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15-02-10

Bayless Conley: Erwarte Gottes Güte - Teil 1

Psalm 27:13 sagt: „Ich wäre entmutigt, wenn ich mir nicht sicher wäre, die Güte des Herrn zu schauen im Land der Lebendigen."


Viele sind entmutigt. Ihr Mut hat sie verlassen, weil sie schon länger nicht mehr erwarten oder damit rechnen, die Güte des Herrn zu sehen, und zwar nicht erst im Himmel, sondern hier im Land der Lebendigen. Es sind Erfahrungen in diesem Leben gemeint. Und ich möchte Sie ermutigen... ich sage es Ihnen von vornherein: Ich habe mir heute vorgenommen, Sie mit Hoffnung, Erwartung und einem neuen Maß an Glauben anzufüllen, auf dass die Güte Gottes in Ihr Leben kommt. 

Beim letzten Mal fanden wir heraus, dass Gottes Güte dazu führt, dass  Er unserer Not begegnet, uns körperlich heilt und unsere Sünden vergibt. Über Gottes Schutz und die Tatsache, dass Gott uns Türen der Gunst öffnet, sprachen wir auch schon. Alles Gute, was wir erleben, hat seinen Ursprung in Gottes Güte. Die Bibel sagt: „Du bist gut und du tust Gutes."

Gottes Wesen ist durch und durch Güte. Als Mose bat: „Herr, zeig mir deine Herrlichkeit", bedeutete das hebräische Wort „Herrlichkeit" Gewicht, Masse oder Substanz. Mit anderen Worten: „Gott, wie bist du wirklich in deinem Innern? Was macht dich aus? Ich möchte es wissen. Ich möchte es sehen." Gottes Reaktion war: „Gut, ich werde meine ganze Güte an dir vorbeiziehen lassen, Mose." Gott ist ein guter Gott.

Vielleicht sind Sie heute verzweifelt über Ihre finanzielle Lage. Vielleicht haben Sie Probleme in Beziehungen... in Ihrer Ehe, mit den Kindern oder in einem anderen Lebensbereich... und brauchen die Güte Gottes in Ihrem Leben. Ich werde Ihnen heute ein paar Gründe dafür nennen, dass Sie mit Gottes Güte rechnen und sie im Land der Lebendigen erwarten können, genau genommen elf Gründe. Ein paar werde ich länger ausführen, andere nur kurz. Sind Sie breit?

Gut, der erste Grund, Gottes Güte in unserem Leben, in unserer Situation zu erwarten, ist, dass Gott es versprochen hat und dass Gott nicht lügen kann. Titus 1:2 sagt: „Der Gott, der nicht lügen kann, hat verheißen..." Hebräer 6:18 sagt, dass es unmöglich ist, dass Gott lügt. Ich weiß, es gibt etwas, was Gott nicht kann. Er kann nicht lügen. Es ist unmöglich, dass Gott uns anlügt. Wenn Er etwas verheißt, wird Er es erfüllen. Lassen Sie uns Josua, Kapitel 23 ansehen. Josua sagt kurz vor seinem Tod dem Volk Gottes etwas sehr Bedeutendes. 

In Josua 23:14 sagte er:
„Bald werde ich sterben und den Weg alles Irdischen gehen. Tief in euren Herzen und in euren Seelen wisst ihr, dass jede Verheißung des Herrn, eures Gottes, wahr geworden ist. Nicht eine einzige blieb unerfüllt!"

Was für eine Aussage! Alles Gute, das der Herr euch verheißen hat, kam zustande. Kein einziges Wort blieb unerfüllt. Warum? Weil der Gott, der nicht lügt, es verheißen hat. Wir sollten erwarten, Seine Güte zu erleben.

