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19-08-06

Joyce Meyer: Keine Sorge - Gott regiert!

Das Leben ist voller Fragen. Wir können froh sein, dass Du und ich nicht alle Antworten wissen müssen. Aber was sollen wir tun, wenn der Druck auf uns steigt und wir uns in die Enge getrieben fühlen?


Worauf sollen wir uns konzentrieren, wenn wir von Problemen umzingelt sind? Und warum greift uns der Teufel eigentlich an? Wenn du diese Fragen je gestellt hast, dann will Gott dir einige Antworten geben.

Warum greift Satan an?
Ich halte es für hilfreich, wenn wir verstehen, dass der Feind uns aus mehreren Gründen attackiert. Manchmal geschieht es, weil wir etwas falsch gemacht haben. Wenn uns das passiert, öffnen wir der Zerstörung des Feindes eine Tür in unserem Leben. Paulus beschreibt dies in Epheser 4, 27 als "dem Teufel Raum geben". Damit geht man ganz einfach um: Wir kommen zu Gott und sagen: "Vater, wenn ich etwas falsch gemacht habe, zeige es mir bitte. Ich will dem Feind in meinem leben keinen Raum für sein Wirken geben." Wenn Gott dir dann etwas zeigt, dann tu Buße, empfange seine Vergebung und geh voran. Wenn er dir nichts offenbart, dann fühle dich nicht genötigt, eine Ausgrabung von verborgenen Sünden in deinem Leben zu beginnen. Du darfst in dem Wissen Ruhe finden, dass er es dir zeigen wird, wenn Sünde in deinem Leben ist.
Ein andere Grund für Angriffe Satans ist, dass wir etwas richtig gemacht haben. Unsere richtigen und gottgemäßen Entscheidungen haben dem Königreich des Feindes Schaden zugefügt und er ist erbost darüber. Satan greift uns auch manchmal an, weil wir Fortschritte machen. Denke daran: Sein erklärtes Ziel ist, zu stehlen, zu töten und zu zerstören, was immer er stehlen, zerstören und töten kann. Er beraubt uns unserer guten Beziehungen, stiehlt die Wahrheit des Wortes, unseren Frieden, unsere Freude. Wir kennen aber die gute Nachricht: Jesus ist gekommen, um die Werke des Feindes zu zerstören und um uns überfließendes, volles Leben zu geben (1. Johannes 3, 8; Johannes 10, 10). Wenn wir uns an Jesus verlieren, gibt er uns überall den Sieg über Satan.
Es hat mir geholfen, mit den Angriffen des Feindes fertig zu werden, dass ich nicht die einzige Person bin, die attackiert wird. Eine der Lügen, die Satan mir ins Ohr flüstern wollte, war diese: "Du bist die einzige, der es so geht." Doch das Wort Gottes zeigte mir, dass Christen auf der ganzen Welt und zu jeder Zeit solche Angriffe erleben (1. Petrus 5,9). So gerne wir auch diesen Angriffen und Versuchungen ausweichen würden - Jesus hat gesagt, dass das nicht geht. Er hat aber auch gesagt: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden (Johannes 16, 33).

