt und gerade nicht im Murren. Die Antwort Gottes ist so banal, aber auch genial. Da heißt es nur: Der Herr zeigte ihm ein Stück Holz. Der Blick auf das Holz - hier geschieht etwas, was von großer Bedeutung ist Denn auch für uns heute ist das ganze Wort, Reden Gottes und Wirken des Geistes solch ein Zeigen auf das Holz, nämlich das Kreuz von Golgatha. Es ist und bleibt die gleiche Antwort, schier ohne Worte - er zeigte ihm ein Holz. Da braucht es keine Worte mehr.
Das Kreuz ist die Antwort Gottes für alles, was wir brauchen. Nur durch dieses Holz wird unser Leben verwandelt. Nur am Kreuz werde ich erleben, wie die Bitterkeit meines Lebens in Süße verwandelt wird. Allein das Kreuz von Golgatha ist die Antwort für diese Welt. Diese Holz muß immer wieder in unser Leben geworfen werden, nur so erleben wir Erneuerung und Wachstum im Glauben.



(S)eine Zusage



Dort legte er Ordnung und Recht für es fest, und dort prüfte er es... Wo? Dort, am Ort der Verwandlung. Mit dem Kreuz kommt neues Leben in uns, ein Leben, dass von seiner Liebe geprägt ist
Am Ende dieses Abschnitts lesen wir davon, dass das Volk nach Elim kommt. Elim steht mit den 12 Wasserquellen und 70 Palmen im totalen Gegensatz zu Mara. Es macht einen Unterschied, ob man dem Holz begegnet oder nicht. Deshalb sollten wir immer wieder das Kreuz in unser Leben wirken lassen.


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Ein Artikel von Glaube.de
Eingereicht vom Autor Pastor Mark Schröder, Pfingstgemeinde Annaberg,
(Glaube.de-Nickname: DoktorS)

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