John Mulinde: Der unzuverlässige Gott

Das Gebet ist die Lebensader zwischen uns und Gott. Die meisten Christen möchten tiefer in das Geheimnis des Gebets eindringen, denn diese Lebensader ernährt uns.
Auch die Jünger wussten das und baten daher Jesus, dass er ihnen das Gebet beibringen möge. Darauf sprach der Herr zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. ...
Dieses Gebet hat Jesus selbst gelehrt. Daher dürfen wir es als Vorbild für unser eigenes Gebet nehmen - im Vertrauen darauf, dass Gott antwortet.
Was mit dem Kommen des Reiches Gottes gemeint ist und mit dem Geschehen seines Willens, wird in dieser Konferenz ein Thema sein.
Wir wollen aber auch herausfinden, wie wir die bekannte Schriftstelle aus 2. Chronik 7, 14 im Licht der Realitäten unseres Lebens verstehen können: Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.
Gott tut, was er will, und wann er will?
Ich saß in einer Gebetskonferenz in Florida und hörte der Predigt eines Pastors zu. Als dieser sagte: "Lasst uns 2. Chronik 7, 14 aufschlagen..." murmelte eine Dame neben mir: "Ich hasse diesen Vers." Wir befanden uns in einer Gebetskonferenz, also musste ich mich verhört haben. Ich fragte: "Entschuldigung, was haben Sie gesagt?" "Ich hasse diesen Vers."
Da nun die Predigt weiter ging, redeten wir nicht weiter. Am nächsten Tag traf ich die Dame im Hotel und sie hatte ein paar Minuten Zeit, um mit mir zu reden. Ich fragte sie: "Haben Sie wirklich gesagt, dass Sie diesen Vers hassen?"
"Ja, das habe ich gesagt. Ich hasse nicht das Wort Gottes, aber über diesen Vers habe ich unzählige Predigten gehört, in denen uns gesagt wurde: Wenn ihr das tut, was hier steht, dann wird Gott das Land heilen. Wir haben diesen Vers jahrelang durchgebetet von allen Seiten, von vorne bis hinten und zurück. Wir haben alles getan, was hier steht. Und nichts ist geschehen. Nichts hat sich geändert. Gott hat unser Land nicht geheilt. Darum kann ich keine Predigt über diesen Vers mehr hören."
Ich reiste von dieser Tagung in Florida direkt zu einem Dienst nach Bogota in Kolumbien. Dort predigte ich über das Gebet und die Verheißungen Gottes, ich gab Zeugnis von dem, was ich mit Gott erlebt habe. Nach der Versammlung kam ein älterer Herr zu mir und sagte: "Ich schätze Ihren Eifer für Gott, Ihr Feuer für den Herrn, diesen starken Glauben, diese unbedingte Hingabe! Das ist wunderbar. Aber wenn Sie predigen, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie den Glauben der Zuhörer nicht zu sehr aufbauen. Sie sollten die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Denn dann fallen die Leute so tief herunter, wenn Gott die Gebete nicht beantwortet. Gott ist souverän, er handelt wann er will und wie er will. Wir können ihn nicht bewegen, etwas zu tun, das haben wir in Jahrzehnten gelernt und festgestellt. Er handelt zu seiner Zeit. Ich habe 30 Jahre um Erweckung hier gebetet, und sie ist nicht gekommen. Vielleicht werden unsere Kinder oder Enkel die Erhörung erleben. Also darf man den Zuhörern keine Hoffnung machen, die dann enttäuscht wird?"
Gott wird verletzt
Ich war innerlich so erschüttert und verunsichert, dass ich meine nächste Predigt absagte und stattdessen ins Hotel ging, um den Herrn zu suchen. Das klang alles so vernünftig, so nachvollziehbar, so logisch und so fromm. Ich verlor meine Zuversicht ? wie konnte ich den Menschen sagen, sie sollten Gott vertrauen und beten, ohne dabei ihre Hoffnung und ihren Glauben zu sehr aufzubauen?
Wenn die Hoffnung auf Gebetserhörung durch meine Predigt angestachelt wurde, trug ich ja dazu bei, dass die Herzen zerbrochen wurden, wenn anschließend nichts geschah.