Wissen Sie, als Judson im 18. Jahrhundert nach Burma fuhr, als erster amerikanischer Missionar, fand er, gelinde gesagt, ein sehr, sehr schwieriges Missionsfeld vor. Er arbeitete drei Jahre, ohne dass sich einer bekehrte. Sein Missionsvorstand fragte ihn: „Was garantiert Ihren Erfolg?" Judsons Antwort auf ihre Frage liegt mir vor. Er sagte Folgendes: „Dass es einen Gott gibt, der Seine Verheißungen erfüllt." Er sagte: „Das garantiert meinen Erfolg!" Dass es einen Gott gibt, der Seine Verheißungen erfüllt. Ich denke, nach sechs Jahren seines Dienstes dort taufte er den ersten Gläubigen, aber als er starb, gab es Hunderte von Kirchen und Tausende Gläubige. Gott hatte Sein Wort erfüllt.

Ich las die Geschichte eines verurteilten Kriminellen, der vor einem orientalischen Monarchen stand.

Er sollte demnächst geköpft werden und bat um ein Glas Wasser. Der König erfüllte seine Bitte. Ihm wurde ein Glas Wasser gebracht. Er zitterte so sehr, dass er es nicht trinken konnte. Der König sagte: „Mach dir keine Sorgen, du stirbst erst, nachdem du dieses Wasser getrunken hast." Sofort warf er das Glas zu Boden und es zersprang. Dann wandte er sich an den König und beanspruchte sein königliches Versprechen. Er sagte: „Majestät sagte, ich würde erst sterben, nachdem ich dieses Wasser getrunken haben werde. Dieses Wasser werde ich nie trinken." Der König antwortete mit einem bitteren Lächeln: „Du hast dein Leben gerettet, denn ich muss selbst dir gegenüber mein Wort halten."

Wenn ein irdischer Monarch sein Wort gegenüber einem verurteilten Kriminellen widerwillig hält, wie viel mehr wird unser Vater im Himmel, der über Sein Wort wacht, um es auszuführen, die Verheißungen erfüllen, die Er uns gab? Wenn wir jetzt abbrechen und nach Hause gehen würden, haben wir schon genug Grund, Hoffnung zu haben. Wir sollten Gottes Güte erwarten, weil der Gott, der nicht lügen kann, Verheißungen gab. Aber ich habe weitere Gründe.

Nummer zwei: Weil Gott sich nicht verändert. Er war gut und Er ist immer noch gut.

Letztes Mal sahen wir uns einen Vers aus Jakobus 1:17 an... in Vers 16 steht: „Irrt euch nicht, geliebte Brüder." Mit anderen Worten: seht das ganz klar! Jede gute Gabe - sagen Sie alle „gute Gabe" - jede gute Gabe und jede vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Mit anderen Worten, Gott verändert Seine Position nicht um eine Haaresbreite. Er gibt gute und vollkommene Gaben. Sie kommen von Ihm herab. Was nicht gut und vollkommen ist, kommt nicht von Gott. Wenn Er gut war, wird Er weiterhin gut sein.

In Maleachi 3:6 sagte er:
„Ich bin der Herr, ich ändere mich nicht."

Hebräer 13:8 sagt:
„Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit."

Wissen Sie, ich zog, als ich fünf war, in diese Gegend. Ich bin schon ein Weilchen hier. Ich kann Ihnen sagen: vieles hat sich verändert. Eine kleine zweispurige Straße ging bis nach Seal Beach... zu beiden Seiten waren nur Erdbeerfelder, als ich klein war. Die jetzige Autobahn 605 war unser damaliges Revier, auf dem wir als Kinder spielten. Wir nannten es Kojoten-Bach, weil dort ein Bach durchfloss, in dem es von Flusskrebsen und Ochsenfröschen wimmelte. Schlangen, Kaninchen, Kojoten und Füchse gab es dort reichlich. Es war ganz normal, als wir damals dort waren, dass ein Vater mit seinem Sohn mit einem Gewehr unterwegs war, dass jemand Kaninchen jagte oder Kojoten schoss. Vieles hat sich verändert.

Ich erinnere mich an die Eröffnung von Knotts Berry Farm. Wir fuhren mit dem Fahrrad hin. Damals fuhren wir morgens los, kamen erst lange nach Einbruch der Dunkelheit zurück und Mama machte sich nie Sorgen um uns. Heute ist das etwas anders. Wir fuhren hin und Knotts Berry Farm war kostenlos. Es gab keine Fahrgeschäfte. Es war nur eine Geisterstadt, in die Herr und Frau Knott gezogen waren - irgendwo aus Arizona. Es gab eine Geisterbahn, aber die war kostenlos. Wir fuhren hin, spielten und verbrachten den ganzen Tag in Knotts Berry Farm. An der Straße dorthin gab es nur Milchbetriebe, einen nach dem anderen, auf unserem Weg zum Buena Park.

