John Stonecypher: Gottes größter Traum

Als ich auf der High-School [Gymnasium] und am College war, verbrachte ich viele lange Nächte zusammen mit Freunden. Wir tranken Dr. Pepper und lösten die Geheimnisse des Universums. Wir sprachen von Dingen, die man die 'endgültigen Fragen' nennen könnte: "Wer bin ich? Warum bin ich hier? Ist das Universum real? Warum existieren Dinge, statt nichts?" Zurückblickend sehe ich, dass sich unsere Antworten, die ich damals für unglaublich hoch entwickelt und tiefgründig hielt, doch als recht dumm herausstellten. Wir dachten uns manches einfach so aus. Dann musste ich feststellen, dass es da draußen viele zusammengereimten Antworten zu endgültigen Fragen gibt. Aber die gute Nachricht, die ich, seitdem ich ein Anhänger von Jesus geworden bin, entdeckt habe, ist die, dass Gott viele jener Fragen schon selbst beantwortet hat. Tatsache ist, dass von den endgültigen Fragen, die es da draußen gibt, drei bereits in den ersten zwei Kapiteln der Bibel beantwortet sind. Diese drei Fragen über die Natur des Universums und unseren Platz darin wollen wir heute erkunden. Wir fangen direkt damit an...
1. Woher kam das UNIVERSUM?
Gehen wir zurück zu der Zeit, als Mose das Buch Genesis (1. Mose) schrieb, als Israel, nachdem es Ägypten etwa 1200 v.Chr. verlassen hatte, in der Wüste umherzog. Stellen Sie sich bitte vor, dass Sie zu dieser Zeit im Nahen Osten lebten. Sie hätten viele Vermutungen über die Entstehung der Welt gehört. Es wurde Ihnen auch gesagt, dass es im Universum viele Götter gibt, von denen sich keiner sonderlich um Sie kümmert, die kleinlich, eifersüchtig und engherzig sind und die immer kämpfen. Soweit Sie wissen, war die Welt nur das Ergebnis von Chaos und Zufall. Staub war zufällig aufgewirbelt worden, als die Götter ohne besondere Veranlassung irgendwo kämpften. Weil das Universum von diesen unberechenbaren Kreaturen kontrolliert wird, lebten Sie in Furcht und Aberglauben beherrschte Ihr Denken.
Heute schmunzeln wir natürlich über ein solch simples und unwissenschaftliches Weltbild. Ich denke aber, dass die heutigen Vorstellungen auch nicht viel besser sind. Die alten Mesopotamier ließen Chaos und Nichts aufeinanderprallen und Götter gebären, die das Universum durch Zufall schufen. Heute wird in den Schulen über die Entstehung des Universums gelehrt, dass es mit nichts begann - und dann gab es plötzlich etwas, das "geschah" einfach so. Für unsere Überzeugung, dass es für das alles einen Zweck oder Plan gibt, hält man uns schnell für sehr naiv.
Wir befinden uns jetzt in einer kulturellen Verfassung, die der des alten Israel überraschend ähnlich ist. In dieser wird Mose von Gott inspiriert, einen der strittigsten Sätze, die je geäußert wurden, schriftlich niederzulegen: "Am Anfang schuf Gott [die] Himmel und [die] Erde". Als Christ behaupte ich, dass hier der Architekt des ganzen Kosmos gesprochen hat - dass er uns genau das gesagt hat. Die Bibel sagt: "Gott machte die Himmel und die Erde und alles in ihnen". Zur Kunst gehört immer ein Künstler. Hinter dieser ausgezeichneten und höchst detaillierten Schöpfung muss ein Schöpfer stehen. Was bedeutet das für Sie? Hier ist der Grund: Es bedeutet, dass Sie keine Zufallserscheinung sind. Nichts im ganzen Universum ist Zufall, ohne Bedeutung oder Zweck. Sie sind keine zufällige Anhäufung von Atomen. Sie sind das schöne Kunstwerk eines großartigen Künstlers, der sich darüber freut, was er aus Ihnen machen kann. Sie können folgende Übung machen...