Denk daran: Gott ist im "Feuer" bei dir!
Es ist für dich und mich eine der größten Ermutigungen, dass wir wissen dürfen: Gott ist IMMER bei uns. Wo immer jemand in der Heiligen Schrift besorgt oder verängstigt war, können wir sehen, wie Gott erneut versichert: "Ich bin bei dir." Als Hungersnot das Land heimsuchte, erschien Gott, gab Isaak Anweisungen und sagte ihm, dass er mit ihm sein würde (1. Mose 26, 1-5). Als Mose gestorben war und Josua zum Führer des Volkes Israel wurde, sprach Gott mit ihm: Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein; ich werde dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen (Josua 1, 5). Als Gott Gideon berief, das Volk zu befreien, machte der sich Sorgen und glaubte nicht, dass er dazu in der Lage wäre. Da sprach der HERR zu ihm: Ich werde mit dir sein, und du wirst Midian schlagen wie einen einzelnen Mann (Richter 6, 16).
Immer wieder sehen wir die Gegenwart Gottes bei seinen Leuten, sogar mitten im Feuer der Angriffe. Als Schadrach, Meschach und Abed-Nego in einen Feuerofen geworfen wurden, weil sie keine Kompromisse mit dem Götzendienst machten, war Gott bei ihnen im Feuer (Daniel 3, 16-30). Sie wurden, lesen wir in diesem Bericht, gefesselt in das Feuer geworfen. Schon bald jedoch gingen sie darin umher. Mitten im Feuer erlebten sie Befreiung. Das Gleiche gilt dir und mir. Wenn der Feind uns angreift und uns in eine feurige Bedrängung hineinstößt, ist Gott bei uns und wenn die Hitze größer wird, verbrennen die Dinge, die uns gebunden hielten!
Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist: Das Wissen, dass Gott bei dir ist. In den schwierigsten Zeiten unseres Lebens wächst die Beziehung zum Herrn am meisten. In solchen Zeiten müssen wir tief aus dem Wort schöpfen, um Hoffnung und Hilfe zu finden. In den größten Schwierigkeiten meines Lebens entdeckte ich Schriftstellen wie Matthäus 28, 20, Psalm 27, 10 oder Hebräer 13, 5. Sie bestätigten mir, dass Gott immer bei mir ist. Wenn wir durch solch schlimme Zeiten gehen und dann wieder heraus kommen, haben wir eine Erfahrung gemacht, die niemand uns jemals stehlen kann, selbst Satan nicht.

Versuche nicht, alles zu begreifen
Warum nur werden wir so oft von Sorge überwältigt, wenn wir uns unser Leben in der Zukunft vorstellen? Weil wir heute versuchen, die Probleme von morgen zu begreifen und nicht die Gnade Gottes dafür besitzen. Sorge und Angst entstehen, wenn wir unsere heutige Kraft darauf verwenden, die Antworten für morgen zu suchen. Früher, vor vielen Jahren, habe ich das ständig getan. Immer wieder habe ich mich bis zur Erschöpfung damit beschäftigt, mit zukünftigen Problemen fertig zu werden. Wenn ich dann meinte, ich hätte eine Lösung, zeigte sich bald, dass sie nicht passte.
Die Wahrheit ist, dass wir nicht alles begreifen müssen, und dass wir es noch nicht einmal versuchen sollten. Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade! (Sprüche 3, 5-6)
Gott erwartet von uns, wenn wir Christen sind, dass wir aus Glauben leben (Römer 1, 17). Mit anderen Worten: Wir müssen glauben, dass sein Wort die Wahrheit ist und ihm vertrauen, selbst wenn wir nicht verstehen, was gerade passiert. Das bedeutet absolutes Vertrauen und Zuversicht bezüglich seiner Macht, Weisheit und Güte. Natürlich haben wir solchen unerschütterlichen Glauben nicht über Nacht, zuerst ist da nur ein kleines Samenkorn. Der Glaube wächst, und er wächst eben gerade dann, wenn wir Gott in schwierigen Situationen und bei echten Problemen vertrauen.
Vertrauen verlangt von uns, dass wir unbeantwortete Fragen haben. Daher müssen wir uns daran gewöhnen, nicht zu wissen - warum etwas geschieht, wie lange eine Situation andauern wird, was wir tun können, um etwas an den Umständen zu ändern. So ziemlich die beste Möglichkeit, sich an dieses nicht wissen zu gewöhnen, ist diese: Hör auf, die Umstände anzustarren, darüber zu reden, über Lösungen zu grübeln. Statt dessen müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf Jesus konzentrieren, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens (Hebräer 12, 2). Wir müssen seinen Charakter betrachten, seine Güte, Liebe, Treue... uns mit dem beschäftigen, was er bereits getan hat und ihm vertrauen, dass er heute der selbe ist wie gestern und morgen.