Ich lag auf meinem Angesicht vor dem Herrn und schrie zu ihm. Mein Friede war dahin. Ich sagte ihm im Gebet, was diese beiden Menschen mir erzählt hatten.
Dann plötzlich kam die Salbung Gottes in mein Zimmer und der Heilige Geist sprach zu mir:
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.
Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben?
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten! (Lukas 11, 9-13)
Ich empfand, dass Gott verletzt war, Schmerzen fühlte, weil ich seinen Charakter so falsch einschätzte. Kein menschlicher Vater würde seinem Sohn einen Skorpion in die Hand drücken, wenn dieser ein Ei braucht. Wir Menschen sind keineswegs perfekt, aber das fiele keinem Vater ein. Und ich unterstellte Gott einen solchen schlimmen Charakter. Ich ging davon aus, dass er die Gebete seiner Kinder ignorieren wollte, ihnen nicht geben wollte, worum sie baten.
Du magst viele Vorstellungen darüber haben, warum Gott manches Gebet nicht erhört. Aber wenn du mit einem offenen Geist, der bereit ist, sich lehren zu lassen, und mit Demut den Herrn suchst; wenn Du auf den Heiligen Geist hörst, dann kann diese Frage eine echte Antwort finden.
Die Menschen sagen: Gott ist souverän. Er handelt nach seinem eigenen Zeitplan. Aber Jesus hat nicht gesagt: "Wenn ihr betet, dann wird Gott vielleicht eines Tages - möglicherweise euren Kindern oder Enkeln - die Erhörung schenken."
Christus hat etwas ganz anderes gesagt: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!
Gott leidet darunter, wenn wir seinen Charakter auf falsche Weise darstellen. Wir sagen, er sei ein Vater, der Gefallen daran findet, dass seine Kinder bitten und bitten und bitten und bitten - und ohne Antwort bleiben.
Der Zwiespalt
Es stimmt: Wir haben einen liebenden Gott. Es stimmt ebenfalls: Es gibt unerhörte Gebete. Wir sind in diesem Zwiespalt festgefahren.
Da ist einerseits ein liebender Vater im Himmel, der Gebet erhört und beantwortet. Und da ist andererseits die Realität, dass er nicht tut, was er versprochen hat: Gebete bleiben ohne Wirkung. Also halten wir im Gebet Gott seine eigenen Verheißungen vor. Wir sagen ihm, warum er eigentlich jetzt handeln müsste. Wir beten weiter. Wir bemühen uns. Aber wir fragen nie: Warum ist das so? Wir sind nicht verzweifelt genug, um diese Frage zu stellen: Warum?
Wir haben einfach akzeptiert, dass Gottes Charakter nicht schlüssig ist. Wir haben akzeptiert, dass er Gebete nicht beantwortet. Unser Glaube wird weicher und weicher, immer weniger vertrauen wir auf Gott. Deshalb haben wir bereits Plan B und Plan C in der Tasche, falls Plan A, die Gebetserhörung, nicht funktioniert. Wir haben einen unzuverlässigen Gott erschaffen.
Wir sagen: Wir haben alles getan, auf unserer Seite gibt es keinen Grund, warum Gott nicht handeln kann. Dennoch hat Gott nichts getan. Er wäre an der Reihe, also liegt die Schuld nicht bei uns. Wir warten nun, bis er etwas tut.
Das ist eine pfiffige Lösung unseres eigentlichen Problems. So haben wir Gott die Schuld am unerhörten Gebet zugespielt und können tun, was wir wollen: Plan B, Plan C, oder gar nichts. In diesem Zustand packt uns nie die Verzweiflung. Wir werden nie sagen: Was immer es kostet, Herr, ich werde es tun! Unsere Theologie sagt uns, dass wir seinen Verheißungen nicht wirklich vertrauen können.
Aber finden wir eine solche Lehre in der Bibel? Jesus sagt uns etwas anderes über seinen Vater im Himmel:
Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und vor keinem Menschen sich scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher! Und eine Zeitlang wollte er nicht; danach aber sprach er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und vor keinem Menschen mich scheue, so will ich doch, weil diese Witwe mir Mühe macht, ihr Recht verschaffen, damit sie nicht am Ende komme und mir ins Gesicht fahre.
Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch, dass er ihr Recht ohne Verzug ausführen wird.