Was Sie tun können:
1. Glauben, dass Gott alles gemacht hat. Viele von Ihnen sagen: "Das tue ich schon". Dennoch möchte ich Sie herausfordern, darüber nachzudenken, wie Sie über die Schöpfung und das Leben sprechen und feststellen, ob Sie in einer solchen Weise darüber denken und reden, dass offenbar wird, dass diese Welt Sie mehr beeinflusst hat, als Sie dachten. Zum Beispiel sagte ich oft: "Viel Glück". Ich möchte keinesfalls ein Gesetz schaffen, das lautet: "Du sollst nicht "Glück" sagen". Ich will aber darauf hinweisen, was für eine sonderbare Segnung das ist. Es ist eine Segnung für jemanden, der an keinen Gott glaubt, außer an den Gott der Chance, des Chaos und des Zufalls. In einer solchen Welt ist Glück alles, was man hat. Man hofft, dass die kleinlichen Götter heute vielleicht auf unserer Seite stehen, was gestern nicht der Fall war. Es ist die Hoffnung auf Glück in einer Welt, die nicht von dem einen Wesen, sondern von Chaos und Konflikten zwischen zahlreichen Gewalten kontrolliert wird. Darum geht es bei Glück. Darum habe ich beschlossen, mit der Redensart "viel Glück" aufzuhören, weil das Glück nichts bewirkt, das zu meiner Weltsicht passt. Stattdessen sage ich: "Gott segne Sie!" Achten Sie auf die Art, wie Sie reden; sie wird einiges preisgeben, von dem Sie nicht einmal dachten, dass Sie es tun würden. Gott machte alles und ist für alles verantwortlich - ehrlich.
Die nächste Frage, die Menschen seit Anbeginn gestellt haben, ist eher eine befremdende. Doch wie wir sie beantworten, zeigt den innerstem Kern unseres Denkens und Lebens:
2. Ist die physische Welt gut oder schlecht?
Am College studierte ich eine Weile Buddhismus. Der Buddhismus lehrt, dass die physische Welt, in der wir leben, schlecht ist, dass sie nicht einmal real ist. Sie sei eine Illusion. Kerngedanke des buddhistischen Lebens ist: Man soll sich mehr und mehr von der physischen Welt mit aller ihrer Begierde, ihrem Schmerz und ihrem Vergnügen trennen, bis die Illusion verschwindet und Sie ein Buddha werden und Sie Ihrem Körper und sogar Ihrer Persönlichkeit entkommen und einfach in den massiven Einklang des Universums absorbiert werden. Buddhismus ist eine Flucht vor der physischen Welt, der auf der Überzeugung basiert, dass die physische Welt eine wertlose Illusion ist, der man entkommen muss. Die Menschen im damaligen nahöstlichen Altertum besaßen ähnliche Überzeugungen über das Böse der Materie.
Ob Sie es glauben oder nicht, dieser Glaube ist sogar unter Menschen verbreitet, die sich nicht einmal für religiös halten. Es gibt sehr viele Leute, die den Tag kaum erwarten können, an dem die Computerentwicklung weit genug vorangekommen ist, dass sie ihr ganzes Bewusstsein in einem Computer speichern und ihre Körper einfach zurücklassen können. Wie die Buddhisten glauben sie, die einzig wichtige Komponente von ihnen sei ihr Verstand, während der Körper der wahren Existenz nur im Wege stehe.
Die Bibel sagt: Die physische Welt ist keine Behinderung für uns, sie ist keine Illusion, sie ist nicht schlecht. Die physische Welt ist vielmehr sehr gut. Gott sagte: "Es werde Licht, und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war." Er machte Luft, Meer, Land, Himmel und Sterne - und alle waren gut. Gott machte Pflanzen und Tiere, und alle waren gut. Er machte auch den Menschen mit einem Körper aus Fleisch und Blut. Und Gott sah, dass es sehr gut war. Die physische Welt mit allem ihrem Schmutz und Fleisch, war kein Fehler, war keine verzerrte Version von dem, was Gott zu schaffen beabsichtigte. Er plante von Anfang an, Sie aus Fleisch zu machen, dass Sie einen Körper haben, der fühlen und wirken, der leben und sich reproduzieren kann.
