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05-10-06

Tammy Tkach: Der geheimnisvolle D-Faktor

Hat Ihnen jemals ein Gericht so köstlich geschmeckt, dass Sie nach dem Rezept fragten? Und wurde Ihnen darauf geantwortet, dass es ein Geheimnis ist? Restaurants, Kekshersteller und Hausfrauen hüten ihre Rezepte manchmal so sehr, dass sie niemandem die geheimen Zutaten verraten.


Gewiss, einige mögen es für den richtigen Preis tun. Ich sah bei eBay [ein Internet-Auktionsportal] eine Auktion von einem Rezept für Steakgewürz. Der Verkaufspreis lag bei einer Million Dollar. Ich konnte nicht herausfinden, ob es sich tatsächlich für diesen Betrag verkaufen ließ, aber der Verkäufer versprach, dass es so viel wert wäre.



Was würden Sie für ein geheimes Rezept bezahlen, das Ihr Leben verändern könnte? Würden Sie eine Million Dollar bezahlen? Mehr? Wenn Sie eine Sache bei eBay angeboten sehen, die Ihnen Hilfe garantiert, um mit jedem Menschen gut auszukommen und weder weitere Auseinandersetzungen, noch weitere Kämpfe oder Unglück fürchten zu müssen oder menschliche Probleme irgend welcher Art zu haben, was würden Sie bieten? Oder würden Sie sagen, dass das unmöglich ist, dass es nichts gibt, was so etwas bewirken kann?



Ich möchte Sie herausfordern, sich auf das Geheimnis einzulassen. Dazu müssen Sie weder ein Gebot abgeben, noch Ihre Kreditkarte ziehen. Ich nenne es Ihnen kostenlos, obwohl es nicht umsonst ist. Es wird der "Geheime D Faktor" genannt. Man findet es in Philipper 2,3-5: "Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut, achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht." Der Preis für den geheimen D-Faktor (Demuts-Faktor) ist: Das eigene Ich [Leben] hinzugeben und Stolz und Ichbezogenheit aufzugeben.



Ich hätte diesen Faktor auch den "Fehlenden D Faktor" nennen können, da dieser immer seltener zu werden scheint. Er fehlt am Esstisch, wenn die Familien zu Abend essen und in Auseinandersetzungen geraten. Er fehlt in den Klassenzimmern, wenn Studenten ihre Lehrer und andere Studenten missachten. Er fehlt in den Beziehungen, wenn der Stolz die Menschen abhält, sich zu entschuldigen.



Wo finden wir Demut in der Politik, in den Medien, im Sport, in Einkaufszentren - oder in der Kirche? Er ist abhanden gekommen und wird sehr vermisst. Ebenso wie das Salz in der Suppe, kann etwas Demut viel dazu beitragen, um das Leben zu verbessern.



Der IVP - ein englischer Kommentar zum NT - nennt Demut die Heilung für "die Übel, die unsere christlichen Gemeinschaften heimsuchen - einschließlich der zerbrechlichsten Institution, der christlichen Familie".



Demut ist weder falsche Bescheidenheit noch die irrige Ansicht, andere seien besser als wir selber. "Sie hat viel mehr mit einer richtigen Selbsteinschätzung zu tun, der Stellung des Geschöpfs vor dem Schöpfer, das völlig von ihm abhängig ist und ihm vertraut. In dieser Stellung ist man sich sowohl seiner Schwächen als auch seiner Herrlichkeit (wir sind schließlich nach dem Bilde Gottes gemacht) bewusst, obwohl man dies weder überbetont noch gering schätzt. Wahre Demut ist deshalb überhaupt nicht auf das eigene Ich fokussiert, sondern achtet andere höher als sich selbst, wie Paulus weiter ausführt" (IVP Kommentar zum NT, Philipper 2,4).



Demut kommt aus der Gesinnung Christi, wie sie wunderbar in Philipper 2,5-11 beschrieben wird. Diese Stelle wird auch die Hymne der Philipper genannt. Christi Gesinnung, voller Wunder und unvorstellbarer Gnade, enthält die geheime, fehlende Zutat von Harmonie und Frieden. Wenn die Hingabe des Ichs und das Aufgeben unseres Stolzes nur so leicht wären wie das Zücken unserer Kreditkarten.

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Ein Artikel von www.glaube.de
Veröffentlichungen bedürfen der vorherigen Genehmigung der Autoren.
Autorin: Tammy Tkach, mit freundlicher Genehmigung: 5-10-2006
Stiftung Weltweite Kirche Gottes in Deutschland
Foto: WKG
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