Und dann fragt Jesus: Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde? (Lukas 18, 1-8)
Also was ist schief gegangen? Die Lehre der Heiligen Schrift stimmt nicht mit unserer eigenen Erfahrung überein - warum?
Charles Finney
Charles Finney war Jurastudent und er spielte Klavier. Eine Kirche bat ihn, doch den Musikdienst zu übernehmen, da diese Kirche keinen eigenen Pianisten hatte. Finney war kein Gläubiger, aber er übernahm gerne die Aufgabe.
In dieser Kirche gab es eine Gruppe, die sich seit Jahren regelmäßig traf, um für Erweckung zu beten. Finney war bei ihren Versammlungen dabei und hörte zu. Nach einiger Zeit fragte diese Gruppe, ob sie für Finney beten dürfte, dass er sein Leben in die Hand Gottes legen würde. Er antwortete: "Nein!" Da fragten sie, ob sie denn für ihn beten dürften, dass Gott ihm ein weiches Herz schenken möge, damit er Jesus annehmen konnte. Er antwortete wieder: "Nein." Auf die Frage, warum er kein Gebet wünschte, erklärte er: "Ihr habt seit Jahren um Erweckung gebetet und nichts ist geschehen. Wenn ihr nicht für euch selbst bekommen könnt, worum ihr betet, warum sollte ich dann von euch für mich beten lassen?"
Finney machte sich Gedanken und las die Bibel. Dort entdeckte er einen Gott, der Gebete beantwortet. Er stellte fest, dass der Gott der Bibel kein Lügner war. Darauf hin kam er zu dem Schluss, dass das Problem nicht bei Gott, sondern bei der Gebetsgruppe liegen musste. Er entschied sich, an diesen Gott der Bibel zu glauben. Dann fragte ihn der Geist Gottes: "Und was wirst du jetzt unternehmen?"
Finney suchte eine einsame Stelle im Wald, um dort zu beten, Buße zu tun und mit Gott zu reden. Er stellte sicher, dass niemand ihn hören oder sehen konnte, verkroch sich hinter den dichtesten Büschen, weit ab von allen Wegen, damit ja niemand hören konnte, welche Sünden er zu bekennen hatte.
Er kniete nieder und hatte dann das Empfinden, dass seine Gebete nur leere Worte waren, dass er nicht wirklich beten konnte. Er versuchte es 20 Minuten, doch sein Herz blieb leer und unberührt. Dann machte er sich enttäuscht auf den Rückweg in die Stadt und war überzeugt, dass er seine Chance zur Umkehr bereits verpasst haben musste.
Da sprach der Heilige Geist in sein Herz: "Was für ein stolzer Mensch du doch bist. Du bist ein Sünder, der Gnade haben möchte, aber dein Geist ist davon besessen, was wohl andere Menschen über dich denken würden, wenn sie dich beten sehen oder hören..."
Finney verstand und kniete mitten auf dem Weg nieder, schrie aus seinem Herzen um Erbarmen. Es dauerte Stunden und schließlich wurde er alle Last und alle Sünde los. Später an diesem Tag überflutete ihn Welle nach Welle des Heiligen Geistes, der nie wieder von Finney wich. Charles Finney wurde der geistliche Vater einer riesigen Erweckung.
Wir beten Wochen, Monate, Jahre um Erweckung. Nichts geschieht. Warum sollten die Ungläubigen von unserem Gott etwas erwarten, wenn er offensichtlich seinen eigenen Kindern nicht antwortet? Finney hatte einen Nachmittag gebetet ? die Gebetsgruppe betete seit Jahren. Worin unterschieden sich die Gebete? Warum antwortete Gott dem Mann auf dem Waldweg und nicht der Gruppe, die sich seit Jahren zum Gebet um den Heiligen Geist und um Erweckung traf?
Finney hatte einen Gott gefunden, der kein Lügner ist. Einen Gott, der nicht mal eben seine Meinung ändert und von seinen Verheißungen abrückt. Er hatte die Gebete dieser Gruppe studiert und nichts Falsches daran gefunden. Also kam er zu dem Schluß: Das Problem liegt nicht bei Gott, sondern bei uns.