Manche Christen haben das vergessen. Sie halten es für schrecklich, einen Körper zu haben, halten es für netter, in den Himmel zu gehen, nur Geist zu sein und diesen bösen materiellen Körper nicht mehr haben zu müssen, nicht wahr? Ein christlicher Mann erzählte mir, wie er eines Tags draußen saß und meditierte. Ein Vogel saß in seiner Nähe, und er dachte darüber nach, wie nett doch der Vogel sei. Als er realisierte, was er tat, wurde er so ärgerlich über sich, dass er so irdisch dachte. Er meinte, er hätte seinen Sinn mehr auf geistliche Dinge richten und sich nicht von physischen Dingen ablenken lassen sollen. Aber ich sagte zu ihm: "Nein, Sie haben es ganz falsch verstanden! Ihr Körper aus Fleisch und Blut und die ganze Schöpfung Gottes um Sie herum - das ist Gottes ausgewählte Umgebung für Ihr Leben mit ihm. Er machte Sie so, dass Sie als Mensch mit einem lebendigen Körper eine Beziehung zu ihm haben und ihm begegnen können und sich an Gottes Geschenk einer so schönen Welt erfreuen können!" Gott machte eine schöne Welt, in der Sie leben können, mit einem Körper, in dem Ihre Persönlichkeit zum Ausdruck kommen kann. Das ist ein gutes Geschenk, das er Ihnen keinesfalls wegnehmen möchte.
Was Sie tun können, das was heutigen Christen oft zu fehlen scheint:
2. Geniessen Sie die Freude an der physischen Schöpfung, einschließlich Ihres Körpers. Vielleicht muss Ihnen dies nicht gesagt werden, aber: Es ist in Ordnung, sich gut zu fühlen. Es ist in Ordnung, Ihren Körper gut zu behandeln, leckere Nahrung zu essen, zu entsprechenden Zeiten auszuruhen und zu entspannen. Genießen Sie innerhalb der Grenzen, die Gott zu Ihrem Schutz gesetzt hat, alles, was genossen werden kann. Verlassen Sie ab und zu die Stadt, setzen Sie sich an einen Fluss oder unter einen Baum. Sehen Sie nachts hinauf zu den Sternen und lassen Sie sich einfach von dem Wunder Ihrer Existenz inspirieren. Die physische Welt ist gut; Ich möchte ihr niemals entfliehen.
Das ist die Botschaft von 1. Mose 1. Gott schuf die Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer [mit allem darin], und sie waren gut. Gehen wir nun weiter zu Kapitel 2. Die Hauptfrage, die hier beantwortet ist:
3. Warum existiere ich?
Nun zurück zu dem Menschen des Altertums im Nahen Osten. Es gibt ein altes Dokument aus der Zeit, bevor der Genesisbericht verfasst wurde; es heißt: Enuma Elish. Es drückt den damaligen allgemeinen Glauben, warum Menschen existieren, so aus: So sagt der Gott Marduk: "Ich erschaffe den Menschen, der die Erde bewohnen soll, dass Gottesdienste zu Ehren der Götter eingerichtet werden und heilige Stätten errichtet werden sollen ... Sie sollen unterdrückt werden und es soll ihnen übel ergehen." Kurz gesagt: Menschen wurden gemacht, um die Arbeit zu machen, die die Götter nicht für sich tun wollten, in erster Linie der Anbau von Nahrungsmitteln und die Errichtung von Opferstätten. Heute hat die moderne Welt ihre eigenen Mythen zur Frage, warum wir hier sind, nämlich, dass wir aus überhaupt keinem Grund hier sind. Da es keinen Schöpfer gibt, der uns erschuf, sind wir auch keine bedeutungsvollen Kunstwerke; wir sind nichts weiter, als das Ergebnis von ziellosen kosmischen Zufällen. Wir sind nichts weiter, als Lehmklumpen, die essen, sich reproduzieren und sterben, und das ist alles. Dann kriechen die Würmer in unsere Leichen und höhlen die Werke aus, und die Würmer spielen Binokel (ein Kartenspiel) auf unsrer Nase.