Ich erinnere mich, wo jetzt die Farmer and Merchants Bank hier in Seal Beach ist, war das Fox Theater. Wir gingen ins Kino. Ein Kinobesuch kostete 35 Cents. Vorher hielten wir bei Thrifty und holten uns ein Eis vor dem Kinobesuch. Es kostete 5 Cents... es sei denn, man wollte zwei Kugeln haben, dann kostete es 10. Benzin kostete 8 Cent pro Liter. Häuser, die damals 12.500 Dollar wert waren, bringen jetzt über eine Million ein! Dinge haben sich verändert! Und Menschen ändern sich auch. Ich erinnere mich an einen Jungen, mit dem ich aufwuchs. Er war der ruhigste, höflichste, korrekteste Junge, den man sich vorstellen kann. Ich zog aus Kalifornien weg, kam ein paar Jahre später wieder und er war der lauteste, gröbste junge Gesetzesbrecher, den man sich vorstellen kann! Er veränderte sich, aber Gott ändert sich nie. Jesus war der gute Hirte. Er ist immer noch der gute Hirte. Gott war gut, ist gut und wird in Ewigkeit gut sein.

Gut, der dritte Grund: was Gott anfängt, vollendet Er auch. Schauen Sie sich mit mir Philipper, Kapitel 1 an. Philipper 1:6.

Philipper 1:6
„Weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi."

Mit anderen Worten, Gott wird weiter an Ihnen arbeiten. Und das, was Er in und an Ihnen und durch Sie tut, ist ein gutes Werk und Er wird es vollenden bis zu dem Tag, an dem Jesus wiederkommt.

Schauen Sie Philipper 2:13 an. Dort steht:
Philipper 2:13
„Denn Gott ist es, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen."

Was Gott anfängt, vollendet Er.

Ich weiß noch, dass ich vor vielen Jahren in einem bestimmten Land wirkte. Ich war zum ersten Mal dort. Der ehemalige Präsident und seine Frau haben sich mit Milliarden von Dollars aus dem Staub gemacht. Ich machte eine Rundfahrt durch die Hauptstadt... jemand machte eine Führung mit uns. Fast an jeder Ecke gab es unfertige Gebäude. Bei manchen dieser monumentalen Gebäude ragte die Bewehrung wie knochige Finger in den Himmel. Es gab andere architektonische Meisterwerke, die unten schlicht waren und sich dann wie eine Blume entfalteten... alle unfertig! Ein Gebäude reihte sich an das nächste, alles millionenschwere Projekte - unvollendet! Dort waren keine Bauarbeiter, keine Kolonnen, kein Laut war auf den Baustellen zu hören. Es waren Bauruinen. Die Frau des Präsidenten hatte all diese Projekte ins Leben gerufen und jetzt lagen sie brach. Sicher war ein Teil des Geldes, das sie entwendeten, für die Fertigstellung der Gebäude gedacht. Es standen buchstäblich überall unfertige Gebäude. Freund, was Gott anfängt, vollendet Er. Sie sind vielleicht noch im Bau, und das trifft zu - an Ihnen wird gearbeitet. Gott wird die Baustelle nicht verlassen. So lange Sie atmen, gibt es Hoffnung für Sie. 


Und das Werk, das Gott in Ihnen und für Sie tut, ist ein gutes Werk. Das gute Werk, das Er anfing, wird Er auch vollenden. Deswegen erwarte ich sehr viel Gutes von Gott.

Gut, wenden wir uns wieder den Psalmen zu, Psalm 33. Ich werde Ihnen den vierten Grund dafür nennen, dass wir erwarten sollen, Gottes Güte im Land der Lebenden zu sehen. Psalm 33:4 sagt:

Psalm 33:4-5
„Denn richtig ist das Wort des Herrn, und all sein Werk geschieht in Treue. Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte des Herrn."