Gott widersteht den Stolzen. Finney fand Gott, als er sich demütigte. Er nahm das Wort Gottes, glaubte es und nahm es für sich persönlich in Anspruch. Er traf Jesus und wurde verändert. Der Heilige Geist erfüllte ihn. Er bekam, worum die Gebetsgruppe seit Jahren gebetet hatte.
Können wir uns demütigen?
Auch wenn dies verletzend oder gar stolz klingen könnte, wage ich zu fragen: Können wir uns demütigen und Gott fragen, warum er unsere Gebete nicht erhört? Warum? Was ist verkehrt an uns? Wenn wir alles richtig machen - warum antwortet Gott nicht?
Das hat nichts mit Verurteilen zu tun. Es soll uns nicht niederdrücken, sondern aufrichten. Es ist eine Einladung.
In Jesaja 1, 18 und Jesaja 43, 26 lädt uns Gott ein, mit ihm zu verhandeln. Kommt doch, wir wollen miteinander rechten! spricht der HERR. Er lädt uns ein, über diese Dinge zu reden. Erinnere mich, wir wollen miteinander rechten; zähle alles auf, womit du dich rechtfertigen willst!
Es liegt nicht am Charakter Gottes, wenn er seinem Volk jahrelang nicht antwortet.
Wenn wir glauben, dass Gott ein guter, treuer, unfehlbarer Gott ist, wen wir glauben, dass Jesus nicht lügt, dass Gott uns schnell erhören wird - warum sind wir dann nicht verzweifelt? Warum machen wir uns keine Sorgen?
Wenn wir etwas beim Versandhaus bestellt und bezahlt haben, und die Ware kommt nicht bei uns an, dann machen wir uns Sorgen um unser Geld rufen beim Versandhaus an. Wir beschweren uns. Wir bestehen darauf, dass wir das Bestellte auch erhalten.
Warum aber werden wir nicht besorgt und handeln, wenn wir jahrelang beten und bitten und Gott handelt nicht? Warum verlangen wir keine Erklärung und Antwort?
Der Glaube sagt uns: Mein Gott ist kein Lügner. Ich kann mich doch dann, wenn die Gebetserhörung ausbleibt, nicht zurücklehnen und sagen: Na ja, so ist es halt?
Haben wir Gott in eine kleine Schachtel gesperrt, in der er sich nicht bewegen kann? Haben wir vielleicht eine falsche Vorstellung von ihm? Diese Fragen sind unbequem, aber ohne sie zu stellen kommen wir zu keiner Lösung.
In Hebräer 11, 6 lesen wir: Wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist, und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.
Er ist kein Lügner. Er ist gut, liebevoll, besser als jeder menschliche Vater. Er gibt uns keinen Skorpion in die Hand oder lässt uns ohne Antwort ? wäre das eine Belohnung dafür, dass wir ihn suchen?
Also müssen wir aufhören, wie gewohnt zu verfahren. Wir können nicht mehr beten und bereits Plan B und Plan C in der Tasche haben. Stattdessen müssen wir verzweifeln. Wir müssen fragen: Warum?
Das ist es, was wir in 2. Chronik 7, 14 lesen: Wenn mein Volk sich demütigt. Dieses Demütigen beginnt, wenn wir zugeben: ?Auf unserer Seite ist etwas verkehrt. Was immer es kostet, zeig es mir, Herr!? Dieser Vers bindet Gott und uns, er ist so klar und unmissverständlich. Wir dürfen keine Erklärungen mehr zusammensuchen und Plan B und Plan C bereithalten.
Teil 1:
Der unzuverlässige Gott
Teil 2:
Hört Gott überhaupt zu?
Teil 3:
Das Evangelium vom Königreich
Teil 4:
Der Ruf der Stunde
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Ein Artikel von Glaube.de
Fortsetzung folgt unter dem Titel Hört Gott überhaupt zu?
Download als PDF-Datei aller Teile über www.gebet-fuer-berlin.de/html/material.html.
Dies sind Predigtmitschriften, die aus Notizen während der Gottesdienste entstanden sind. Der Text ist entsprechend komprimiert. Die kompletten Predigten können als CD oder Kassette beim Medienladen des Christlichen Zentrum Berlin bestellt werden.
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Autor der Mitschrift: Günter J. Matthia, Redaktionsmitarbeiter Glaube.de
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