Die Bibel sagt: Sie wurden zu einer liebenden und Leben spendenden Gemeinschaft mit Gott und anderen Menschen erschaffen. Diese Wahrheit wird überall in der Bibel gelehrt, aber hier in 1. Mose ist die erste Stelle, wo sie erwähnt wird. Beachten Sie bitte:
"Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei ... 24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und schämten sich nicht (1Mo 2,18. 24).
Was für ein Bild! Ein Mensch, der ewig allein ist, ist nicht gut. Gott machte Sie so, dass Sie Freundschaft mit Gott und Freundschaft mit anderen Menschen brauchen. In ihrem Innern, denke ich, dass alle Menschen das wissen. Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als zu lieben und geliebt zu werden. Die Hippies in den Sechziger-Jahren wussten es: "Liebe ist die Antwort! Alles, was wir brauchen, ist Liebe!", propagierten sie. Sie machten Liebe nicht immer richtig, aber sie wurden in die richtige Richtung geleitet; denn es ist nicht gut, immer alleine zu sein. Wenn Gott in der Bibel zu uns spricht, beginnt er damit. Er schafft Menschen, um mit ihm und untereinander zu sein. Von jeher und in alle Zukunft hat Gott als eine Gemeinschaft von drei Personen existiert - Vater, Sohn und Geist - die in einer solchen Weise miteinander verbunden sind, dass sie ein Wesen sind. Ein Bild, das ich oft benutze, ist ein Tisch mit drei Stühlen. Was uns der Bericht in 1. Mose über die Schöpfung sagt, ist, dass Gott Sie mit der einzigen Absicht geschaffen hat, einen weiteren Stuhl an den Tisch zu stellen und Sie hineinzusetzen, damit Sie sich daran beteiligen können, was Gott ist.
Was Sie tun können:
3. Empfangen Sie das Geschenk von Akzeptanz und Liebe, das Gott in Jesus anbietet. Sie sind zu diesem ewigen Tisch der perfekten Liebe und Gemeinschaft eingeladen worden. Gehen Sie darum hin zum Tisch! Es gibt keine Grenze für die Liebe, die Sie erfahren können. Die einzige Frage ist: wie tief wollen Sie sich einlassen? Fragen Sie ihn, wie Sie ein erfüllteres Leben der Liebe zu Gott und zu anderen Menschen führen können.
Der Titel der Predigt ist: "Gottes größter Traum" - und das ist er. Das ist sein Plan von Anfang an gewesen und genau darum geht es hier am Anfang seines Buches. Wie wir nächste Woche sehen werden, ließen sich diese neuen Geschöpfe von diesem Plan ablenken. Wie wir aber vom Rest der Bibel und letztlich in den letzten Seiten der Bibel sehen werden, bekommt Gott, was er will. Gott kann Sie zu seinem Tisch ziehen, um immer bei ihm zu sein. Heute, in der Zwischenzeit, haben Sie und ich eine Chance, zu entscheiden, ob wir zu seinem Tisch hin gehen wollen oder nicht. Wir können entscheiden, ob wir denken, dass der Traum Gottes ein guter Traum ist oder nicht. Das Evangelium besagt, dass Gott durch Jesus Christus alle in eine Beziehung mit ihm zieht. Er zieht alle hin zu seinem Tisch. Er ist für alle offen, die herzu kommen wollen. Das sind gewaltige Nachrichten!
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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
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Autor: John Stonecypher, mit freundlicher Genehmigung:
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Textbearbeitung:Jürgen Motzkus Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
Foto: WKG
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