Der vierte Grund ist, dass die Erde voll ist  - sagen Sie alle „voll" - sie ist voll der Güte des Herrn.

Wenn Sie umherfahren, werden Sie ihr irgendwo begegnen, weil die Erde davon erfüllt ist. Sie ist überall! Irgendwann werden Sie ihr wieder neu begegnen.

Wissen Sie, als Kind bekam ich oft schlimmen Ausschlag durch die Gifteiche. Wir waren oft draußen, haben gezeltet und sind gewandert. An manchen unserer Ausflugsorte war sie überall! Wir konnten nur stillstehen, nach Hause gehen oder weiter von A nach B gehen und wir kamen unweigerlich in Berührung mit der Gifteiche. Jetzt macht es mir nichts mehr aus. Ich kann sie berühren, ohne dass etwas passiert. Aber damals kam sie an meine Finger, meine Zehen, meine Augenlider, meine Ohren, in meinen Mund, an Stellen, die ich Ihnen nicht nennen werde. Wochenlang ging es mir daraufhin schlecht. Überall bekam ich Ausschlag! Ich habe den Eindruck, dass die Güte Gottes genauso ist. Wenn ich auf den Markt gehe, begegne ich ihr. Wenn ich in die Kirche gehe, erwarte ich, Gottes Güte zu erleben. Wenn ich nach Hause gehe, treffe ich sie dort an. Wenn ich zur Tankstelle fahre... die Erde ist voll der Güte des Herrn! Wenn ich reise, erwarte ich, sie anzutreffen. Und sie wird in meiner Familie ausbrechen, im finanziellen Bereich, in meinen Beziehungen, an vielen Stellen in meinem Leben. So ähnlich wie die Gifteiche, nur besser... viel besser! Aber die Erde ist voll, voll der Güte Gottes.

Schauen wir uns Psalm 52 an. Ich werde Ihnen den fünften Grund dafür nennen, dass Sie die Güte Gottes in Ihrem Leben erwarten sollen.

Psalm 52:1
„Was rühmst du dich des Bösen, du Tyrann? Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag da."

Der fünfte Grund ist, dass Seine Güte immer da ist. Sie ist nicht wie das Kinoprogramm, das alle paar Wochen wechselt. Gottes Güte ist ständig in Ihrer Nähe auf dem Programm. Er ändert Sein Programm niemals. Es bleibt in Ewigkeit gleich und Sie sollten Entsprechendes erwarten.

Aber was ist, wenn ich sündige? Seine Güte bleibt ewig bestehen. Und wenn ich eine schlechte Entscheidung treffe? Seine Güte bleibt ewig bestehen. Und wenn der Arzt mir nicht helfen kann?

Seine Güte bleibt ewig bestehen. Und wenn ich arbeitslos werde? Seine Güte bleibt ewig bestehen.

Und wenn meine Tochter schwanger wird? Seine Güte bleibt ewig bestehen und Sie sollten sie erwarten. Seine Güte wird Ihre Probleme überdauern und sie letztlich durchdringen, weil sie ewig besteht. Sie müssen einfach dranbleiben!

Bedenken Sie den Anfang, es hieß: „Was rühmst du dich des Bösen, du Tyrann?", am Anfang des Verses. Derjenige, den er anspricht, ist nicht irgendjemand, sondern ein Tyrann, der Mittel und Wege hat, guten Menschen Böses anzutun. Er hat nicht nur Mittel und Wege, sondern böse Absichten.

Er hat Freude am Bösen und prahlt damit noch. Und der Psalmist stellt diesem Tyrannen, der die nötigen Mittel und Wege hat und beabsichtigt, dem Volk Gottes Schaden zuzufügen, diese Frage:
„Was rühmst du dich? Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag da." Mit anderen Worten, egal wie mächtig du bist, egal wie fähig du bist, egal, wie viel Einfluss du hast, gegen Gottes Güte, die in und durch Gottes Kinder wirkt, kommst du nicht an. Letztlich wird sie dich und alle vorhandenen Probleme verschlingen. Gib am besten gleich auf. Du kannst gegen Gottes Güte nicht gewinnen. Sie ist jeden Tag da, im Gegensatz zu dem Tyrannen.