Was tun wir, wenn es keinen Ausweg gibt?
Wenn wir in die Ecke gedrängt sind, dann ist es außerordentlich wichtig, wie wir reagieren. Unsere erste Verteidigung in solchen Angriffen muss immer das Gebet sein. Das Gebet ist nicht erst dann an der Reihe, wenn wir alle anderen Optionen und Fluchtwege ausgeschöpft haben. Das Gebet ist jetzt dran - immer, überall, aus welchem Grund auch immer (Epheser 6, 18). Wir können Gott für seine Segnungen danken, seine Treue, ihn anbeten aufgrund dessen, was er ist. Wenn wir so überwältigt sind von den Umständen, dass wir nicht mehr wissen, was wir beten können, dann können wir im Heiligen Geist beten. Manchmal bringen wir nicht mehr zustande als "Hilfe!" Und das ist völlig in Ordnung. Gott kennt unser Herz, er weiß genau, was wir durchmachen.
Wir müssen begreifen, dass das Gebet Gott die Tür öffnet, damit er anfangen kann, zu wirken. Wir zeigen durch das Gebet auch, dass wir demütig sind und ihm vertrauen, uns auf sein Wirken verlassen. Eine der besten Möglichkeiten mitten in der Katastrophe zu beten, ist das Gebet seines Wortes. In Jesaja 62, 6 lesen wir: Ihr, die ihr den HERRN (an seine Verheißungen) erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe.. . Das bedeutet, dass wir ihn respektvoll an das erinnern, was er in seinem Wort verheißen hat. Warum? Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, es auszuführen. (Jeremia 1, 12).
Wir dürfen auch nicht anfangen, aufzuzählen, welche natürlichen Ressourcen wir nicht haben. Wir müssen uns ganz bewusst davor hüten, solche Dinge zu sagen: "Ich habe das Geld dafür nicht..." "Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus..." "Ich habe niemanden, der mir helfen würde..." Ich habe gelernt, dass außer Gott und mir nichts notwendig ist, um wirklichen Erfolg zu haben. Wir sollten nicht unseren Kontoauszug studieren, unseren Schulabschluss, auf wie viele Freunde wir zählen können. Wir müssen uns auf die unerschöpflichen Vorräte Gottes konzentrieren. Der Gott, dem wir dienen, ist El Shaddai - der Gott des Überflusses. Er wird uns geben, was wir brauchen, wenn wir es brauchen.

Halte durch - das Ende ist nahe
Am Schluss möchte ich noch auf diese ermutigenden Worte der Heiligen Schrift hinweisen: "Und es geschah..." Was immer wir auch im Augenblick durchmachen, es wird ein Ende haben. Wir werden nicht in dieser gegenwärtigen Lage stecken bleiben. Gott ist gut, und er führt die Aufsicht. Er hat jedes Haar auf deinem Haupt gezählt, jede Träne, die du geweint hast, in einem Gefäß aufbewahrt. Er weiß sehr genau, was du bereits durchgemacht hast, in welcher Lage du dich jetzt befindest und dir noch begegnen wird.
Wenn du keinen Ausweg siehst, heißt das nicht, dass es keinen gibt. Gottes Versprechen an dich lautet: Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt (1. Korinther 10, 13).
Wenn du darüber nachgrübelst, wie Gott deine Schwierigkeiten beseitigen wird, dann empfehle ich dir, damit aufzuhören. Statt dessen. Entspanne dich. Vertrau dich der Fürsorge Gottes an und lebe von Tag zu Tag (Matthäus 6, 34). Wenn du dich überwältigt siehst von Problemen, dann öffne den Mund und sage: Gott, ich brauche dich. Ich überlasse diese Situation deinen Händen. Ich habe keine Ahnung, wie du das lösen kannst, aber das muss ich auch nicht verstehen. Du hast früher den Sieg geschenkt und du wirst es wieder tun. Beschenke mich mit deiner Gnade und mit Frieden. Egal, wie verrückt alles aussieht, ich werde mich nicht sorgen. Ich weiß, dass du regierst."

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Ein Artikel von www.Glaube.de
Autorin: Joyce Meyer
2007. Mit freundlicher Genehmigung nur für Glaube.de von Joyce Meyer Ministries, USA.

Kontakt in Deutschland:
Joyce Meyer Ministries
Website: www.joyce-meyer.de

Veröffentlichungen im Internet oder in Print bedürfen der vorherigen Genehmigung von Joyce Meyer Ministries
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