Schauen Sie sich mit mir Psalm 145 an. Wir kommen zum sechsten Grund, Seine Güte zu erwarten. Psalm 145. Wir sahen uns das bereits letzte Woche an, tun es heute aber nochmals. Psalm 145:8.

Psalm 145:8-9
„Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Der Herr ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke."

Der sechste Grund ist, dass Gott zu allen - und nicht nur zu einigen - gut ist. Gott sieht die Person nicht an. Seine Güte gilt nicht nur dem Prediger, demjenigen, der vor Ihnen, hinter Ihnen oder neben Ihnen sitzt oder demjenigen, der im ersten Gottesdienst war. Gott ist gut zu allen! Diese Botschaft ist nicht nur für die anderen, sondern Gott redet zu Ihnen.

Freunde von uns waren ein paar Jahre Mitarbeiter von Reinhard Bonnke und er erzählte mir, was bei einer Evangelisation passierte. Nach meiner Erinnerung waren etwa 50.000 Menschen anwesend. Reinhard Bonnke hatte davor den Eindruck, der Heilige Geist sage ihm, er solle eine bestimmte Person namentlich herausrufen und auffordern, ihr Leben Christus zu geben, er hieß John. Und er dachte: „Das will ich nicht tun, Tausende von ihnen heißen John!" Aber er wurde das nicht los. Also predigte er in der Veranstaltung das Evangelium und sagte: „John, das ist für dich." Es kamen etwa fünftausend Menschen nach vorne. Sie brachten sie in ein großes Zelt, wo ihnen Helfer Bibeln gaben und mit ihnen sprachen. Sie hörten davon, dass ein junger Mann seine Mutter widerwillig begleitete. Er sagte seiner Mutter, bevor sie losgingen: „Ich glaube das alles absolut nicht. Ich werde nur glauben, dass das echt ist, wenn der Prediger mich beim Namen ruft." Er hieß John. Aber wissen Sie, obwohl Gott etwas sehr Spezielles und Übernatürliches für John getan hat, bekamen alle restlichen 4999, die nach vorne kamen, genau soviel wie er, weil es nicht nur für John war, sondern für jeden.

Die Bibel sagt, dass Gott die Welt so sehr liebte, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Jesus sagte: „Wer durstig ist, komme zu mir." Die Bibel sagt, jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet, er wird befreit. Wissen Sie, Gott ruft mich vielleicht nie beim Namen, aber „jeder" bin auch ich, ich bin jemand, es trifft auf mich zu. Er ist zu allen gütig. Tippen Sie doch Ihrem Nachbarn auf die Schulter und sagen Sie: „Das ist wirklich für Sie, nicht für jemand anders, sondern für Sie."

Gut, schauen Sie sich bitte mit mir Sprüche 13 an. Sprüche 13:21. Wir kommen zum siebten Grund. Sprüche 13:21.

Sprüche 13:21
 „Unheil verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird mit Gutem vergolten."

Der siebte Grund ist, dass Gott niemandem etwas schuldig bleiben wird. Den Gerechten wird mit Gutem vergolten. Das bedeutet, dass sie Gutes taten und es Ihnen mit Gutem vergolten wird. Gott wacht darüber, dass es geschieht.

Es gibt einen Vers, der sich darauf bezieht, im Neuen Testament. Eigentlich gibt es mehrere, aber schauen Sie sich bitte Epheser, Kapitel 6 an. Epheser 6:8. Gott bleibt niemandem etwas schuldig. Lukas 6, nein, Entschuldigung, nicht Lukas 6, sondern Epheser, Kapitel 6. Epheser 6:8. Am Anfang steht „Ihr wisst", es geht um etwas, was wir wissen.

Epheser 6:8
„Denn ihr wisst: was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen, er sei Sklave oder Freier."

Denn ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut, was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen. Ich denke, wir alle kennen den Vers in Lukas 6:38: „Gib, so wird dir gegeben werden, ein volles..." genau, wird in euren Schoß gegeben werden. „Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen."

Wir bringen das sehr oft, wenn ein Opfer eingesammelt wird. Ich denke, das ist in Ordnung, weil das Prinzip hier zutrifft. Wir sehen, dass dieses Prinzip an anderen Stellen direkt mit Finanzen in Verbindung gebracht wird, also ist das ganz in Ordnung. Das Prinzip gilt, wir sehen es an anderen Stellen. Doch in diesem Kontext ist nicht von Geld die Rede. Lesen Sie es im Kontext. Jesus sagte: Tut Gutes, vergebt, erweist Barmherzigkeit, richtet nicht. Gebt, so wird euch gegeben werden.

Mit anderen Worten: Erweist Barmherzigkeit, vergebt von Herzen, tut Gutes, richtet nicht und das wird euch zugemessen werden in einem vollen, gedrückten,  gerüttelten und überfließenden Maß. Die guten Dinge, die Sie für andere tun, gibt Gott Ihnen vielfach zurück. Das ist ein unentrinnbares Gesetz. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten, aber es kommt doppelt und dreifach zurück, sowohl im Negativen wie im Positiven. Gott hat dieses Gesetz in die ganze Schöpfung hineingelegt und dem kann niemand entkommen.

Ein Freund von mir arbeitete in einer Karosserie-Werkstatt. Er war Lackierer. Nach meiner Erinnerung war der Besitzer der Werkstatt nicht gläubig, aber er war ein ehrenwerter ehrlicher Mann. Eine Frau hatte mit ihrem Auto mehrere Male in  verschiedenen Werkstätten schlechte Erfahrungen gemacht. Sie brachte es schließlich zu ihm und er hat sie sehr fair behandelt. Er tat sogar noch mehr und führte Arbeiten ohne Berechnungen durch, er half ihr einfach. Wenn immer ihr Auto eine Beule hatte oder es ein anderes Problem gab, brachte sie es zu ihm und er half ihr. Sie war eine ältere Dame. Er ahnte nichts weiter und half dieser älteren Dame einfach. Es stellte sich heraus, dass sie einiges auf dem Konto hatte. Sie starb und raten Sie mal, wem sie ihr Erbe vermachte? Dem Inhaber der Autowerkstatt!  Stellen Sie sich vor... Ihr Erbe dem zu überlassen, der Ihr Auto repariert! Aber sie tat es.

Ich erinnere mich, als ich das hörte, dachte ich... wissen Sie was? Das ist mehr als einfach ein Glückstreffer! Ich denke, hier gibt es ein Prinzip. Denn ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen. Ich denke, wir sollten Gottes Güte in unserem Leben erwarten, weil Gott dafür sorgt, dass sie wieder auf uns zurückkommt.

„Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi."          

Wir sind gesandt, es zu verkündigen, weil es Glauben und Erwartung nach diesen guten Dingen in den Herzen derer freisetzt, die es hören. Gute Dinge wie Errettung, Heilung und Gunst. Und ich weiß, an erster Stelle stehen Vergebung, Erlösung und die Tatsache, dass unsere Sünden abgewaschen sind... wir mit Gott im reinen sind. Aber noch vieles andere ist in dem enthalten, was Christus tat. Wissen Sie, Gott ist ein heilender Gott. Er ist ein Gott des Trostes. Er ist ein Gott, der uns führt. Er ist ein Gott, der uns stärkt. Dies sind einige der guten Dinge, die das Evangelium enthält. Und wir sind gesandt und beauftragt, die gute Nachricht dieser guten Dinge zu verkündigen. Gott sandte uns nicht, etwas zu verkündigen, was Er nicht tun wird. Die Tatsache, dass Er uns geboten hat, es zu predigen, ist das klarste Indiz dafür, dass Er es tun wird und der beste Grund für uns, es zu erwarten.

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Ein Artikel von Glaube.de
Mit freundlicher Genehmigung von Antworten mit Bayless Conley e.V.
Quelle: Antworten mit Bayless Conley Predigt vom 14.02.2010
Textbearbeitung Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de
Foto: Bayless Conley
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